19. Februar 2021 / 14:58 Uhr

Vor dem 22. Bundesliga-Spieltag: Guido Schäfers Blick in die Glaskugel

Vor dem 22. Bundesliga-Spieltag: Guido Schäfers Blick in die Glaskugel

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Muss der FC Bayern ein schmerzhaftes Duell mit Eintracht Frankfurt fürchten?
Muss der FC Bayern ein schmerzhaftes Duell mit Eintracht Frankfurt fürchten? © Getty Images
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Im Meisterschaftskampf könnte das anstehende Wochenende ein entscheidendes sein. Stolpern die Bayern bei der Frankfurter Eintracht? Gelingt RB Leipzig bei der Hertha ein weiteres Mal ein Schützenfest. SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer hat die Glaskugel angeworfen und blickt auf die Begegnungen des 22. Bundesliga-Spieltags.

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Leipzig. Eine liebliche Nachricht schwebt über dem 22. Spieltag: Beim Experten-Treffen zwischen Hansi Flick (FCB) und Karl Lauterbach (SPD) blieb nix unausgesprochen, herrschte Einigkeit, dass es in der Liga obenrum noch ganz schön eng werden kann und viel von diesem Wochenende abhängt. Im Unterschied zu Frank Rijkaard und Rudi Völler trugen die Auszusöhnenden dem Vernehmen nach keine weißen Bademäntel, sondern Lederhosen aus dem FCB-Fanshop. Stückpreis: 199,95.

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Flick und Lauterbach haben Recht. Der vorliegende Spieltag ist ein Weg weisender. Wenn die Bayern in Frankfurt gewinnen und RB bei der Hertha verliert, ist der Titelkampf bei dann acht Punkten Abstand keiner mehr. Wenn die Nummer andersrum läuft, schrumpft das Bayern-Polster auf zwei Punkte. Und weil RB noch ein Heimspiel gegen eben jenen 657-fachen Meister hat und sich nach menschlichem Ermessen nicht mehr lange mit der zehrenden Champions League aufhalten muss (darf), könnte der Deutsche Meister aus Leipzig kommen. Das letzte Mal ist lange her. Am 11. Mai 1913 gewann der VfB im Finale in München-Sendling 3:1 gegen den Duisburger SpV. 5.000 Fans waren zugegen.

Das sind 5000 mehr als bei diesen Partien des 22. Spieltages:

Hertha - Leipzig: Berlin ist fußballerisch um Längen besser als tabellarisch. Weil das so ist, wird die Berliner Luft zunehmend stickig, sollte die Alte Dame Hertha schleunigst liefern. Gegen RB gab es im Olympiastadion bisher nullkommanull zu holen. Könnte sich nach der Heimspielreise der Roten Bullern nach Budapest ändern. Mein Tipp: 3:3.



Frankfurt - Bayern: Die Weltmacht mit drei Buchstaben, die SGE, bangt um Topstürmer Andre Silva, hat aber mit Luca Jovic eine alternative Rakete auf der Rampe zu stehen. Frankfurt ist die Mannschaft der Stunde. Außerdem sind die Bayern der Lieblingsgegner der Hessen. 1976 schlugen Jürgen Grabowski und Co. den FC Bayern 6:0, vor nicht allzu langer Zeit hievte ein 5:1 der SGE Herrn Flick in den Cheftrainer-Sessel. 2:2.

Bielefeld - Wolfsburg: Die Arminen haben in München ein 3:3 geholt, drückten sich am Ende viele Krämpfe aus den Waden. In Ermangelung an Frische wird das gegen die Seriensieger aus der zweitschönsten Stadt der Welt nicht reichen. 1:3.

Gladbach - Mainz: Marco Rose wechselt von einer begüterten Borussia zu einer ziemlich reichen, will nicht mit 60 noch am Seitenrand tigern, hat mit seinem Karriere- und Einkommenssprung alles richtig gemacht. Den zuletzt bärenstarken Mainzern (3:2 gegen RB, 2:2 in Leverkusen) lässt der Mainzer Ex-Kapitän Rose einen Punkt zukommen. 2:2.

LVZ-Direktabnahme

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Freiburg - Union Berlin: Die Eisernen haben nach sensationeller Vorrunde das Siegen verlernt und werden auch im Breisgau nicht gewinnen. Ein Remis ist den Männern des hoch sympathischen Urs Fischer bei den Männern des hoch sympathischen Christian Streich zuzutrauen. 1:1.

Köln - Stuttgart: Die Kölner befinden sich in zarten Aufwinden und werden den sich in der Club-Führung selbst zerlegenden VfB via Dreier mit in den Keller ziehen. 2:1.

Schalke - Dortmund: Der BVB hat beim 3:2 in Sevilla, dass es geht. Bzw., dass es nicht ohne Erling Haaland geht. Problem: Zwei gute Spiele hintereinander hat der BVB seit vielen Monden nicht hinbekommen. S04 greift die finale Chance am dünnen Zopf und gewinnt 2:1.

Augsburg - Leverkusen: Bayer muss gewinnen, um die Königsklasse in Reichweite halten zu können. Werden sie. 1:4.

Hoffenheim - Bremen: Nein, kein Knüller des Spieltages. Die TSG wird trotzdem mächtig durchlüften und 4:0 gewinnen.

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