16. April 2021 / 14:44 Uhr

Vor dem 29. Bundesliga-Spieltag: Guido Schäfers Blick in die Glaskugel

Vor dem 29. Bundesliga-Spieltag: Guido Schäfers Blick in die Glaskugel

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
RBLHOF (1)
Der 29. Bundesliga-Spieltag verspricht viele spannende Partien. © Getty Images
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Corona hat einmal mehr zugeschlagen: Die Berliner befinden sich in Quarantäne und das Spiel der Hertha in Mainz fällt aus. Derweil hofft RB Leipzig den Rückstand auf die Bayern verkürzen zu können. Dabei muss Nagelsmann gegen seinen Ex-Club Hoffenheim ran. Brisant wird auch die Begegnung Gladbach gegen Frankfurt, denn Eintracht-Coach Hütter wird künftig die Fohlen-Elf trainieren. SPORTBUZZER-Reporter Guido Schäfer blickt vor dem 29. Spieltag in die Glaskugel.

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Leipzig. Habe mich heute spielfit für die Traditionself des FSV Mainz 05 gemeldet, werde im Sommer mit 05-Legenden wie Christoph Babatz, Fabi Hayer, Michael Schuhmacher, Thomas Zampach und Ansgar Brinkmann zaubern. Muss bis dahin abnehmen, zölibatär leben und meinen Hausarzt fragen, ob meine beiden Titanhüften mitmachen und die Scharniergelenke im Knie Flankenläufe erlauben.

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Womit wir auch schon beim 29. Bundesliga-Spieltag und meinen lieblichen Mainzern wären. Deren Lauf hält weder Ochs noch Esel, aber Corona auf. Das Sonntagsspiel gegen die Hertha fällt flach, weil der Berliner Kader in Quarantäne musste. Gute Besserung allen Betroffenen! Die anderen Partien finden statt. Die Fragen aller Fragen gehen so: Kann RB Leipzig den Rückstand auf die Bayern verkürzen, und wie zieht sich die Eintracht bei Adi Hütters künftigem Herzblatt Gladbach aus der Affäre?

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RB Leipzig - Hoffenheim: Wenn die TSG, die erst am Freitag eingeflogen ist, am Abend so kickt wie am Montag gegen Leverkusen, bleiben die drei Punkte in Leipzig. Werden sie natürlich nicht. Weil Coach Sebastian Hoeneß weiß, wie man gegen die Roten spielt und wie nah die Abstiegszone gerückt ist. Das heißt? Nix! RB ist gut unterwegs, wird angetrieben von Comebacker Angelino und Alexander Sörloth und gewinnen. 3:1.



Gladbach - Frankfurt: Bei den Borussen ist nach der jüngeren Erfolgsserie Ruhe in die Personalie Marco Rose gekommen. Roses Wechsel nach Dortmund wurde überdies durch Adi Hütters Ja-Wort zu Roses Gladbachern an den Seitenrand geschrieben. Dass sich die gut abgehangenen SGE-Profis um Filip Kostic und Stefan Ilsanker durch Hütters Weggang aus den Champions-League-Plätzen drängen lassen, ist unwahrscheinlich. Und weil das so ist, holen sie einen Punkt im Borussia-Park. 2:2.

Wolfsburg - Bayern: Die Bayern haben das Ausscheiden aus der Königsklasse in Beinen und Köpfen, müssen ausgerechnet jetzt zu den bissigen Wölfen. Das riecht nach Münchner Punktverlusten, mehr aber auch nicht. Die Bayern wissen seit Geburt, was zu tun ist, wenn es eng wird, werden beim VfL einen Dreier holen. Weil Manuel Neuer keinen rein lässt und der Ex-Mainzer Jean-Eric Maxim Choupo-Moting trifft. 0:1.

Freiburg - Schalke: Die Freiburger hängen tabellarisch zwischen Baum und Borke, haben aus diesem kühlen Grunde ewig nicht mehr gewonnen und werden auch gegen Schalke den Kürzeren ziehen. Die Schalker starten nach dem 1:0 gegen Augsburg eine Art Serie, die zu spät kommt und im Abstieg münden wird. Die Königsblauen gewinnen, weil sie es mehr wollen als die Freiburger. 1:2.

Union - Stuttgart: Die Eisernen spielen eine glänzende Runde, haben einen Plan, einen Top-Trainer, Kraft, Zuversicht und Mad Max Kruse. All das führt dazu, dass sie die jungen Stuttgarter lang machen und sich mit einem Sieg bettfein für die Europa League machen. 3:1.

Augsburg - Bielefeld: Augsburg hätte sich mit einem Sieg in Gelsenkirchen aus dem Abstiegskampf verabschiedet, ist nach der Pleite wieder mittenmang. Unter der Woche rappelte es gewaltig in der Puppenkisten, wurde gehobelt, fielen Späne. Im Duell gegen die zuletzt stabilen Bielefelder reicht es dennoch nur zu einem schmalen Pünktchen. 2:2.

Leverkusen - Köln: Die Wundertüte Bayer war in Hoffenheim weit weg von einstiger Spritzigkeit, Spielfreude und Überzeugung, muss und wird im rheinischen Derby mehrere Gänge nach oben schalten. Der in der Ergebniskrise befindlich Effzeh geht mit Neu-Coach Friedhelm Funkel in Leverkusen ins Rennen und schrammt mit dem 67-jährigen Bundesliga-Dino knapp an einem Erfolgserlebnis vorbei. 3:2.

Dortmund - Bremen: Der BVB hat sich gegen Manchester vorzeigbar aus der Affäre gezogen, muss fortan in der Liga alles gewinnen, um auch in der nächsten Saison in der Champions League spielen zu dürfen. Die Konzentration aufs Kerngeschäft wird gegen kriselnde Bremer (vier Niederlagen hintereinander) zu diversen Erling-Haaland-Toren und einem Sieg führen. 4:1.