07. April 2021 / 16:56 Uhr

Vor dem Grizzlys-Spiel in München: Coach Cortina gibt Entwarnung bei Jormakka

Vor dem Grizzlys-Spiel in München: Coach Cortina gibt Entwarnung bei Jormakka

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fährt mit nach München: Pekka Jormakka (r.) von den Grizzlys Wolfsburg ist trotz eines Hits gegen den Kopf im vergangenen Spiel fit - und das sehr zur Freude von Coach Pat Cortina.
Fährt mit nach München: Pekka Jormakka (r.) von den Grizzlys Wolfsburg ist trotz eines Hits gegen den Kopf im vergangenen Spiel fit - und das sehr zur Freude von Coach Pat Cortina. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Erstes von zwei Auswärtsspielen in zwei Tagen: Die Grizzlys Wolfsburg gastieren am Donnerstag (20.30 Uhr) beim EHC München, fahren mit einem Sieg im Rücken zum Zweiten der DEL-Süd-Gruppe. Mit dabei ist auch Pekka Jormakka, der im letzten Spiel gegen Schwenningen einen harten Hit einstecken musste. Der Übeltäter wurde nun bestraft.

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Knacken die Grizzlys Wolfsburg auch den Süd-Gruppen-Zweiten? Mit zwei Siegen im Rücken treten die Eishockey-Profis am Donnerstag (20.30 Uhr) beim EHC München an. Gut: Pekka Jormakka ist nach einem Check gegen den Kopf gegen die Schwenninger Wild Wings am Dienstag fit, der Finne kann spielen.

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Kurz vor Schluss hatte Will Weber den 30-Jährigen übel am Kopf erwischt, Folgen spüre er keine. "Pekka war mit im Bus, er ist in München dabei", gibt Grizzlys-Coach Pat Cortina Entwarnung. Erst vor gut zwei Wochen hatte es mit Jeff Likens einen weiteren Grizzly erwischt, gegen den ERC Ingolstadt wurde der US-Amerikaner am Kopf getroffen, fiel danach kurzzeitig aus.

Weber zwei Spiele gesperrt

Die Grizzlys waren nicht glücklich darüber, dass Ingolstadts Louis-Marc Aubry, der Likens gecheckt hatte, ohne Strafe davongekommen war. Weber kassierte für seinen Hit immerhin zwei plus zehn Strafminuten, zwei Spiele Sperre und muss eine Geldstrafe bezahlen. "Niemand mag Hits gegen den Kopf, egal, ob es einen unserer Spieler oder einen Gegner erwischt", betont Cortina. "Sie sind kein Teil des Spiels."

Wohl aber das Toreschießen, und das können die Münchner besonders gut. "Wir müssen also unser bestmögliches Spiel machen", weiß Cortina. Besonders wichtig für den 56-Jährigen: "Der Rhythmus. Den müssen wir kontrollieren, und wenn wir den Puck kontrollieren, hilft uns das auch. Wir dürfen München kein leichtes Eis geben, müssen strukturiert sein, hart arbeiten."

Und: "München ist wirklich gut in der Offensiv-Zone und in der Vorwärtsbewegung. Also müssen wir 60 Minuten lang wach sein." Die Energie vom 5:3-Erfolg gegen Schwenningen würde Cortina dabei gern mitnehmen: "Sie hat mir sehr gut gefallen. Im letzten Drittel sind wir drangeblieben, auch, als Schwenningen wieder ausgeglichen hat."

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Für den Grizzlys-Coach sind die Gastspiele in München immer auch eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Von 2006 bis 2013 coachte er den EHC, schaffte mit dem Team den Sprung in die DEL. "Es ist ja schon öfter vorgekommen, aber es ist immer besonders, zurückzukommen", sagt Cortina. "Und es ist schön, dort alte Freunde aus der Organisation zu treffen - gerade in der aktuellen Zeit, wo es schwer ist, Freunde und Familie zu sehen."

Die Freundlichkeiten beschränken sich aber auf die Zeit vor und nach dem Spiel, dazwischen müssen sie ruhen - die Grizzlys stecken schließlich weiter mitten im Rennen um die Play-Off-Plätze, die Iserlohn Roosters, Düsseldorfer EG und Kölner Haie sind nah dran. Umso wichtiger wäre es, aus zwei Siegen in zwei Tagen (das nächste am Freitag, 19.30 Uhr, in Augsburg) eine Mini-Serie mit drei Erfolgen am Stück zu machen.