17. März 2021 / 15:36 Uhr

Vor dem Nord-Duell bei Werder: Wolfsburg-Trainer Glasner wird im Training laut

Vor dem Nord-Duell bei Werder: Wolfsburg-Trainer Glasner wird im Training laut

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Muss mit dem VfL Wolfsburg bei Werder Bremen ran: Trainer Oliver Glasner.
Muss mit dem VfL Wolfsburg bei Werder Bremen ran: Trainer Oliver Glasner. © DPA
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Der VfL Wolfsburg muss am Samstag bei Werder Bremen ran - vor dem Nord-Duell zeigte sich VfL-Coach Oliver Glasner im Training wachsam...

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Es war Anfang Februar, kurz nach dem 2:0 des VfL Wolfsburg in Augsburg, als Oliver Glasner sagte: „Ich werde sehr wachsam sein, damit die Jungs weiterhin so konzentriert und engagiert im Training sind, denn das ist die Basis dafür, um im Spiel gute Leistungen bringen zu können." Am Mittwochmorgen erlebte man im Training, wie wachsam der Coach des Tabellendritten ist. Glasner lobte viel, aber er wurde auch deutlich.

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Das erste Trainingsspiel unterbrach er, weil seine Spieler zu wenig direkt in die Spitze spielten. "Das ist zu viel in die Breite", wurde der Coach zum ersten Mal laut. "Wie wollt ihr so ein Tor schießen?" Seine Ansage kam an, fortan wurde schneller steil gespielt, wie es sich der Österreicher wünscht. Der Coach verteilte immer wieder Lob, blieb jedoch weiterhin wachsam. Immer wieder wies der Österreicher darauf hin, die Zwischenräume in der Abwehr im Auge zu haben, weil der nächste Gegner Werder Bremen mit Niclas Füllkrug, Josh Sargent und Milot Rashica über Spieler verfüge, die diese Räume gut besetzen können.

Nach dem 5:0 gegen Schalke will der Tabellendritte am Samstag den nächsten Dreier folgen lassen - darauf sollen sich seine Profis fokussieren, fordert der Coach, der im Abschlussspiel nicht mit Lob sparte, allerdings auch erneut laut wurde, als das Team mit den roten Leibchen nicht gut verteidigte. Glasner kritisierte nach einem Gegentor: "Es bleiben vier Rote stehen. Wer nicht laufen will, muss mir das sagen - dann gehen wir laufen." Am Ende wirkte der Coach dann wieder zufriedener.

Glasner standen nur 16 Feldspieler zur Verfügung - neben den Verletzten Renato Steffen (Bänderverletzung) und Paulo Otavio (Schulterprobleme) waren auch Jeffrey Bruma (Sprunggelenksverletzung), Marin Pongracic und Kevin Mbabu nicht mit dabei. Die beiden Letzteren hatten auch schon am Dienstag nicht mit der Mannschaft trainieren können. Wie ist da der Stand mit Blick auf Bremen? Rechtsverteidiger Mbabu soll am Donnerstag wieder mit dem Team üben können, wann Innenverteidiger Pongracic (Wadenverletzung) wieder mitwirken kann, ist offen.

Holt Löw jetzt Arnold?

Nach der Einheit legte unter anderem Maximilian Arnold noch eine Extraschicht ein - das VfL-Eigengewächs glänzte beim Freistoßtraining. Seine beiden ersten Versuche knallte er jeweils in den Winkel. Am Freitag wird Bundestrainer Jogi Löw seinen Kader für die nach dem Wochenende anstehenden Länderspiele bekannt geben. Und nicht wenige VfL-Fans fragen sich im Vorfeld: Wird Arnold da dabei sein? Löw werde für die nun bevorstehenden WM-Quali-Spiele gegen Island (25. März), Rumänien (28. März) und Nordmazedonien (31. März) wie schon im Herbst Spieler nominieren, die bisher keine ständigen Mitglieder der Nationalelf waren, schreibt der Spiegel. Spieler wie Arnold?

Der 26-Jährige spielt seit Wochen konstant gut – und hat mehrmals betont, wie happy er darüber wäre, wenn er nach seinem einzigen Länderspiel im Mai 2014 in Hamburg beim 0:0 gegen Polen mal wieder eine Chance bekäme. „Maximilian spielt überragend und selbstverständlich sind wir beim VfL alle der Meinung, dass er jetzt eine Chance verdient hätte, um zeigen zu können, ob er für die Nationalmannschaft geeignet ist oder nicht“, sagt VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer, der im November 2008 beim 1:2 gegen England in Berlin einst sein Länderspiel-Debüt hatte feiern dürfen. Trainer damals: Löw.