10. August 2018 / 14:19 Uhr

Vor dem Saisonstart: TSV Uesen, FC Verden 04 II und TSV Achim mit guten Titelchancen

Vor dem Saisonstart: TSV Uesen, FC Verden 04 II und TSV Achim mit guten Titelchancen

Andreas Ballscheidt
Weser-Kurier
Sven Zavelberg (rechts) und Patrick Spitzer: Der Coach und sein Co leiten nun die Geschicke beim TSV Achim von der Seitenlinie aus. Spitzer geht zudem noch auf Torejagd für den Titelaspiranten.
Sven Zavelberg (rechts) und Patrick Spitzer: Der Coach und sein Co leiten nun die Geschicke beim TSV Achim von der Seitenlinie aus. Spitzer geht zudem noch auf Torejagd für den Titelaspiranten. © Michael Braunschädel
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Neue Spieler, neue Trainer, neue Ziele - es hat sich einiges getan in der Kreisliga Verden

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Wünsche und Hoffnungen prägen vor jeder Saison die Ziele der Spieler und Trainer in der Fußball-Kreisliga. Auch vor dem ersten Spieltag der Saison 2018/2019 ist dies der Fall. Viele Vereine wechselten Spieler und holten neue Übungsleiter, um frische Impulse zu setzen. Besonders große Chancen auf den Titel werden diesmal dem TSV Uesen, dem TSV Achim und dem FC Verden 04 II eingeräumt.

Fast hätte Oliver Rozehnal als neuer Coach des FC Verden 04 II den Titel geholt. Am Ende fehlten fünf Punkte und es langte „nur“ zur Vizemeisterschaft. Nun nimmt der Coach einen neuen Anlauf, muss aber auf Akteure wie Mathijs van Herkhuizen verzichten. Der Holländer kehrt nach seinem Auslandssemester in seine Heimat zurück. „Wir haben viele Abgänge, letztlich waren aber nur drei Stammkräfte dabei“, nimmt Rozehnal den Aderlass gelassen. Er hat auch Neue im Team, die echte Verstärkungen sind. Das gilt allen voran für Hammat Turgay aus Hülsen und Haris Nurkovic (RW Achim). Auch dem 17-jährigen Ari Gocllari sagt Rozehnal eine gute Zukunft voraus. „Wenn wir eine gute Konstanz finden, zählen wir zu den Teams, die oben mitspielen. Aber es muss auch alles passen.“

Der TSV Achim hat ein völlig neues Gesicht erhalten: Trainer Sven Zavelberg und sein spielender Assistent Patrick Spitzer haben ein Rumpfteam von Vorgänger Jens Dreyer
übernommen. Wichtige Akteure wie Ahmet und Behcet Kaldirici verließen den Klub in Richtung RW Achim. Dafür hat der Coach nun viele Talente im Kader. Der aus Bayern stammende Zavelberg hat mit Patrick Spitzer nicht nur einen erfolgsorientierten Co-Trainer an seiner Seite, sondern auch einen Mann, der im Alleingang ein Spiel entscheiden kann. „Im Gesamten sind wir in der Breite stärker aufgestellt als im Vorjahr“, betont Zavelberg.

Der TSV Uesen wird von fast allen Coaches als Titelfavorit genannt. Mit Benjamin Nelle und Tim Siegler wurde ein Trainergespann verpflichtet, das für frischen Wind sorgen soll. Das Duo will sich Zeit lassen und plant erst im zweiten Jahr den Angriff auf die Bezirksliga. „Wir wollen zunächst ein klares Spielsystem erstellen, bei dem wir den Gegner mit viel Ballbesitz zum Reagieren zwingen“, sagt Nelle und will den kaum veränderten Kader taktisch neu ausrichten.

Beim TSV Fischerhude-Quelkhorn löste ein junges Trainergespann den erfahrenen Jens Lellek ab: Yannick Becker und Matthias Warnke. „Das Team steht vor einem Umbruch. Zehn neue Spieler sind dabei, davon sieben von den Junioren“, betont Warnke, dem einige seiner Akteure bedingt durch Studium und Reisen längere Zeit nicht zur Verfügung stehen werden. Die beiden Coaches wollen von Spiel zu Spiel schauen und dann sehen, wohin der Weg führt.

Der FSV Langwedel-Völkersen II hat eine tolle Saison gespielt und wurde Meister der 1. Kreisklasse. Nun will Trainer Ralf Görgens das Team in der neuen Liga etablieren. Der Kader hat sich kaum verändert: Treu blieben auch die beiden Torjäger Janek Kammermann und Ole Richter. Bastian Heimbruch ist der bekannteste Zugang, er spielte zuletzt in der Bezirksliga-Elf des FSV. „Als Neuling geht es darum, in der Liga anzukommen, schnell zu lernen und frühzeitig nichts mit der Abstiegszone zu tun zu haben. Die Qualität ist vorhanden. Es bleibt nur die Unbekannte, wie das Team mit Niederlagen umgeht“, sagt Görgens.

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Beim TB Uphusen II heißt es für das neue Trainerteam Ingo Reich und Mirko Kappmeyer: mit 13 Neuen, davon neun Junioren, durchstarten. Viele von ihnen wie Maurice Salentin, Sören Nobel und Ferhat Tavan haben in den Tests bewiesen, wozu sie in der Lage sind. „Natürlich sind oberligaerfahrene Spieler wie David Airich und Benjamin Titz absolute
Glücksfälle“, sagt Reich. Zudem freut sich der TBU über die Treue von Nico Himmalai, Pascal Schubert, Adrian Schäffer und André Greve sowie über die Verpflichtung des jungen Keepers Joshua Bornkessel.

Jannik Blischke (Auslandssemester) und Dennis Buttkus (Beruf) haben den TSV Thedinghausen verlassen. Für den neuen Coach Jens Stührmann ist das ein Verlust. Dennoch hat das Team von der Eyter nicht an Qualität verloren, denn mit Raffael Möller und Mouhammed Lamine Kone aus Oyten sowie Hamed Kone, der zuletzt in Riede spielte, kann Stührmann
 namhafte Zugänge präsentieren.

Im Pokal bekam der TV Oyten II einen herben Dämpfer (0:9 gegen Achim) verpasst. Coach Detlef Meyer erhofft sich nun eine ruhige Saison. Ziel sei es, nie in die Abstiegszone zu
geraten und alle Spieler weiterzuentwickeln. „Unsere Zweite ist in dem Konzept ‚Fußball in Oyten‘ ein wichtiger Bestandteil“, verrät der Coach, der auch Abteilungsleiter ist. Der TVO beklagt keine Abgänge. Zugänge sind Tim Schwentke, Enrico Grüpmeier, Sabrican Katzik und Veli Bostan (alle TSV Achim) sowie Henry Garbrecht und Maurice Grassee aus dem
Bezirksliga-Kader.

Walter Hötzel und Pablo Kaiser bilden das neue Trainergespann des Aufsteigers TSV Brunsbrock. Nach dem Abstieg vor einem Jahr hatte zuletzt Thomas Tödter das Team verjüngt und den sofortigen Wiederaufstieg geschafft. „Wir wollen den eingeschlagenen Weg weitergehen und hoffen, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, betont Hötzel, der mit Adama Bah und Jonas Patzer zwei Spieler aus der A-Jugend holte und in Lennart Uphoff (FC Verden 04) den namhaftesten Zugang hat.

Henrik Dreyer hat beim TSV Lohberg eine schlagfertige Elf geformt, die taktisch diszipliniert agiert. „Wir wollen den Status des ewigen Abstiegskandidaten ablegen. Einen einstelligen Platz halte ich für realistisch, wenn wir mehr Konstanz zeigen und in der Offensive unsere Chancen besser nutzen“, sagt Dreyer, dessen Kader sich kaum veränderte.

Mit Thomas Krivolapov (Borstel) und Bastian Deke (Etelsen) wechselten zwei Spieler zum TSV Dörverden, die den Kader insbesondere qualitativ verstärken. Alle Positionen hat Coach
Nils Pohlner inzwischen mindestens doppelt besetzt und erhofft sich dadurch einen Konkurrenzkampf, der wiederum zu einer besseren Platzierung führen soll (Rang neun 2017/2018). „Leider haben wir schon jetzt Verletzungspech, sodass Emil Felker, Benni Schultz und Leon Delleske länger ausfallen“, sagt Pohlner, der auf die individuelle Klasse und
Kreativität seiner Spieler setzt.

Beim TSV Dauelsen ist Stephan Bierstedt-Bruhn Nachfolger von Ralf Müller. Allerdings erst ab Herbst, da Bierstedt-Bruhn bis dahin wegen einer Verletzung ausfällt. Jörn Liegmann wird die Elf zunächst betreuen. Der SV Hönisch kletterte dank einer starken Rückserie noch auf Rang vier. Coach Ricardo Seidel blieb und will den Schwung mitnehmen, um noch besser abzuschneiden. Der TSV Etelsen II schaffte die Rückkehr in die Kreisliga. Die Elf von Cord Clausen profitierte als Dritter davon, dass alle kreisverdener Bezirksligisten
die Klasse hielten. Nun will Clausen beweisen, dass sein Team zu Recht aufgestiegen ist.

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