30. Januar 2018 / 16:13 Uhr

Vor dem Wiedersehen mit dem Ex-Klub: Das sagt Wolfsburgs Spielmacher Daniel Didavi

Vor dem Wiedersehen mit dem Ex-Klub: Das sagt Wolfsburgs Spielmacher Daniel Didavi

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Daniel Didavi
Spricht über das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein VfB Stuttgart: Daniel Didavi vom VfL Wolfsburg.
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Am Samstag empfängt der VfL den VfB Stuttgart, für Daniel Didavi ist es das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Vor dem Duell gegen die Schwaben spricht der VfL-Spielmacher über Gerüchte um seine Person, die Situation des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten und die Rückkehr von Ex-VfL-Kapitän Mario Gomez. Didavi über...

die Rückkehr-Gerüchte zum VfB: "Im Leben ist es schwer, etwas auszuschließen, aber da müssten schon verrückte Dinge passieren. Ich habe ja schon oft gesagt, der VfB wird immer in meinem Herzen bleiben. Ich habe es mir damals schwer gemacht, den Verein zu wechseln. Aber ich fühle mich hier wirklich wohl, da ist nichts im Busche."

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die Lage des VfL: "Die Situation ist anders als im vergangenen Jahr, da war es viel schlimmer, da gab es mehr Durcheinander. Klar, wir haben zu wenig Punkte, sind nicht gut in das neue Jahr gestartet, aber wir haben jetzt einen sehr wichtigen Sieg geholt – und jetzt haben wir ein Sechs-Punkte-Spiel vor der Brust. Mit einem Sieg können wir uns ein bisschen absetzen. Aber in der Vergangenheit haben wir viel zu oft solche Spiele verloren. Wir müssen jetzt mal ein Spiel wie das am Samstag ohne Wenn und Aber gewinnen."

sein Fehlen zuletzt gegen Frankfurt: "Wenn man Knie hört bei mir, dann schrillen gleich die Alarmglocken. Ich verstehe ja, dass die Öffentlichkeit sich Sorgen um mein Knie macht. Ich habe ein Knie, das vier Operationen hinter sich hat. Aber selbst wenn ich 25 Spiele in einer Saison machen würde, wäre das gut. Ich habe jetzt mal ein Spiel verpasst, das wird immer mal wieder so sein. Ich hatte ein bisschen Probleme an der Narbe, wir haben das gecheckt, das Gelenk ist in Ordnung. Von daher gab es keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Ich habe mich nicht fit gefühlt, konnte der Mannschaft nicht helfen. Das habe ich dem Trainer gesagt. Mir haben ein paar Läufe gefehlt, die ich in der Winterpause nicht machen konnte, die habe ich jetzt nachgeholt. Ich trainiere jetzt wieder ganz normal, damit kann man das Thema wieder zu den Akten legen."

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den Trainerwechsel beim VfB Stuttgart (Tayfun Korkut für Hannes Wolf): "Es ist ein Nachteil für uns, weil man nicht weiß, was auf einen zukommt. So ein Wechsel hat immer einen Effekt, die Spieler sind noch mal anders motiviert, sie wollen sich wieder zeigen. Es ist schwer, gegen solch einen Gegner zu spielen. Aber wir spielen zu Hause, wir wissen, wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir Stuttgart zu Hause schlagen. Das muss unser Hauptaugenmerk sein."

...die zuletzt dürftigen Leistungen im spielerischen Bereich: "Jedes Spiel war ein bisschen anders, das in Dortmund war in Ordnung, spielerisch waren wir da auf Augenhöhe. Gegen Frankfurt waren alle enttäuscht. Man kann verlieren, aber nicht so. Die Art und Weise war inakzeptabel. Dann kam das Hannover-Spiel, danach war ich ein bisschen enttäuscht, aber wenn man den Platz gesehen hat und daran denkt, dass uns viele Spieler gefehlt haben, muss man sagen: Solche Siege brauchst du auch mal. Wir haben drei Punkte geholt, das ist wichtig, jetzt haben wir wieder eine Standortbestimmung gegen Stuttgart. Jetzt spielen wir wieder auf einem super Platz, wir dürfen uns nicht so viel einen Kopf machen. In den Spielen gegen Gladbach und Hertha haben wir einfach gekickt. Wir müssen einfach Fußball spielen – und dann können wir auch Spaß machen."

...das Wiedersehen mit Mario Gomez: "Ich freue mich, ihn zu sehen, wir wissen alle, was Mario kann. Er ist immer motiviert, er ist immer gefährlich. Wenn er seine Chance im Strafraum bekommt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er ein Tor macht, das müssen wir verhindern."

Der gebürtige Nürtinger Daniel Didavi begann seinen fußballerischen Werdegang im Verein seiner Geburtsstadt, fiel aber bei Jugendtagen des VfB Stuttgart positiv auf, sodass man den Deutsch-Beniner in der Jugendabteilung der Schwaben aufnahm. Zur Galerie
Der gebürtige Nürtinger Daniel Didavi begann seinen fußballerischen Werdegang im Verein seiner Geburtsstadt, fiel aber bei Jugendtagen des VfB Stuttgart positiv auf, sodass man den Deutsch-Beniner in der Jugendabteilung der Schwaben aufnahm. ©

...die VfB-Chancen auf den Klassenerhalt: "Ich hoffe, dass sie drin bleiben. Die Euphorie aus der Hinrunde ist dort ein bisschen weg, es gibt wieder die typische Stuttgart-Stimmung, irgendetwas brodelt immer im Umfeld. Ich wünsche dem Verein nur Gutes, und hoffe, dass sie eine Serie starten – aber erst nach dem Spiel gegen uns."