26. März 2021 / 18:30 Uhr

Vor Derby in Berlin: Verletzungspech beim SC DHfK Leipzig

Vor Derby in Berlin: Verletzungspech beim SC DHfK Leipzig

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
André Haber
Trainer André Haber hadert mit den Verletzungen. © Christian Modla
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Das Verletzungspech des SC DHfK Leipzig hält an: Weder Gregor Remke, noch Martin Larsen oder die Leun-Zwillinge sind für Coach André Haber Optionen beim Auswärtsspiel gegen die Füchse Berlin. Große Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Philipp Weber und Marko Mamic - immerhin konnten die Grün-Weißen für das Ost-Derby zwei weitere Talente aus dem Hut zaubern.

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Leipzig. Die schlechten Nachrichten aus dem Universitätsklinikum Leipzig sind knapp zehn Tage alt. DHfK-Rückraumspieler Martin Larsen hatte sich im Training einen Innenband-Anriss im Knie zugezogen und wird noch bis Mai auf der Platte fehlen. Ein Schock für die Bundesliga-Handballer, die seitdem vom Pech verfolgt werden. Vier weitere Verletzungen und drei Niederlagen sind die traurige Ausbeute seit der Diagnose des Dänen – der Start in die Rückrunde könnte für den SC DHfK wahrlich kaum schlechter verlaufen.

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Während Gregor Remke und Marko Mamic in Kiel bereits nicht mehr auf der Platte standen, haben Philipp Weber und A-Jugend-Talent Jakob-Jannis Leun schmerzhafte Andenken von der Küste mitgebracht. Nationalspieler Weber zog sich eine Prellung am Knie zu, könnte am Samstag gegen die Füchse Berlin (20.30 Uhr) aber trotzdem eine Option sein. Für Nachwuchs-Handballer Leun sieht es deutlich schlechter aus. Der Bundesliga-Auftritt des 18-Jährigen wird vorerst sein letzter gewesen sein. Die traurige Diagnose nach dem Umknicken in Kiel: Bänderriss, mehrere Wochen Zwangspause.

Kämpfernatur Weber

„Der Kader der Leipziger ist eine kleine Wundertüte, mal sehen wer dann morgen wirklich auf dem Spielberichtsbogen steht. Ich gehe davon aus, dass außer Larsen alle dabei sind“, so Marom Siewert. Der Cheftrainer der Füchse will und muss auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Namentlich auf die U23-Spieler Jonas Hönicke und Elias Gansau, die im Team von André Haber die klaffenden Lücken im Rückraum schließen sollen.

Führungsspieler Weber hat zuletzt mehrfach bewiesen, dass ihn so leicht nichts aus der Bahn werfen kann. Zwei Schläge ins Gesicht in der Olympia-Qualifikation gegen Algerien schüttelte er einfach ab und stand Minuten später wieder auf der Platte. Auch eine Kieferprellung im Spiel gegen Lemgo Lippe konnte den Nationalspieler nicht davon abhalten, drei Tage später gegen die Rhein-Neckar Löwen anzutreten. Sollte der 28-Jährige gegen Berlin doch fehlen, ist spätestens am Gründonnerstag gegen Erlangen wieder mit der Kämpfernatur zu rechnen.

Linkshänder Remke ist für die weitere Saisonplanung der Sachsen elementar, denn Coach Haber kann den rechten Rückraum nicht ewig von Nachwuchstalenten bespielen lassen. Gegen die Füchse wird Remke aber noch fehlen. Abwehr-Ass Mamic hat nach seiner Fußverletzung gute Chancen, zeitnah wieder dabei zu sein. Wie wichtig der Kroate im Mittelblock neben Maciej Gebala ist, zeigt ein Blick auf die Gegentore der vergangenen Spiele. 33 Mal trafen die Löwen, 31 Mal die Zebras – nun müssen die Sachsen aufpassen, dass gegen die Füchse zumindest eine zwei vorne steht.