24. Februar 2022 / 15:03 Uhr

Vor Flutlicht-Hit in Chemnitz: Chemie Leipzig gehen die Spieler aus

Vor Flutlicht-Hit in Chemnitz: Chemie Leipzig gehen die Spieler aus

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Miroslav Jagatic steht vor einer personellen Herausforderung. Doch der Chemie-Coach lässt sich nicht aus der Fassung bringen und will jetzt alle Prozente rauskitzeln.
Miroslav Jagatic steht vor einer personellen Herausforderung. Doch der Chemie-Coach lässt sich nicht aus der Fassung bringen und will "jetzt alle Prozente rauskitzeln."
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Freitagabend, Flutlicht-Spiel, Sachsen-Derby. Eigentlich sollte der Tisch für eine tolle Fußballpartie reich gedeckt und die Vorfreude groß sein. Doch bei der BSG Chemie Leipzig herrscht vor dem Match beim Chemnitzer FC eher gedämpfte Stimmung. Der Grund: die Verletzungssorgen bei den Leutzschern. 

Leipzig. Land unter bei der BSG Chemie: Nach dem gefeierten 2:1-Heimsieg gegen Hertha BSC II ist die Laune wieder gedämpft. Grund: Die Ausfall-Liste wird vor dem Flutlicht-Hit in Chemnitz (Freitag, 19 Uhr, MDR-Livestream) immer länger. Dabei sollte das Aufeinandertreffen der beiden besten Rückrundenteams ein richtiges Fußballfest werden. Jetzt hat Chemie Mühe, überhaupt elf Leute zusammen zu bekommen.

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„Stand jetzt haben wir 13 Feldspieler plus zwei Torhüter“, berichtet Chemietrainer Miro Jagatic. Es ist wie verhext: Immer, wenn ein Spieler wieder in den Kader kommt, melden sich derzeit zwei oder drei wieder ab. Da ist es fast noch Glück, dass die Erkrankung von Mittelfeld-Lenker Alex Bury mit seiner fünften Gelben Karte einhergeht und er sowieso ausgefallen wäre. „Trotzdem extrem ärgerlich, ich hatte mich so auf Chemnitz gefreut“, meint der Torschütze vom letzten Sonnabend.

Andy Wendschuch ist dafür endlich wieder im Training, aber das Spiel kommt für ihn noch zu früh. Benny Boltze liegt krank im Bett, Stefan Karau ist angeschlagen, Timo Mauer trainiert wieder – es ist wie verhext. Neuzugang Isidor Akpeko, den man jetzt gut brauchen könnte, lag sogar einige Tage im Krankenhaus: „Ich hatte starke Brustschmerzen und Atemnot, sicher wegen Corona“, sagt er. Aktuell geht es ihm etwas besser, an einen Einsatz ist indes nicht zu denken.

"Behalten die positiven Gedanken bei"

„Wir können das Spiel aber nicht absagen, das geht ja nur, wenn viele Spieler Corona haben“, meint Jagatic, der froh ist, dass Chemie im Winter drei Zugänge verpflichten konnte. „Ohne die sähen wir jetzt ganz schön alt aus“. Zum Wochenanfang müsse man sich derzeit immer erst mal schütteln, welche Hiobsbotschaften zu verzeichnen sind. Nach der Freude gegen Hertha ist das Trainerteam nun wieder die gesamte Woche über am Basteln, um die Elf für das Chemnitz-Spiel aufzustellen.

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Dennoch will Jagatic nicht jammern: „Wir behalten die positiven Gedanken bei. Wir müssen jetzt alle Prozente rauskitzeln, sauber aus der Ordnung herausspielen, unseren Prinzipien treu bleiben. Wenn wir unser Spiel durchdrücken, können wir auch dort was mitnehmen!“ Den positiven Schwung beizubehalten, wird schwerfallen, aber warum eigentlich nicht? Die verbliebenen Spieler können mit breiter Brust auflaufen angesichts der respektablen Punkteausbeute, die auf der Habenseite zu verzeichnen ist. Die Leutzscher werden von über 800 Fans begleitet, die unter Flutlicht für einen starken Support sorgen wollen. Die Karten waren innerhalb von 30 Minuten ausverkauft.

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