06. Februar 2020 / 08:12 Uhr

Vor Spiel gegen Lok Leipzig: Vorschusslorbeeren für neuen Cottbus-Trainer Abt

Vor Spiel gegen Lok Leipzig: Vorschusslorbeeren für neuen Cottbus-Trainer Abt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Abt soll die Cottbusser wieder in Liga Drei führen
Sebastian Abt soll die Cottbusser wieder in Liga Drei führen © Picture Point
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Am Samstag kommt es in der Regionalliga Nordost zum Spitzenspiel zwischen Energie Cottbus und Lok Leipzig. Der neue FCE-Coach Sebastian Abt debütiert als Wollitz-Nachfolger.

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Cottbus. Gelassenheit statt polarisierendes Poltern: Beim Fußball-Regionalligisten FC Energie Cottbus ist mit dem neuen Trainer Sebastian Abt ein neuer Geist an der Seitenlinie eingezogen. Während sein Vorgänger Claus-Dieter Wollitz sehr schnell sehr emotional agierte, will der Nachfolger mit einer gewissen Coolness die Mission Wiederaufstieg angehen. Auch bei der ärgerlichen Problematik Relegation – der Meister der Regionalliga Nordost muss gegen den Staffelsieger der RL West um die dritte Liga kämpfen – bleibt der 37-Jährige besonnen.

„Sicherlich ist es aus sportlicher Sicht nicht schön, nach 34 Spielen auf Platz eins zu stehen und nicht aufsteigen zu dürfen“, überlegt Abt, übt sich jedoch in Diplomatie: „So sind die Regeln, die so definiert sind. Und alle wissen Bescheid.“

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Der 1. FC Lok kämpft Energie Cottbus nieder, holt einen 3:2-Sieg gegen die Lausitzer. Zur Galerie
Der 1. FC Lok kämpft Energie Cottbus nieder, holt einen 3:2-Sieg gegen die Lausitzer. © Picture Point
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Weitaus drastischer formuliert Kollege Wolfgang Wolf seine Meinung zur umstrittenen Drittliga-Relegation. „Das ist der Tod des Fußballs und ein Treppenwitz des DFB. Wer Meister wird, muss aufsteigen und sollte nicht noch eine Relegation spielen. Das ist unmöglich“, schlägt der 25 Jahre ältere Trainer und Sportdirektor des 1. FC Lok Leipzig Alarm.

Besonderes Match für Abt

Ihre Meinungen zu dubiosen Ideen des DFB können beide Coaches am Sonnabend persönlich austauschen, wenn die Leipziger im Stadion der Freundschaft (16 Uhr) gastieren. Zweiter gegen Dritter, Verfolger-Duell, bereits 7500 verkaufte Karten. Für Abt, der seit seinem sechsten Lebensjahr 1988 Energie Cottbus angehört, ist dieses besondere Match das Trainerdebüt im Herrenbereich.

Zum Vergleich: Wolf wird zum 534. Mal in einem Pflichtspiel in der Coaching-Zone stehen. Obwohl die Unterschiede nicht größer sein könnten, tüfteln sowohl Neuling als auch Altmeister am selben Ziel, den Staffelsieg. Das direkte Duell ist brisant und richtungsweisend: Lok kann Energie mit einem Sieg überholen, Cottbus sich fünf Punkte absetzen.

Idealer Trainer für Energie Cottbus

Abt weiß, wie Aufsteigen funktioniert. Als U19-Trainer gelang ihm 2015 und 2019 der Sprung in die Bundesliga, auch im Herrenbereich schärfte er die Sinne der Lausitzer und führte FCE als Assistent von Vasile Miriuta 2016 in die dritte Liga. So sind die Vorschusslorbeeren des neuen sportlichen Leiters Sebastian König, der gemeinsam mit Abt Anfang Januar eingestellt wurde, nicht unbegründet.

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„Bei sachlicher und inhaltlicher Betrachtung ist Sebastian Abt der ideale Trainer für Energie Cottbus. Er ist ein akribischer und reflektierter Fußballfachmann, der eine enorme persönliche Entwicklung genommen hat“, lobt König, „er verfügt über eine natürliche Autorität sowie ein Talent, Fußballer zu führen und zu entwickeln.“

So geadelt wird der treue Lausitzer in seine Herrentrainertaufe geschickt. Ein vorgezogenes Finale sei das Match für ihn nicht, schließlich ständen danach dreizehn weitere Aufgaben an. Da ist er sich mit Wolfgang Wolf einig, der in der Vergangenheit prophezeite: „ Die Meisterschaft wird am letzten Spieltag entschieden.“ An diesem treffen Lok Leipzig und der jetzige Spitzenreiter VSG Altglienicke aufeinander.

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