14. November 2020 / 09:13 Uhr

Vor Spiel gegen 1860: Dynamo Dresdens Coach Kauczinski kündigt Veränderungen an

Vor Spiel gegen 1860: Dynamo Dresdens Coach Kauczinski kündigt Veränderungen an

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Kauczinski
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski versucht sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und von außen aufkommende Unruhe zu ignorieren. © Matthias Rietschel
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Dynamo Dresdens Markus Kauczinski weiß, dass gegen den TSV 1860 München eine deutliche Leistungssteigerung her muss. Gleichzeitig warnt der 50-Jährige vor der Offensivkraft der "Löwen".

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Dresden.„Im Rückspiegel sieht man nicht, was vor einem liegt.“ Davon ist Markus Kauczinski überzeugt. Und deshalb war ihm daran gelegen, das ärgerliche Last-Minute-1:2 in Saarbrücken nach gründlicher Auswertung schnell abzuhaken. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den TSV 1860 München (Sonntag, 14 Uhr) galt es, der Mannschaft wieder Mut zu machen, den Frust beiseite zu schieben.

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„Mit dem letzten Angriff zu verlieren, das tat schon weh“, gab Kauczinski zu, doch die Schwarz-Gelben hätten den Schock im Ludwigspark in der Trainingswoche verdauen können: „Die Jungs sind damit ganz gut umgegangen.“ Er selbst habe versucht, lauter werdende Kritik aus dem Umfeld auszublenden: „Ich muss sagen, dass ich wenig bis gar nichts lese, ich bin auch nicht in sozialen Netzwerken unterwegs“, bekannte der 50-Jährige auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Kick gegen das Spitzenteam aus München-Giesing.

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Der Gelsenkirchener weiß, dass die Dynamo-Profis und er jetzt keine Ablenkung gebrauchen können, die Konzentration allein auf der anstehenden Aufgabe ruhen muss. „Wir treffen auf eine sehr offensivstarke Mannschaft, die vorn mit Sascha Mölders und Stefan Lex gefährliche Leute hat, die ansonsten auch gut eingespielt ist, sich in der 3. Liga bestens auskennt.“

DFB-Pokal-Spiel gegen Darmstadt am 22. Dezember

Gerade beim letzten 6:1 gegen den Halleschen FC habe sie ihre Qualität eindrucksvoll nachgewiesen. „Für uns wird wichtig sein, in beide Richtungen konsequent zu agieren, gut zu verteidigen, aber auch im Spiel nach vorn bessere Wege zu finden, die Räume, die wir besprechen, wirklich auch zu bespielen“, so Kauczinski. Er forderte mehr Mut nach vorn, gleichzeitig aber auch eine gute Verteidigung, konsequentes Nachschieben. „Dass wir hier zu Hause gegen 1860 München einen richtig guten Auftritt hinlegen müssen, das wissen wir – dazu sind wir bereit“, versicherte der Trainer.


Mit vereinzelten Umstellungen gegen die mit den beiden Ex-Dynamos Quirin Moll (29) und Dennis Erdmann (29) anreisenden Münchner ist zu rechnen. „Es wird Veränderungen geben, aber es wird kein Erdrutsch sein“, kündigte Kauczinski an.

Gut möglich ist beispielsweise, dass er den Ex-Ingolstädter Aqyemang Diawusie mal wieder von Beginn an bringt, auch Patrick Weihrauch könnte gegen seinen Ex-Verein anstelle des zuletzt etwas müde wirkenden Marvin Stefaniak mal wieder eine Chance als Spielmacher erhalten. Leute, die darauf brennen zu beweisen, dass sie zuletzt zu Unrecht draußen saßen, kann Kauczinski gut gebrauchen. Vielleicht setzt er im defensiven Mittelfeld sogar mal wieder auf Marco Hartmann: „Er hat sich frisch und richtig fit gezeigt.“ Das DFB-Pokal-Spiel gegen Darmstadt 98 wurde auf den 22. Dezember (20.45 Uhr) terminiert.