24. Februar 2022 / 17:10 Uhr

Vor Spiel gegen Altglienicke: Corona dezimiert Kader des 1. FC Lok Leipzig

Vor Spiel gegen Altglienicke: Corona dezimiert Kader des 1. FC Lok Leipzig

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
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Fassungslosigkeit bei Djamal Ziane: Bei Lok Leipzig fallen einige Spieler aus. © Picture Point
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Beim 0:0 gegen Tennis Borussia Berlin fehlten bereits virusbedingt drei Profis, seit Donnerstag gibt es einen weitern Fall. In den letzten beiden Spielen ließ Lok Leipzig bereits vier Punkte liegen und auch gegen Altglienicke wird es nun nicht einfacher.

Leipzig. Mittwoch früh erreichte Almedin Civa der Anruf seines Kapitäns, dass auch er ausfallen werde. Sascha Pfeffer klagte über Kopfschmerzen, habe Symptome und Verdacht auf eine Corona-Infektion. Der Antreiber und Dirigent des 1. FC Lok Leipzig gesellte sich zu Theo Ogbidi und Osman Atilgan, die bereits mit positivem Test für das Regionalligaspiel am Abend bei TeBe Berlin ausfielen. Zusätzlich musste Civa aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre auf Farid Abderrahmane verzichten.

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„Sie sind nicht umsonst Stammspieler“, verrät Civa nach dem 0:0 den Frust aufgrund der Ausfälle seiner Leistungsträger. Pfeffer, Ogbidi und Abderrahmane steuerten zusammen 36 Tore bei und waren an 65 Prozent der 55 Lok-Buden beteiligt. Ein empfindlicher Ausfall beim zweiten Remis in Folge. „Am Ende war es ein gerechtes 0:0. Mehr war nicht drin“, bilanziert Civa. Zwar erzielte Djamal Ziane ein wohl reguläres Tor. TeBe-Keeper Karl Albers verdribbelte sich, Ziane ackerte mit seinem robusten Körper und stupste die Kugel durch die Beine. Dem Jubel folgte ein Pfiff – Foulspiel. „Das kannst du nicht abpfeifen“, so Civa. Sein Toptorjäger ärgerte sich am MDR-Mikrofon weitaus mehr über das ihm verwehrte 20. Saisontor, sprach Klartext: „Das ist nicht mal beim Schach ein Foul.“

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Der 1. FC Lok Leipzig kommt bei Tennis Borussia Berlin nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig kommt bei Tennis Borussia Berlin nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. ©

Eine weitere coronabedingte Hiobsbotschaft erreichte die Probstheidaer am Donnerstag, ein Kaderspieler habe ebenfalls Symptome und wird am Samstag (14 Uhr, Plache-Stadion) gegen Altglienicke ausfallen. Die Alarmglocken klingeln an der Connewitzer Straße, wo nun noch intensiver auf Abstand und Hygiene geachtet wird. Tests werden ohnehin täglich durchgeführt. Wie bereits im vergangenen Dezember wird Lok trotz Mini-Kader antreten müssen. Laut Verordnung haben die Leipziger genügend spielberechtigte Profis, da keiner verletzt ist.

Für Civa ein Unding. „Als Zweiter ist das bitter.“ Zu früh wird er seine Spieler trotz der Verfolgungsjagd auf den BFC nicht einsetzen – die Gefahr einer Herzmuskelentzündung sei zu groß. „Wir sehen, was bei Jungs in anderen Vereinen passiert, durch den Druck, nach zwei Tagen wieder spielen zu müssen. Es ist die Aufgabe des Trainers zu schützen. Das ist im Sport schrecklich.“ Hoffnung könnte die Partie mit Rumpfkader gegen den BFC spenden. Im Topspiel besiegte Lok den Spitzenreiter 2:1 – auf der Bank saßen zwei Feldspieler. Zudem kehrt Abderrahmane nach seiner Sperre zurück. Nun darf nur keiner mehr am Spieltag morgens anrufen.

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