21. Juni 2021 / 17:33 Uhr

Vor Heim-Finale gegen Nordhorn verspricht Leipzigs Coach Haber: "Ziehen bis zum letzten Tag durch"

Vor Heim-Finale gegen Nordhorn verspricht Leipzigs Coach Haber: "Ziehen bis zum letzten Tag durch"

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
André Haber will mit seinen Jungs noch einmal alles raushauen.
André Haber will mit seinen Jungs noch einmal alles raushauen. © Christian Modla
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Nach fast einem Kalenderjahr endet in dieser Woche die Saison für Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig. Bevor es soweit ist, stehen noch zwei Partien an. Den letzten Heimauftritt legen die Grün-Weißen am Mittwoch gegen die HSG Nordhorn-Lingen hin. Vier Akteure verabschieden sich dann von ihren Fans. 

Leipzig. Die Temperaturen in der Arena versprechen beste Sauna-Atmosphäre und mit dem letzten Gruppenspiel der DFB-Elf bei der Fußball-EM ist die Konkurrenz groß. Dennoch: Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich für ihr letztes Heimspiel viel vorgenommen. Am Mittwochabend empfangen sie die HSG Nordhorn-Lingen (Anwurf 19 Uhr).

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"Alle gehen auf dem Zahnfleisch"

Sportlich bietet die Partie wenig Zündstoff. Die Gäste sind abgestiegen und als Tabellen-18. Außenseiter. Die Hausherren wollen die beste Bundesliga-Saison ihrer Geschichte spielen. Dazu würde der aktuelle Rang sieben reichen. Aber auch Rang sechs, derzeit belegt von der punktgleichen MT Melsungen, ist drin.

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„Wir ziehen bis zum letzten Tag durch, für die Jungs, die sich von uns verabschieden und natürlich für die Zuschauer. Das ist einfach mein Anspruch“, kündigte Coach André Haber am Montag kampflustig an. 2000 Fans dürften dabei sein. Der Club rechnet mit etwa 1500. „Wir werden uns genauso umfangreich vorbereiten wie auf jedes andere Spiel. Es wird dieselben Abläufe geben.“ Eine Ausnahme macht der Trainer der Grün-Weißen allerdings. „Wir werden nicht mehr so hart trainieren.“ Das handbabe auch die Konkurrenz so. „Alle gehen auf dem Zahnfleisch.“ Durchhalten ist angesagt. Bis zum Sonntag. Mit der Partie bei den Recken in Hannover dann endet die Spielzeit.

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Coronabedingt haben die Leipziger eine Mammutsaison in den Knochen. „Wir haben am 1. Juli 2020 mit der Vorbereitung begonnen. Nun ist fast ein ganzes Jahr rum“, so Haber, der ehrlich sagt: „Ich bin immer froh, wenn die Saison rum ist. Nicht, weil ich es nicht gern mache, sondern weil ich es dauernd mache.“ In „normalen“ Jahren steigt das letzte Ligaspiel übrigens Mitte Mai.

Quartett verabschiedet sich

Ein klein wenig ist der DHfK-Coach selbst schuld an der aktuellen Situation. Denn gemeinsam mit seinem Stab hatte er entschieden, sehr früh ins Training einzusteigen, obwohl die Punktspiele erst am 1. Oktober begannen. „Wir wollten uns mit einer sehr langen Vorbereitung optimal auf eine sehr lange Saison einstellen.“ Das habe geklappt. „Wir haben unsere beste Serie im letzten Viertel der längsten Saison gespielt. Das macht mich sehr stolz.“

In den Stolz mischt sich Wehmut, denn am Mittwoch heißt es Abschied nehmen. Für Philipp Weber (SC Magdeburg), Niclas Pieczkowski (GWD Minden), Martin Larsen (Aalborg) und Bastian Roscheck (Ziel unbekannt) ist es die letzte Partie auf heimischem Parkett. „Das sind 25 Jahre DHfK-Geschichte, die uns verlassen. Viele Erfolge sind mit diesen Namen verbunden“, so Haber. „Ich hoffe, dass die Partie den Rahmen hat, den sich die Jungs wünschen.“ Ein Sieg wäre eine gute Voraussetzung.