21. April 2022 / 17:32 Uhr

Vor Start in die Play-offs: Seawolves hoffen auf Rückkehrer gegen Karlsruhe

Vor Start in die Play-offs: Seawolves hoffen auf Rückkehrer gegen Karlsruhe

Sebastian Lindner
Ostsee-Zeitung
Auch wenn er gerne würde: Seawolves-Maskottchen Wolfi wird nicht einspringen können, um den Kader der Rostocker zu vervollständigen.
Auch wenn er gerne würde: Seawolves-Maskottchen Wolfi wird nicht einspringen können, um den Kader der Rostocker zu vervollständigen. © Gunnar Rosenow
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Die Nachwehen des massiven Corona-Ausbruchs im Kader der Seawolves werden die Rostocker auch am Samstag noch spüren. Trotzdem gibt es Hoffnungsschimmer.

Das Warten hat ein Ende: Am Samstagabend (19.30 Uhr) starten die Rostock Seawolves mit dem ersten Spiel der Play-offs in die entscheidende Phase der Saison. Trotz der Schwächung des Teams durch eine massive Corona-Infektion, die das Team und Cheftrainer Christian Held vor zwei Wochen arg in Mitleidenschaft gezogen hat, ist die Vorfreude auf das erste Viertelfinal-Duell bei den Karlsruhe Lions groß.

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Spätestens seit der Niederlage am Dienstag im letzten Hauptrundenspiel, das Rostock gegen die Löwen zu Hause mit 73:80 verloren hat, liegt die Favoritenrolle nicht mehr bei den Wölfen. Sagen sich zumindest die Rostocker. Doch wissen die Basketballer von der Ostsee auch: „Karlsruhe ist wahrscheinlich die Mannschaft, die die wenigsten Leute auf der Rechnung haben, wenn es darum geht, eine Runde weiterzukommen. Die Lions haben nicht den Druck, den wir haben.“ Das sagte Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der Seawolves. „Ohne Corona, hätte ich gesagt, müssen wir die Serie klar für uns entscheiden. Aber jetzt wird sie mehr Zunder bieten als mir lieb ist.“

Hoffnung auf Rückkehrer in den Kader

Auch wenn Klubboss André Jürgens vorab erklärte, Corona dürfe keine Rolle mehr spielen in den Play-offs, werden die Nachwehen des Virus’ durchaus von Bedeutung sein. Am Dienstag fehlten den Seawolves mit Stefan Ilzhöfer, Tyler Nelson und Gabriel de Oliveira drei Spieler komplett, vier weitere, sagte Coach Held, habe die medizinische Abteilung geradeso spielfähig bekommen. „Ich kann nicht einschätzen, wie viele Jungs uns am Samstag zur Verfügung stehen“, so Held, der am Mittwoch seinen auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert hatte. „Aber ich hoffe, es werden mehr sein. Und wenn es wenigstens für ein paar Minuten ist.“

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Beklagen wolle sich in Rostock aber keiner über die Situation. Schließlich habe im Grunde jedes Team der ProA mindestens eine Corona-Phase gehabt, die mit einer deutlichen Schwächung der Leistungsfähigkeit einherging. Allerdings, das gehört auch zur Wahrheit, war wohl nirgendwo der Zeitpunkt für den Ausbruch der Krankheit so ungünstig wie in Rostock. Hoffnungsschimmer gab es zuletzt trotzdem. Am Dienstag punkteten fünf Rostocker zweistellig gegen die Lions, die üblichen Verdächtigen, Nelson und Nijal Pearson, waren nicht darunter. Das ist der Tiefe im Kader der Wölfe zu verdanken.

Held: „Ich erwarte typischen Play-off-Basketball“

„Wir müssen jetzt das Maximum aus der Situation machen“, so Held. Und auch wenn es keiner aussprechen will, ist damit immer noch ein Sieg in Karlsruhe gemeint. „Ich erwarte eine extrem hart umkämpfte und physische Partie, die auch nicht besonders schön sein wird“, sagte der 33-Jährige stattdessen: „Typischen Play-off-Basketball eben.“