26. März 2021 / 18:00 Uhr

Vor Top-Spiel gegen Rostock: Dynamo Dresden feilt noch am Angriffsverhalten

Vor Top-Spiel gegen Rostock: Dynamo Dresden feilt noch am Angriffsverhalten

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Diawusie
Agyemang Diawusie (l. gegen Jenas Lucas Stauffer) konnte am Donnerstag bei Trainer Markus Kauczinski punkten. © Jochen Leimert
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Trotz des 5:0-Kantersieges gegen Carl Zeiss Jena sieht Trainer Markus Kauczinski bei seiner Truppe noch große Reserven, was die Abstimmung in der Offensive anbetrifft. Um am Ostersonntag gegen den Tabellenzweiten aus Rostock bestehen zu können, muss Dynamo Dresden im letzten Drittel des Gegners präziser werden.

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Dresden. Auch wenn sich Dynamo Dresden beim 5:0-Sieg im Test gegen den Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena klar durchsetzte – im Angriffsspiel sieht Trainer Markus Kauczinski mit Blick auf das schwere Heimspiel am Ostersonntag gegen Hansa Rostock noch Handlungsbedarf. Denn die fünf Treffer gegen die seit Monaten vom Spielbetrieb abgeschnittenen Thüringer können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schwarz-Gelben in den letzten beiden Pflichtpartien ihr Potenzial im Spiel nach vorn nicht ausschöpfen konnten.

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Besonders beim 0:1 am Montagabend bei 1860 München tat sich der Drittliga-Spitzenreiter über weite Phasen der Begegnung schwer damit, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Aber auch zuvor beim 1:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden war der tolle Angriffsschwung, der zum Siegtor durch Pascal Sohm führte (12.), schon nach gut 20 Minuten abgeebbt. Gegen die starken Rostocker wird das Dynamo nicht reichen, wenn Platz eins nach den Feiertagen noch im Besitz der Dresdner sein soll.

DURCHKLICKEN: Einige Bilder zum Testspiel von Dynamo Dresden gegen Jena

Niklas Kreuzer dringt in den Strafraum der Jenaer ein und schlägt eine Flanke in die Mitte, wo Luka Stor wartet. Zur Galerie
Niklas Kreuzer dringt in den Strafraum der Jenaer ein und schlägt eine Flanke in die Mitte, wo Luka Stor wartet. ©

So hat Kauczinski nach einem freien Wochenende für den kommenden Montag festgelegt, dass er mit der Mannschaft speziell am Angriffsverhalten feilen will, um die Defizite von München zu beheben: „Wir haben viele Angriffe liegen lassen. Wir haben kein schlechtes Spiel abgeliefert, aber in entscheidenden Momenten nicht alles gut gemacht. Ich habe 20, 30 Angriffe zusammengeschnitten, wo man immer so im Halbraum ist, flankt, wir nicht gut ein- und anlaufen. Dann kommt die Flanke nicht. Wir hätten viel mehr Chancen aus diesen Situationen rausholen müssen. Das haben wir nicht gemacht.“ Dort gelte es jetzt, noch einmal schwerpunktmäßig an der Abstimmung zu arbeiten. Im letzten Drittel des Gegners müsse Dynamo präziser werden.

Chris Löwe wieder dabei

Dass sich beim Test gegen Jena Offensivkräfte der zweiten Reihe mit guten Szenen und Toren aufdrängten und den Konkurrenzkampf anheizten, das ist dem Trainer auch ganz recht. So registrierte er mit Wohlwollen, dass mit Marvin Stefaniak, Luka Stor, zweimal Agyemang Diawusie und Panagiotis Vlachodimos vier Offensivleute die fünf Tore erzielten. Besonders Diawusie – diesmal als Spitze neben Stor aufgeboten – zeigte sich zielstrebig und effizient, bereitete er doch auch noch Stors Tor vor. Kauczinski machte dem Ex-Ingolstädter Hoffnung, dass er in der 3. Liga noch Einsatzzeit bekommt. In solchen Freundschaftsspielen könne man sich durchaus empfehlen: „Das letzte Testspiel, das wir intern gemacht haben, hat Luka Stor so ein bisschen genutzt – da hat er den Sprung in die Mannschaft geschafft. Warum soll das bei ,Agy’ nicht so sein? Dafür sind solche Spiele doch da.“

Da sind sie auch für Profis, die nach Verletzungspause wieder im Aufbau stecken. Chris Löwe genoss es, mal wieder mit den Kameraden unter wettkampfähnlichen Bedingungen zu kicken. „Es war schön – der nächste Schritt, um wieder näher an die Mannschaft heranzukommen. Nach so einer langen Zeit, die man nicht dabei war, weiß man das noch ein Stück weit mehr zu schätzen, wenn man wieder dabei sein kann“, sagte der Vogtländer. Fußballerisch sei er im Training recht schnell wieder reingekommen, aber an der Spielfitness fehle es ihm noch. Da habe die Partie gegen Jena sehr geholfen: „So ein Spiel kannst du nicht simulieren. Die Fitness holst du dir nur durch den Wettkampf – da habe ich heute den nächsten Schritt gemacht“, freute sich Löwe nach dem Abpfiff am Donnerstag. Und er fügte an: „Wir werden jetzt weiterarbeiten und sehen, ob es noch zu einem Liga-Einsatz in dieser Saison reicht.“