14. Oktober 2021 / 18:19 Uhr

Vor Turbine-Spiel in Sand: Sofian Chahed lässt die T-Frage offen

Vor Turbine-Spiel in Sand: Sofian Chahed lässt die T-Frage offen

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Sofian Chahed, Trainer des 1. FFC Turbine Potsdam, sieht seine beiden Torhüterinnen auf Augenhöhe.
Sofian Chahed, Trainer des 1. FFC Turbine Potsdam, sieht seine beiden Torhüterinnen "auf Augenhöhe". © imago images/Matthias Koch
Anzeige

Frauen-Bundesliga: Der 1. FFC Turbine Potsdam will seine kleine Erfolgsserie beim SC Sand fortsetzen. Aber mit welcher Keeperin zwischen den Pfosten? Der Trainer lässt sich nicht in die Karten schauen.

Zwei Siege in Folge haben die Bundesliga-Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam zuletzt eingefahren – nur im Klassement stellt sich dieser Positivtrend noch nicht ein. Die Elf von Trainer Sofian Chahed tritt auf der Stelle, liegt unverändert auf dem 6. Rang. Tabellenmittelfeld statt Kampf um einen Champions League-Platz. „Wir wollen ins obere Drittel“, versichert Chahed. Der Blick geht nach oben. Damit das gelingt, soll die kleine Turbine-Erfolgsserie am Sonntag (13 Uhr/live bei MagentaSport) beim Tabellenzehnten SC Sand fortgeführt werden.

Anzeige

„Es wäre extrem wichtig, diese Serie fortzusetzen. Wir wollen unsere Hausaufgaben machen, gerade gegen die vermeintlich kleinen Gegner“, sagt der Potsdamer Trainer, der seine Mannschaft zuletzt im Spiel gegen den Letzten aus Bremen (5:0) ordentlich umgekrempelt hat. Dass es auch im 2000-Einwohner-Örtchen Sand (Baden-Württemberg) wieder Veränderungen geben wird, möchte Chahed nicht ausschließen. „Grundsätzlich haben wir aber Vertrauen in die Spielerinnen, die das letzte Woche in der ersten Halbzeit ja ordentlich gemacht haben“, betont der 38-jährige Chefcoach. „Wir müssen aber abwarten, ob wir verletzungsbedingt alle mitnehmen können.“ Ein Fragezeichen stehe etwa hinter dem Einsatz der Dänin Karen Holmgaard.

Turbine Potsdam schießt Schlusslicht Werder Bremen ab

Turbine Potsdam gewinnt durch Tore von Nina Ehegötz (2), Sophie Weidauer, Gina Chmielinski und Selina Cerci vor 1274 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion mit 5:0 (4:0) gegen Bundesliga-Schlusslicht Werder Bremen. Potsdams Coach Sofian Chahed veränderte seine Startelf dabei im Vergleich zur Vorwoche gleich auf sieben Positionen. Zur Galerie
Turbine Potsdam gewinnt durch Tore von Nina Ehegötz (2), Sophie Weidauer, Gina Chmielinski und Selina Cerci vor 1274 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion mit 5:0 (4:0) gegen Bundesliga-Schlusslicht Werder Bremen. Potsdams Coach Sofian Chahed veränderte seine Startelf dabei im Vergleich zur Vorwoche gleich auf sieben Positionen. © Saskia Nafe

In die Karten schauen lassen will sich Sofian Chahed auch in der Torwartfrage nicht. Wer wird in Sand zwischen den Turbine-Pfosten stehen? Vanessa Fischer, Eigengewächs und zu Saisonbeginn die etatmäßige Nummer eins, oder Anna Wellmann, die ihre Einsatzchancen im DFB-Pokal und zuletzt gegen Bremen bekommen hatte? „Wir werden sehen“, gibt sich der Coach diplomatisch, „auf jeden Fall kennen wir jetzt die Qualitäten von beiden.“ Zuletzt hatte Chahed betont, beide Torhüterinnen würden sich „auf Augenhöhe“ bewegen.

Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, ein Sieg beim noch sieglosen SCS sei „eigentlich Pflicht“, bemerkt der Potsdamer Trainer – wohlwissend, dass die Hürde höher ist als zuletzt gegen harmlose Bremerinnen. „Ich schätze Sand stärker ein. Sie spielen ab und zu ein sehr hohes Angriffspressing, ziehen sich manchmal aber auch weit zurück“, hat Chahed beobachtet. Eine „stabile Defensive“ attestiert er den Spielerinnen von der französischen Grenze, es klemmt hingegen im Angriff. Nur ein mageres Tor hat die Mannschaft von Coach Matthias Frieböse bislang erzielt. „Wir haben mehr Qualität, aber wir müssen sie am Sonntag auch auf den Platz bringen“, fordert Chahed. Das heißt: geduldig spielen, Lösungen suchen, zügig Richtung gegnerisches Tor, wenn sich die Lücke bietet. So soll es klappen mit drei Punkten und den ersten Stufen auf der Tabellenleiter.