15. April 2019 / 14:10 Uhr

Vor über 200 Zuschauern: Miersdorf/Zeuthen gewinnt Derby in Wildau

Vor über 200 Zuschauern: Miersdorf/Zeuthen gewinnt Derby in Wildau

Udo Pütsch
Märkische Allgemeine Zeitung
Vor über 200 Zuschauern gewinnt Miersdorf/Zeuthen das Derby gegen Phönix Wildau.
Vor über 200 Zuschauern gewinnt Miersdorf/Zeuthen das Derby gegen Phönix Wildau. © Udo Pütsch
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Landesliga Süd: Der Tabellenführer siegt bei der SG Phönix mit 4:0 und verteidigt den Vorsprung auf die Verfolger.

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Das Fazit von Alexander Schröder fiel nüchtern und sachlich aus, als das Duell vorbei war. „Von unserer Seite war es kein glanzvoller Auftritt, aber da Wildau über die gesamte Spielzeit sehr passiv agierte und lediglich auf Schadensbegrenzung aus war“, befand der Trainer des SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen, „war es am Ende ein völlig verdienter Sieg in einem Derby, das nie wirklich eins war.“

Zuvor war dem SCEMZ in der Fußball-Landesliga Süd im Nachbarschaftsduell, das nie richtigen Derby-Charakter versprühte, ein müheloser 4:0 (2:0)-Auswärtserfolg bei der SG Phönix Wildau gelungen. Spitzenreiter Eintracht hat durch den Sieg am Sonnabendnachmittag vor der stattlichen Kulisse von 244 Zuschauern weiterhin sieben Zähler Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den Breesener SV Guben Nord.

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Die Wildauer Gastgeber gingen im heimischen Otto-Franke-Stadion in den Anfangsminuten couragiert in die Begegnung, doch mehr als ein Distanzschuss und ein Eckball sprangen dabei nicht heraus. Es wurde schnell offensichtlich, dass dem Phönix-Team das spielerische Potenzial an diesem Tage fehlte, um den Tabellenführer ernsthaft vor Probleme zu stellen. Die Eintracht wartete dagegen mit den klareren Aktionen auf, etwa als Niklas Goslinowski ein Zuspiel an der Strafraumgrenze einfach auf Timo Westphal prallen ließ, der sich mit einem präzisen Flachschuss in das rechte untere Eck bedankte und das 1:0 erzielte (11.).

Wildau zeigte sich fortan sichtlich verunsichert, die Eintracht wartete auf Fehler der Gastgeber, um dann schnelle Gegenstöße zu starten. So hatte Nils Reichardt eine Möglichkeit zur Resultatserhöhung, als aber nach einem Pressschlag der Ball Niklas Goslinowski vor die Füße fiel, schien das 2:0 nur noch Formsache. Doch schob der Miersdorfer Angreifer das Leder sowohl an Keeper Nils Alexander als auch am Tor vorbei. Doch im direkten Anschluss verdiente sich Wildaus Schlussmann den Assist zum zweiten Eintracht-Treffer, indem er den Abstoß zentral Goslinowski auf den Fuß spielte, der sich diese Gelegenheit diesmal nicht entgehen ließ und auf 2:0 erhöhte (30.).

Die Gäste hatten das Spiel unter Kontrolle, Phönix fehlten nun der Mut und die spielerische Genauigkeit, um ernsthaft für Gegenwehr zu sorgen. Angesichts der Fehlerquote im Spielaufbau meinte ein Wildauer Anhänger enttäuscht und sarkastisch: „Wildau geht auf’s Dritte.“

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Maxim Romanovski vom Ludwigsfelder FC ist nach einer vergebenen Torchance fassungslos. Zur Galerie
Maxim Romanovski vom Ludwigsfelder FC ist nach einer vergebenen Torchance fassungslos. © Julius Frick
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Die Begegnung änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Es gab wenig, woran sich die Zuschauer erwärmen konnten. Die Eintracht beherrschte das Spiel, ohne dabei die letzte Konsequenz zu entfachen. Als Jonas Romrig mit einem straffen Schuss von der halblinken Position Torhüter Alexander prüfte, kam dieser zwar noch an den Ball, konnte ihn aber nicht festhalten und es stand 3:0 (55.).

Kurz darauf entschärfte der Phönix-Keeper dann einen Schuss von Nils Reichardt. Die Miersdorfer Hintermannschaft verlebte einen ruhigen Nachmittag und es dauerte bis zur 66. Minute, ehe die Gastgeber ihre erste nennenswerte Torgelegenheit verbuchen konnten, doch Simon Bolduan schob das Spielgerät am linken Pfosten vorbei. Das nächste Highlight setzte dann erneut Nils Reichardt. Bei seinem energischen Antritt sah Wildaus Abwehr nur noch die Rücklichter, Eintrachts Angreifer behielt den Kopf oben und servierte das Leder mit einem feinen Pass parallel zur Torlinie seinem Kapitän Jan Wolter, der nur noch den Fuß am langen Pfosten hinhalten musste, um auf 4:0 zu stellen.

Fünf Minuten vor Schluss dann doch noch eine Situation, in der auf Eintracht-Seite Schlussmann Peka etwas für seine persönliche Statistik tun musste. Bei einem scharfen und gefährlichen Freistoß von Björn Müller hatte er gedankenschnell die Fäuste oben und sorgte dafür, dass bei den Gastgebern die Null auf der Anzeigetafel stehen blieb.

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