04. Mai 2021 / 11:35 Uhr

Vor zehn Jahren: Bei Chemie Premnitz hat alles gepasst

Vor zehn Jahren: Bei Chemie Premnitz hat alles gepasst

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Chemie macht den Aufstieg klar: So titelte die MAZ am 16. Mai 2011, nachdem den Premnitzer Fußballern ein 0:0 in Friesack genügte.
"Chemie macht den Aufstieg klar": So titelte die MAZ am 16. Mai 2011, nachdem den Premnitzer Fußballern ein 0:0 in Friesack genügte. © MAZ-Archiv
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Landesliga Nord: Die Westhavelländer sind vor einer Dekade in die Landesliga aufgestiegen.

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Ein 0:0 in Friesack war im Endeffekt der letzte Baustein: Vor zehn Jahren machten die Fußballer des TSV Chemie Premnitz mit einer Punkteteilung in der Fliederstadt den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Brandenburgs klar. Am Ende war es eine Saison der Superlative für den TSV Chemie, musste sich das Team des damaligen Spielertrainers Mario Rotter nur zweimal in Nauen und beim SV Falkensee-Finkenkrug II geschlagen geben. Seitdem haben sich die Chemiker in der Landesliga etabliert, ist nur der SC Oberhavel Velten noch länger durchgängig in dieser Liga dabei.

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Damals wie auch heute kickte Konstantin Gäde für die Premnitzer. „Bei uns hat damals alles gepasst. Wir haben Spiele gewonnen, die wir in den Jahren davor nicht gewonnen haben. Wir waren einfach sehr konstant“, erinnert sich der Premnitzer Kapitän. Unter anderem setzten sich die Chemiker nach einem 0:3-Rückstand mit 4:3 in Pritzwalk durch oder drehten das Spiel gegen den SV Empor Schenkenberg in der Schlussphase zu einem 2:1-Erfolg. „In den Jahren davor waren wir auch immer oben dabei, hatten mit den Kuckuck Kickers oder dem Schönwalder SV aber auch Übermannschaften in der Liga, an die wir nicht heran kamen“, sagt Gäde, für den der Aufstieg schon mit einigem Vorlauf in die Wege geleitet worden war.

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Unter Trainer Uwe Schulz hatte der TSV Chemie einige Jahre zuvor einen Umbruch in Gang gesetzt, bekamen viele junge Eigengewächse ihre Chance. „Davon haben wir 2011 profitiert. Im Kader waren mit mir, Marian Kause, Björn Stuhlmacher oder Sebastian Kremp einige Eigengewächse. Außerdem kamen richtig gute junge Spieler aus dem Brandenburger Raum dazu“, erzählt der 33-Jährige. Neben ihm waren aus dem aktuellen Kader auch Christian Freidank und Sascha Weser schon beim Aufstieg dabei gewesen. Und auch der heutige sportliche Leiter Sebastian Kaiser gehörte zu den damaligen Leistungsträgern. „Wir waren im Schnitt sehr jung und hatten mit Mario Rotter, Lars Posorski und Guido Block aber auch wichtige Routiniers im Team, die uns geführt haben“, erzählt Konstantin Gäde.

Gäde: "In meinem Alter schaut man von Saison zu Saison"

Chemie war damals mit dem klaren Ziel Aufstieg in die Spielzeit gegangen. „Wir hatten uns Stück für Stück herangetastet. Deshalb war das Ziel in diesem Jahr auch klar“, so der Chemie-Spielführer, für den es in seiner Laufbahn sicherlich der größte sportliche Erfolg war. „Klar, die Landesliga-Jahre waren auch fast durchgängig gut. Aber in dieser Saison hatten wir etwas zu feiern, das macht es einmalig“, so Gäde, der findet, dass sich sein Verein in den letzten Jahren immer weiter entwickelt hat. „Wir hatten auch eine Saison, in der wir knallhart gegen den Abstieg gespielt haben, aber auch das hat Spaß gemacht. Meistens waren wir aber oben dabei. Und wenn ich sehe, wie sich die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren entwickelt hat und was wir mit zahlreichen Sponsoren im Umfeld aufgebaut haben, dann kann man schon stolz darauf sein“, schätzt Gäde ein.

Wie lange er noch für die Premnitzer auflaufen möchte, weiß Gäde noch nicht. „Ganz ehrlich: In meinem Alter schaut man von Saison zu Saison. Aktuell fühle ich mich gut, mache das aber auch immer von meinem Fitness-Zustand abhängig und wie die Stimmung in der Mannschaft ist“, sagt der Premnitzer Leitwolf. Aktuell sei es wieder eine richtig gute Gruppe und vor allem beim Premnitzer Kapitän ist der Ehrgeiz durch Corona wieder richtig geweckt worden. Das wird auch wichtig sein, wenn die Chemiker in ihrer elften Landesliga-Saison wieder eine gute Rolle spielen wollen.