08. Mai 2022 / 18:00 Uhr

Vorentscheidung in der Landesklasse: Radefeld nun mit neun Punkten Vorsprung

Vorentscheidung in der Landesklasse: Radefeld nun mit neun Punkten Vorsprung

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Der Radefelder SV steht fest an der Tabellenspitze der Landesklasse Nord. © imago images/GEPA pictures
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Sämtliche Konkurrenten lassen Federn, teils völlig überraschend. Dennoch ist Radefelds Coach nicht vollumfänglich zufrieden.

Der Radefelder SV stürmt der Meisterschaft in der Fußball-Landesklasse Nord entgegen. Einerseits weil die Mannschaft von Kai-Uwe Ziegler am Sonnabend 3:1 (2:0) beim SV Liebertwolkwitz gewann, andererseits weil die versammelte Konkurrenz Feder ließ. Lipsia Eutritzsch verlor völlig überraschend gegen Delitzsch, Krostitz bezwang Zwenkau und Rotation Leipzig kam am Sonntag gegen Torgau nur zu einem 2:2. Damit hat der RSV fünf Spieltage vor Saisonende neun Zähler Vorsprung auf Lipsia als ersten Verfolger.

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Dennoch mahnt der Coach: „Wir sind noch nicht durch, müssen weiter arbeiten, zumal wir auch einige Verletzungsprobleme haben. Wir dürfen nicht nachlassen.“ Eine gewisse Nachlässigkeit erlaubten sich seine Schäfchen auch in Liebertwolkwitz. Mit der 2:0 Führung im Rücken – ein Doppelpack von Pfeil Steven Hache, der zweimal steil ging und einnetzte (7., 22.) sank zwischendurch der Intensitätspegel. Prompt verkürzte Maximilian Katzschner (56.).

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Tor und Gesamt-Gemengelage brachten Ziegler auf die Dattelpalme. „Wir haben die Chance, den Ball zu klären, sind aber nicht resolut genug und fangen uns dann so ein unnötiges Ding. Dabei hätte es zu dem Zeitpunkt längst vier oder fünf zu null stehen können. Stattdessen nehmen wir es zu leicht und bauen den Gegner auf.“

Für weiteren Unmut sorgte ein von Markus Richter vergebener Elfmeter (70.), der die Situation schnell wieder entspannt hätte. Zuvor war Hache von den Beinen geholt worden. Den Puls des Trainers senkte schließlich Patrick Böhme mit dem 1:3 – in klassischer Mittelstürmer-Manier, aus dem Gewühl, „mit irgendeinem Körperteil“, wie Ziegler erklärte und zugab. „Das war ein glückliches Tor.“ Sei’s drum, der Sieg war eingetütet – und der Weg zur Meisterschaft wird so langsam zu einer Schnellstraße für Radefeld.

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Radefelder SV: Friedrich; Kaiser, Hache, Eschholz, Salomo, Böhme (90.+1 Lerz), Choschnau, Kästner, Farkas (74. A. Müller), Richter, Barofke (87. Flöth).

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