13. Mai 2022 / 11:56 Uhr

Vorfreude und Überraschung: Berichte zu Lewandowski-Wechsel beherrschen Presse in Spanien und Polen

Vorfreude und Überraschung: Berichte zu Lewandowski-Wechsel beherrschen Presse in Spanien und Polen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski steht beim FC Bayern offenbar vor dem Absprung.
Robert Lewandowski steht beim FC Bayern offenbar vor dem Absprung. © IMAGO/Sven Simon
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Die Berichte über die Entscheidung von Robert Lewandowski, den FC Bayern spätestens 2023 zu verlassen, sorgen vor allem in seiner Heimat Polen und Spanien, dem Land seines möglichen neuen Klubs für mediales Aufsehen. 

Die jüngsten Berichte aus Deutschland über die angeblich anstehende Trennung von Robert Lewandowski und dem FC Bayern München im Sommer haben in Barcelona viel Freude ausgelöst. Man hofft in der spanischen Metropole nun mehr denn je auf einen Wechsel des Polen zum FC Barcelona. "Die Tür ist offen", titelte am Freitag die katalanische Fachzeitung Mundo Deportivo. Das Konkurrenzblatt Sport schrieb: "Lewandowski beginnt, Barça näher zu kommen." Der Stürmer würde auch mit bald 34 das Team von Trainer Xavi im Angriff "deutlich verstärken“, analysiert Sport.

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„Dies ist zweifelsohne die Nachricht des Monats“, schrieb die polnische Zeitung Przeglad Sportowy am Freitag. Allerdings sei die Zukunft Lewandowskis im Moment "eine große Unbekannte. Denn niemand weiß, wie die Bayern-Führung reagieren wird. Für (Oliver) Kahn und (Hasan) Salihamidžić ist es zweifelsohne ein Imageschaden, für Trainer Julian Nagelsmann ein sportlicher Verlust." Man könne einen Spieler, "der 50 Tore pro Saison schießt, nicht einfach ersetzen. Das ist einfach unrealistisch, wie das Beispiel von Messi zeigt, der bei Barcelona überragend war und bei PSG nur Durchschnitt ist.“

Lewandowski wolle seine Karriere beim FC Barcelona beenden und den Klub wieder in die europäische Spitze zurückführen, versicherte Mundo Deportivo. Und in Spanien ist es kein Geheimnis, dass Trainer Xavi auf Verstärkungen und in erster Linie auf "Lewa" setzt, um kommende Saison den neuen spanischen Meister Real Madrid herauszufordern und zum ersten Mal nach 2019 wieder den Titel in der Primera División zu holen. Man sei in Barcelona davon überzeugt, dass der Stürmer "noch drei Jahre auf Topniveau" spielen kann.

Wenn es mit dem Transfer klappt, würden mit Lewandowski, Ousmane Dembélé und Pierre-Erick Aubameyang gleich drei Ex-Dortmunder für Barcelona auf Torjagd gehen. Doch es gibt ein Problem: Der katalanische Klub ist nicht nur sportlich, sondern mit Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro auch finanziell schwer angeschlagen. Geld, um Lewandowski zu holen, sei noch nicht da, betonen Mundo Deportivo und Sport unisono. Um teure Transfers bezahlen und vor allem um die Ligaregeln für die Gesamtsumme der Gehälter einhalten zu können, müssten mehrere Spieler verkauft werden, heißt es.

Barcelona-Trainer Xavi kommentiert Transferpläne

"Es ist nicht einfach", hatte Xavi bezüglich der Finanzmisere und der dringend benötigten Verstärkungen jüngst eingeräumt. Ein erster, wichtiger Schritt wurde aber am Donnerstagabend getan: Der an Aston Villa ausgeliehene brasilianische Nationalspieler Philippe Coutinho wechselt für 20 Millionen Euro endgültig zum Premier-League-Verein.

Wie Sport am Freitag schrieb, wollen die Katalanen vor allem mit Frenkie de Jong große Kasse machen. Man hoffe, den Niederländer für mindestens 100 Millionen Euro transferieren zu können. Sogar ein Transfer von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen sei nicht ausgeschlossen, "wenn gute Angebote kommen", heißt es in Barcelona.


In Polen heißt es zu Lewandowski: "Was wir nicht wissen, ist, wann er die Bundesliga verlassen wird. Für die Deutschen wird es ein großer Verlust sein, und für uns die Gelegenheit, die Leistungen unseres besten Spielers in einem neuen Trikot zu erleben", kommentierte Przeglad Sportowy.