29. Juli 2020 / 14:05 Uhr

Vorläufige Einteilung der Fußball-Landesligen

Vorläufige Einteilung der Fußball-Landesligen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FC Kilia Kiel gegen den TSV Stein - im letzten Jahr trafen beide Teams in der Fußball-Verbandsliga Ost aufeinander. In der kommenden Saison sollen sich beide Teams nun in der Landesliga Mitte begegnen.
FC Kilia Kiel gegen den TSV Stein - im letzten Jahr trafen beide Teams in der Fußball-Verbandsliga Ost aufeinander. In der kommenden Saison sollen sich beide Teams nun in der Landesliga Mitte begegnen. © Uwe Paesler
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Auf drei statt der bisherigen zwei Ligen verteilen sollen sich zukünftig die Fußball-Landesligisten in Schleswig-Holstein. Neben den Landesligen Schleswig und Holstein soll es zukünftig nun auch noch eine Landesliga Mitte geben.

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Und diese Teams sollen in den jeweiligen Spielklassen vertreten sein:

Landesliga Schleswig: TSV Rantrum, TuS Rotenhof, Büdelsdorfer TSV, TuS Collegia Jübek, TSV Kropp, IF Stjernen Flensborg, TSV Nordmark Satrup, TSV Friedrichsberg-Busdorf, MTV Tellingstedt, BSC Brunsbüttel, SG Geest 05.

Landesliga Mitte: TSV Stein, VfR Neumünster, SV Tungendorf, FC Kilia Kiel, Heikendorfer SV, SVE Comet Kiel, SpVg Eidertal Molfsee, TSV Klausdorf, MTSV Hohenwestedt, TuS Jevenstedt, Osterrönfelder TSV, Gettorfer SC.

Landesliga Holstein: TSV Travemünde, Eichholzer SV, SV Eichede II, Sereetzer SV, Büchen-Siebeneichener SV, SV Grün-Weiß Siebenbäumen, Breitenfelder SV, SSC Phoenix Kisdorf, SV Henstedt-Ulzburg, TuS Hartenholm, TSV Lägerdorf.

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Das sagen die Trainer, Akteure, Spieler und die Verantwortlichen der Teams:

Durchweg positive Resonanz erzielte die geplante Einteilung bei den Teams der vorgesehen Landesliga Mitte. „Man konnte das so erwarten. Die vielen Derbys schocken natürlich“, erklärte Kilias Trainer Steve Frank. Auch Kristof Schneider vom Mitaufsteiger TSV Stein ist mit dem angedachten Konzept absolut glücklich und freut sich auf “entspannte Fahrten“, da seinem Team weite Reisen erspart bleiben.

Auch Steins Torjäger Timo Federwisch blickt zuversichtlich auf die bevorstehende Punktrunde. „Die Lösung der Einteilung finde ich richtig gut. Wir können in dieser Staffel einige Mannschaften gut einschätzen und wissen, was auf uns zukommt. Viele Teams wie Gettorf, Osterrönfeld und Heikendorf kennen wir. Mit Hohenwestedt und Jevenstedt haben wir auch zwei Exoten dabei, sodass die Liga sehr ausgeglichen und zugleich spannend wirkt. Nach Kilia Kiel und dem VfR Neumünster sehe ich die anderen Mannschaften ziemlich auf Augenhöhe. Die Liga ist für uns eine sehr gute Lösung und ich denke, wir können sportlich gut bestehen. Erst einmal wäre es jedoch schön, wenn wir wieder normal gegen den Ball treten können. Da muss der SHFV sich etwas einfallen lassen, dass man auch wieder im Wettkampfmodus agieren kann", so der 34-Jährige.

Und auch beim Gettorfer SC und beim SV Tungendorf wird die angestrebte Einteilung positiv bewertet. „Ich habe mir schon gedacht, dass wir in dieser Staffel landen. Es ist für mich definitiv die stärkste Landesliga, die es bisher gab. Ich freu mich jedenfalls auf die Herausforderungen und die neuen Sportplätze, die man jetzt mal sieht. Außerdem spiele ich gegen viele Freunde und alte Mannschaftskollegen“, konstatiert Yannick Wolf, Torjäger vom Gettorfer SC. „Unsere Befürchtungen, in die Staffel Holstein zu rutschen, sind zum Glück nicht bestätigt worden. Von den Entfernungen ist es die perfekte Liga mit vielen bekannten Mannschaften aus der näheren Umgebung. Die Staffel wirkt recht ausgeglichen, wenn man sich die beiden Tabellen aus dem letzten Jahr anschaut“, sagt SV Tungendorfs Trainer Thilo Becker. „Ich hoffe, dass die Staffel für viele Zuschauer attraktiv ist“, ergänzt SVT-Co-Trainer Nils Voss. "Wir haben auf jeden Fall nicht die schwächste Liga bekommen. Dafür sind es viele attraktive Gegner gerade aus dem Kieler Raum. Ich bin gespannt und wir freuen uns drauf", so SVT-Mittelfeldakteur Dennis Buthmann, der seinem Team mehrere Wochen verletzungsbedingt (Meniskusriss) fehlen wird.

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. Zur Galerie
Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. ©

Absolut zufrieden mit der Staffeleinteilung ist auch Mark Hungerecker, Trainer des SVE Comet Kiel. "In meinen Augen ist dies definitiv die stärkste Landesliga. Mit Kilia haben wir zwar einen absoluten Favoriten in der Liga, aber auch den Reiz zahlreicher toller Derbys. Das sollte auf jeden Fall auch für die Zuschauer interessant werden. Ich denke, dass bei dieser Einteilung alles passieren kann. Man muss schon aufpassen, dass man gut aus den Startlöchern kommt. Von den Spielen her, jagt jedenfalls ein Knaller den Nächsten", sagt der 38-Jährige.

Von Jan-Claas Harder und Andrè Haase