12. November 2019 / 21:51 Uhr

Vorm Hammer-Doppel gegen die Bayern: VfL-Star Harder schießt sich schon warm

Vorm Hammer-Doppel gegen die Bayern: VfL-Star Harder schießt sich schon warm

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
In Torlaune: VfL-Star Pernille Harder, Führende der Bundesliga-Torschützinnenliste, traf am Dienstag dreimal für Dänemark.
In Torlaune: VfL-Star Pernille Harder, Führende der Bundesliga-Torschützinnenliste, traf am Dienstag dreimal für Dänemark. © Boris Baschin
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Die besten besten deutschen Frauenfußball-Teams der letzten Jahren treffen jetzt zweimal aufeinander: Am Samstag heißt es im DFB-Pokal FC Bayern gegen VfL Wolfsburg, eine Woche später in der Liga Wolfsburg gegen Bayern. VfL-Star Pernille Harder hat sich in der EM-Qualifikation schon einmal warmgeschossen.

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Nach der Länderspielpause ist vor dem Bayern-Doppel: Den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg stehen nach der Rückkehr von ihren jeweiligen Nationalmannschaften die wichtigsten Spiele der Hinrunde bevor. Gleich zweimal geht es gegen den großen Rivalen FC Bayern – am Samstag (14 Uhr, BR und NDR übertragen live) in München im Achtelfinale des DFB-Pokals, eine Woche später beim Bundesliga-Spitzenspiel (13 Uhr) im Wolfsburger AOK-Stadion.

Schon nach der Auslosung der Pokalrunde sprach VfL-Trainer Stephan Lerch von einer „besonderen Brisanz“, die diese zwei Hammer-Spiele in so kurzer Zeit mit sich bringen, fügte aber hinzu, dass „wir selbstbewusst genug sind, um uns zu diesem frühen Zeitpunkt gegen den FC Bayern durchzusetzen.“

Bayern gegen Wolfsburg ist für den Frauenfußball das, was Bayern gegen Dortmund für den Männerfußball ist – das Duell zweier Top-Teams, die seit Jahren Titel-Konkurrenten sind. Der große Unterschied: Anders als bei den Männer hatten die Bayern hier zuletzt das Nachsehen. Nachdem der FCB 2015 und 2016 den Meistertitel geholt hatte, wurde er anschließend dreimal in Folge Vizemeister – jeweils hinter dem VfL.

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Auch im Pokal spricht die Bilanz ganz klar für den amtierenden Double-Gewinner: In bereits sechs Aufeinandertreffen im Pokal siegten die Wolfsburgerinnen fünf Mal, die letzte Pokal-Niederlage gegen die Münchnerinnen liegt dabei schon 14 Jahre zurück. Am 6. November 2005 unterlag der VfL mit 2:4 im Achtelfinale.

Das letzte K.o.-Duell gab es im vergangenen März, als sich der VfL im Halbfinale klar mit 4:0 in München durchsetzte, Caroline Hansen (jetzt Barcelona), Ewa Pajor und Pernille Harder (2) trafen. Das einzige Finale zwischen beiden Teams gewann der VfL 2018 im Elfmeterschießen.

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Gepostet von VfL Wolfsburg Frauenfußball am Freitag, 1. November 2019
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Der Unterschied zu vielen Duellen der Vergangenheit: Auf dem Papier ist der VfL diesmal eindeutig Favorit. Denn die Bayern haben unter Neu-Trainer Jens Scheuer ungewohnte Schwächen gezeigt, in der Liga schon zwei völlig überraschende Niederlagen kassiert (1:2 gegen Leverkusen, 0:1 in Hoffenheim) und stehen hinter Wolfsburg und Hoffenheim nur auf Rang drei.

Die Wolfsburgerinnen dagegen bleiben derweil das Nonplusultra im deutschen Frauenfußball, sind wettbewerbsübergreifend weiterhin ungeschlagen. Harder führt mit zwölf Toren die Bundesliga-Torjägerinnenliste an und schoss sich in der EM-Qualifikation bereits warm für Bayern, steuerte am Dienstagabend beim 14:0-Erfolg der Däninnen gegen Georgien in Gruppe B einen Dreierpack bei. Ihre Wolfsburger Offensiv-Kollegin Ewa Pajor startete mit Polen mit einem torlosen Unentschieden gegen Spanien in die Qualifikation, VfLerin Claudia Neto traf per Elfmeter beim 1:1 Portugals gegen Finnland.

Siege in ihren EM-Qualifikationsspielen feierten am Dienstagabend auch drei weitere VfLerinnen: Zsanett Jakabfi mit Ungarn (erzielte den Führungstreffer beim 4:0) gegen Lettland), Dominique Bloodworth mit den Niederlanden (4:1 gegen Slowenien) und Noelle Maritz mit der Schweiz (6:0 gegen Rumänien).