25. Juni 2020 / 13:58 Uhr

Vorm Saisonfinale gegen Bayern: VfL bangt um Schlager-Einsatz

Vorm Saisonfinale gegen Bayern: VfL bangt um Schlager-Einsatz

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburgs Mittelfeld-Österreicher Schlager droht gegen Bayern auszufallen
Wolfsburgs Mittelfeld-Österreicher Schlager droht gegen Bayern auszufallen
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Saisonfinale: Der VfL Wolfsburg trifft am Samstag auf Meister Bayern München - und muss dabei möglicherweise auf Xaver Schlager verzichten. Dafür könnte der Kapitän sein Startelf-Comeback feiern.

Als Sechster direkt in die Europa-League-Gruppenphase oder doch "nur" als Siebter in die mühsame EL-Quali - darum geht es für den VfL Wolfsburg am letzten Bundesliga-Spieltag. In der Partie gegen Meister Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr) müssen die Wolfsburger vielleicht auf einen wichtigen Mittelfeldmann verzichten: Xaver Schlager hat sich im Training eine Innenbanddehnung im Knie zugezogen und fällt möglicherweise aus. Auch der Einsatz von Linksverteidiger Jerome Roussillon ist fraglich, der Franzose hat wegen anhaltender Wadenprobleme in dieser Woche nur eingeschränkt trainieren können. Sicher ausfallen wird Marcel Tisserand. Der Verteidiger, der zuletzt nicht erste Wahl war, kann wegen muskulärer Probleme nicht spielen. Die langzeitverletzten Paulo Otavio, Admir Mehmedi, William und Ignacio Camacho sind ohnehin nicht dabei.

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und VfL Wolfsburg am 21.12.2019.

21.12.2019: Münchens Javi Martinez und Benjamin Pavard kämpft mit Wolfsburgs Felix Klaus um den Ball Zur Galerie
21.12.2019: Münchens Javi Martinez und Benjamin Pavard kämpft mit Wolfsburgs Felix Klaus um den Ball ©

Ein Schlager-Ausfall könnte für das Startelf-Comeback des Kapitäns sorgen: Josuha Guilavogui hatte nach seiner Knieverletzung zuletzt nur Kurzeinsätze absolviert, bei denen ihm fehlende Spielpraxis anzumerken war. Trainer Oliver Glasner: "Josh ist jetzt wieder über einen gewissen Zeitraum fit, er wäre ein Kandidat fürs Mittelfeld - auch Yannick Gerhardt wäre ein Kandidat. Ich werde mich für die entscheiden, von denen ich denke, dass sie der Mannschaft am meisten helfen."

Für den VfL geht es um viel, die Bayern stehen schon als Meister fest - aber Glasner glaubt nicht, dass das Auswirkungen auf die Partie haben wird: "Ich erwarte die Bayern ohne große Rotation und denke, sie werden das Spiel als Generalprobe für das Pokalfinale nutzen und mit voller Kapelle auflaufen." Dass sein Team vor einer Mammutaufgabe stehe, sei klar: "Natürlich sind die Bayern im Frühjahr unglaublich stark und scheinen unbesiegbar. Dennoch werden wir zum letzten Mal in dieser Saison alles rausfeuern, was in uns steckt und wollen das Spiel gewinnen."

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"Interessiert mich nullkommanull, wer die Schale bekommt"

Dass nach dem Spiel die Meisterschale in der VW-Arena an die Bayern übergeben wird, interessiert den Wolfsburger Trainer dabei bestenfalls am Rande. "Ich bin Trainer des VfL Wolfsburg und da interessiert es mich nullkommanull, wer die Schale bekommt, wenn wir das nicht sind. Da habe ich dann eher eine Verbindung am Sonntag, wenn unsere Frauenmannschaft ihre Schale erhält." Ansonsten konzentriere er sich auf das eigene Spiel - und darauf, Platz sechs zu verteidigen. "Wir treten gegen die Bayern nicht an, um ihnen vor der Meisterehrung einen Gefallen zu tun, sondern um die Partie zu gewinnen."

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Der Kampf um Platz sechs ist für den VfL ein Fernduell mit 1899 Hoffenheim, die Kraichgauer treten zeitgleich bei Borussia Dortmund an. Sollte der BVB diese Partie gewinnen, ist für Wolfsburg das eigene Ergebnis egal. Ob und wie er sich während des Spiels über den Zwischenstand aus Dortmund informiert, darüber hat sich Glasner noch keinen Gedanken gemacht. "Wir sind mit unserer Mannschaft und mit dem Gegner beschäftigt. Wir gehen jedes Spiel so an, dass wir es gewinnen wollen. Auf Ergebnis zu spielen, ist ohnehin nicht einfach, gegen Bayern schon gar nicht. Was wir machen können, ist, unsere beste Leistung auf den Platz zu bringen. Und wenn wir gewinnen, müssen wir nicht nach Dortmund schauen..."