04. Juni 2021 / 15:01 Uhr

Vorm Saisonfinale: Svenja Huth verlängert ihren Wolfsburg-Vertrag!

Vorm Saisonfinale: Svenja Huth verlängert ihren Wolfsburg-Vertrag!

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Svenja Huth verlängerte ihren Vertrag beim VfL Wolfsburg.
Svenja Huth verlängerte ihren Vertrag beim VfL Wolfsburg. © Roland Hermstein
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Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben den Vertrag mit einer ganz wichtigen Leistungsträgerin verlängern können: Sven Huth bleibt dem Pokalsieger bis 2024 erhalten.

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Vor dem wichtigen Saisonfinale am Sonntag gegen Werder Bremen (14 Uhr, live auf Magenta Sport) im AOK-Stadion treibt Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg seine Kader-Planung weiter voran. Mit Svenja Huth hat der Tabellenzweite eine Leistungsträgerin weiter langfristig an sich gebunden. Wie der Verein am Freitag bekanntgab, hat die deutsche Nationalspielerin ihren ursprünglich bis 2022 datierten Vertrag nun bis 30. Juni 2024 verlängert.

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Huth kam 2019 ablösefrei von Turbine Potsdam in die Autostadt und absolvierte seitdem wettbewerbsübergreifend 51 Spiele im VfL-Dress, in denen ihr zehn Tore gelangen. Bei den Niedersachsen machte die 30-Jährige noch mal einen enormen Schritt in ihrer spielersichen Entwicklung, aus der Mannschaft von Trainer Stephan Lerch ist die schnelle Offensiv-Allrounderin kaum wegzudenken. Nach dem Abgang von Starspielerin und Spielmacherin Pernille Harder vergangenen September schlüpfte Huth vemehrt in die Rolle als Zehner und brilliert vor allem mit ihrem tollen Passspiel, gutem Auge für Mitspielerinnen sowie Läufen in die Tiefe. "Ich freue mich, meinen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre zu verlängern und auch in Zukunft das VfL-Trikot zu tragen", so Huth. "Sowohl sportlich als auch privat fühle ich mich in Wolfsburg sehr wohl und ich möchte weiterhin dazu beitragen, dass wir unsere Ziele erreichen."

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Auch aufgrund ihrer Erfahrung auf Vereins- sowie Nationalmannschaftsebene ist die Vize-Kapitänin der Nationalmannschaft ein wichtiger Eckpfeiler für die Zukunft. Der VfL wird sich zur neuen Saison neu ausrichten und die Mannschaft verjüngern, um den bereits angetrieben Umbruch fortzusetzen. Mit Lena Goeßling, Zsanett Jakabfi, Lara Dickenmann, Ingrid Engen, Fridolina Rolfö und Friederike Abt verlassen gleich sechs Akteurinnen den VfL nach dieser Saison. Für die neue Spielzeit verpflichteten die Niedersachsen mit Lena Lattwein, Tabea Waßmuth, Sandra Starke, Lynn Wilms, Joelle Smits und Jill Roord erfahrene Akteurinnen, aber auch einige junge Perspektivspielerinnen.

Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen betont: "Mit Blick auf ihre große Erfahrung und ihre professionelle Einstellung wird Svenja bei der Neuausrichtung unseres Kaders mit zahlreichen jungen Spielerinnen eine zentrale Rolle einnehmen." Bereits als 16-Jährige debütierte Huth im Trikot des 1. FFC Frankfurt in der höchsten deutschen Spielklasse. Mit den Hessinnen gewann sie unter anderemzwei Mal die Champions League. Ihre größten Erfolge mit der DFB-Auswahl waren der Olympiasieg 2016 sowie der EM-Titel 2013. Mit den Wolfsburgerinnen holte sie vergangenes Jahr das Double aus Meisterschaft und Pokal. In der laufenden Saison gelang ihr mit dem VfL im Pokal die erneute Titelverteidigung.

"Svenja zählt seit mehr als einem Jahrzehnt zu den festen Größen im deutschen Frauenfußball, darüber hinaus ist sie als Vize-Kapitänin der Nationalmannschaft längst zu einer Führungspersönlichkeit gereift - auch beim VfL Wolfsburg", so Kellermann weiter. Umso glücklicher sei man darüber, "dass Svenja ihre Zukunft beim VfL Wolfsburg sieht und sich mit ihrer vorzeitigen Vertragsverlängerung klar zu unseren mittelfristigen Zielen bekennt."

Danner: "Wolfsburg spielt keine Rolle"

Der VfL empfängt am Sonntag (14 Uhr) Werder Bremen. Die Bayern müssen parallel zu Hause gegen Eintracht Frankfurt ran. Der letzte Spieltag wird entscheiden, wer Meister wird, denn den FCB (58) und VfL (56) trennen weiterhin nur zwei Zähler an der Spitze. Die Mannschaft von FCB-Trainer Jens Scheuer steht kurz vor ihrer ersten Meisterschaft seit 2016. Die Eintracht will ihre kämpferische Leistung im DFB-Pokal-Finale gegen den VfL bestätigen. "Wir wollen nichts abschenken und gegen einen Top-Favoriten ein gutes Spiel abliefern", erklärt Coach Niko Arnautis auf der Vereinshomepage, und weiter: "Wir müssen nach dem kräftezehrenden Finale noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um in München etwas holen zu können. Dabei wissen wir natürlich, dass es für Bayern um alles gehen wird."

Arnautis spekuliert darauf, dass die Bayern sogar ein wenig nervös sein könnten. Karin Danner, Abteilungsleiterin Frauenfußball bei den Münchnerinnen, ist sich aber sicher: "Wir können zuhause Meister werden – und ich bin voll davon überzeugt, dass wir es schaffen. Auch die Mädels glauben absolut daran, dass sie gewinnen. Das spürt man." Man habe immerhin alles selber in der Hand, selbst ein Unentschieden würde die Bayern zum Meister küren. "Auch wenn es länger torlos bleibt, können wir uns auf unsere Stärken verlassen. Irgendwann fällt das Tor." Dementsprechend spiele Wolfsburg überhaupt keine Rolle, "wir gehen davon aus, dass der VfL gegen Bremen gewinnt und schauen einfach auf uns selbst."