09. März 2022 / 12:49 Uhr

Vorm Wiedersehen mit Ex-Klub Freiburg: Wolfsburgs Waldschmidt muss sich gedulden

Vorm Wiedersehen mit Ex-Klub Freiburg: Wolfsburgs Waldschmidt muss sich gedulden

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Derzeit nicht erste Wahl: VfL-Trainer Florian Kohfeldt (l.) setzt derzeit nicht auf Luca Waldschmidt.
Derzeit nicht erste Wahl: VfL-Trainer Florian Kohfeldt (l.) setzt derzeit nicht auf Luca Waldschmidt. © DPA
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Luca Waldschmidt ist beim VfL Wolfsburg noch nicht wirklich angekommen. Am Samstag gibt's für ihn das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub SC Freiburg, bei dem er seine bislang beste Karriere-Phase erlebt hat. Die Chancen auf Einsatzzeit sind allerdings eher gering.

Beim SC Freiburg hatte er die stärkste Zeit seiner Karriere, beim VfL kommt Luca Waldschmidt hingegen noch gar nicht in Fahrt: Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert der Offensivmann mit dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bei seinem Ex-Klub, seine Chancen auf die Startelf sind jedoch ziemlich gering. Denn die Konkurrenz macht's gut - da bleibt für technisch versierten Linksfuß nur, geduldig zu bleiben und sich reinzuknien.

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Im Sommer war Waldschmidt als Königstransfer von Benfica Lissabon zum VfL gewechselt, die Erwartungen an ihn konnte der gebürtige Siegener allerdings noch nicht erfüllen. Auch weil ihn Verletzungen immer mal wieder zurückgeworfen haben. Bei 13 Liga-Einsätzen gelangen Wolfsburgs Nummer 7 gerade einmal ein Tor (im Hinspiel gegen Gladbach) und zwei Vorlagen. Zu wenig für einen Spieler seiner Qualität. Die Konsequenz: Zuletzt blieb Waldschmidt sogar in vier Partien in Folge nur auf der Bank. "Er hatte eine Phase, in der er angefangen und immer wieder das Vertrauen bekommen hat", erinnert sich VfL-Trainer Florian Kohfeldt. Doch diese Gelegenheiten nutzte Waldschmidt nicht.

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Der Offensiv-Allrounder tut sich verdammt schwer in Wolfsburg. Dabei hatte Waldschmidt in seinen zwei Jahren in Freiburg durchaus gezeigt, was in ihm steckt und war maßgeblich an den Erfolgen der Breisgauer beteiligt: In 56 Partien traf er 17 Mal und bereitete sechs weitere Treffer vor. Und auch in Lissabon war Waldschmidt auffällig (43 Spiele, zwölf Tore, vier Assists). "Es gibt keinen Vorwurf an Luca", betont Kohfeldt, der auch weiß, dass sein Schützling nach einigen Verletzungen erst wieder in den Rhythmus kommen muss. "Er muss dran bleiben und zupacken, sobald sich die Chance ergibt."

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Nur wann wird diese Chance kommen? Schon in Freiburg? Offen. "Wir haben auf der Position einen großen Konkurrenzkampf", sagt Kohfeldt, "den ich als befruchtend empfinde. Niemand kann sich mal ein Spiel rausnehmen, weil die anderen lauern." Darunter auch Waldschmidt. Doch Max Kruse und Jonas Wind scheinen auf den Halbpositionen gesetzt zu sein. Bartosz Bialek hat es gegen Union gut gemacht, Lukas Nmecha feierte sein Comeback, dürfte in der Sturmspitze bald den Platz fest einnehmen. "Wir haben zehn von 15 Punkten geholt. Da fällt es schwer, die Mannschaft auf gewissen Positionen zu verändern", macht Kohfeldt Waldschmidt wenig Hoffnung.

Ob Nmecha in Freiburg beginnen wird, bleibt abzuwarten. Gegen Union durfte er eine knappe halbe Stunde ran, hatte gleich Offensivaktionen. Anders als bei Xaver Schlager, der nach seinem Comeback (nach Kreuzbandriss) in Gladbach gegen die Berliner von Beginn an ran durfte, kommt die Startelf bei Nmecha nun wohl noch zu früh. Schlager sei "mit einem anderen konditionellen Zustand aus der Reha wiedergekommen als Lukas, was aber auch total nachvollziehbar ist, weil Xaver viel länger in der Laufbelastung sein konnte", so Kohfeldt. Nmecha könnte "vielleicht 45 bis 60 Minuten" spielen, will der VfL-Coach einen Startelf-Einsatz nicht komplett ausschließen. "Aber es wird eher so sein wie gegen Union."