02. Februar 2021 / 14:31 Uhr

Vorm Wiedersehen mit William: Wolfsburgs Ziel ist der Pokalsieg

Vorm Wiedersehen mit William: Wolfsburgs Ziel ist der Pokalsieg

Andreas Pahlmann und Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Beim Wiedersehen mit William (kl. Bild): VfL-Trainer Oliver Glasner will gegen Schalke eine Runde weiter - und am liebsten am Ende den Pokal in den Himmel strecken. 
Beim Wiedersehen mit William (kl. Bild): VfL-Trainer Oliver Glasner will gegen Schalke eine Runde weiter - und am liebsten am Ende den Pokal in den Himmel strecken.  © Swen Pförtner/dpa
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Der VfL Wolfsburg hat am Mittwochabend Bundesliga-Schlusslicht FC Schalke 04 im Achtelfinale des DFB-Pokals zu Gast. Trainer Oliver Glasner will mit seinem Team nicht nur in die nächste Runde einziehen, sondern denkt sogar schon weiter:  "Es kann nur ein Ziel geben - den Pokalsieg"

Seit 2011 ist der VfL Wolfsburg im DFB-Pokal nur an vier verschiedenen Mannschaften gescheitert: Bayern, Dortmund, Leipzig - und Schalke 04! Die Königsblauen sind am Mittwoch (18.30 Uhr) Wolfsburgs Gegner in der Runde der letzten 16. Zum zweiten Mal seit dem Pokalsieg 2015 will der VfL wieder das Viertelfinale erreichen. Das klappte zuletzt 2017/18, das Aus kam damals ausgerechnet auf Schalke.

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Jetzt hat der VfL Heimrecht, ist in Top-Form (zuletzt drei Liga-Siege ohne Gegentor) - und entsprechend selbstbewusst. "Wenn du am DFB-Pokal teilnimmst, kann es nur ein Ziel geben - und das ist der Pokalsieg", sagt Trainer Oliver Glasner. "Das gilt aber für alle Mannschaften, ob Amateurklub oder Champions-League-Sieger." Und mit Blick auf das Aus der Bayern in Kiel in der zweiten Runde merkt der Österreicher warnend an: "Es zeigt sich, dass du nicht einmal als Champions-League-Sieger davor gefeit bist, auszuscheiden..."

Zur Erinnerung: Auch 2015 waren die Bayern vorm Endspiel gescheitert (damals im Halbfinale gegen Dortmund) - und am Ende holten sich die Wolfsburger durch ein 3:1 in Berlin gegen die Borussia den Cup.

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Der Pokalabend in der VW-Arena bringt auch ein Wiedersehen mit Rechtsverteidiger William mit sich, den der VfL in der vergangenen Woche an die Schalker ausgeliehen hat. Glasner: "Er hat sich bei uns mit den Worten verabschiedet: ,Wir sehen uns in zehn Tagen wieder.' Und ich rechne damit, dass er auch von Beginn an zum Einsatz kommt." Den Spieler abzugeben, fiel dem Coach nicht ganz so leicht. "Willi ist ein super Kerl, ein lustiger Brasilianer, der in der Kabine für gute Stimmung gesorgt hat. Es tut mir immer leid, wenn so ein Spieler dann woanders hingeht. Aber so ist es nun mal im Fußball und wir haben die für alle beste Lösung gefunden." Denn Einsatzzeit hätte William in Wolfsburg nur wenig bekommen. Das soll sich bei Schalke ändern. Am vergangenen Samstag beim Bundesliga-1:1 in Bremen hatte der Brasilianer als Einwechselspieler sein 20-Minuten-Debüt für seinen neuen Klub gegeben. "Ich wünsche ihm viele Siege", so der VfL-Coach, "in der Bundesliga..."

Im Pokal soll für Schalke aber am Mittwoch Schluss sein. Glasner kann personell aus dem Vollen schöpfen, nur Jeffrey Bruma und Jerome Roussillon befinden sich weiter im Aufbautraining. Dass in der Startelf ein wenig rotiert wird, schließt der Trainer dennoch nicht aus. "Es kann sein, dass wir auf der einen oder anderen Position Änderungen vornehmen". Das allerdings nicht, um Spielern Einsatzzeit zu "schenken". Zwar werde "der eine oder andere, der weniger gespielt hat, nicht so zufrieden sein", aber: "Am Ende des Tages bin ich Trainer, um Spiele zu gewinnen." Zu den VfL-Profis, die zuletzt seltener oder gar nicht in der Startelf standen, gehören unter anderem Maximilian Philipp, Admir Mehmedi, Josip Brekalo und Kapitän Josuha Guilavogui.

Bei den Schalkern, deren 1:1 in Bremen Glasner intensiv am TV verfolgt hat, wird Neuzugang Shkodran Mustafi noch fehlen. Der Weltmeister, den die Königsblauen als Ersatz für den an den FC Liverpool ausgeliehenen Innenverteidiger Ozan Kabak verpflichtet haben, steht wegen der Quarantäne-Regelungen noch nicht zur Verfügung. Trainer Christian Gross deutete zudem an, den zurückgekehrten Torjäger Klaas-Jan Huntelaar in Wolfsburg zu schonen. Mit den Einsatzzeiten des 37-Jährigen wolle man, so Gross "sehr geschickt und intelligent" umgehen.

Dennoch warnt Glasner vor den Schalkern und rechnet nicht damit, dass es ein Spaziergang wird. "Sie haben sich unter Christian Gross konsolidiert", betont der VfL-Trainer. "Und sie haben versucht, mit namentlichen Transfers für Aufbruchstimmung zu sorgen." Zudem haben die Königsblauen "eine klare Idee, wie sie den Gegner attackieren und wie sie von hinten raus agieren" wollen. Schalke habe zwar "nicht überschwänglich viele Tore geschossen, dennoch haben sie viel fußballerische Qualität", mahnt Glasner. "Wir sind gewarnt vor Schalke. Aber wenn wir in jedem Spiel eine gute Leistung abrufen, sind wir in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen."