19. Januar 2020 / 14:44 Uhr

Vorpommern-Rügen: Die „Kleinen“ überraschen beim ersten KDW-Hallenmaster

Vorpommern-Rügen: Die „Kleinen“ überraschen beim ersten KDW-Hallenmaster

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Bei der Premiere des KDW-Futsal-Masters wurde neben harten Zweikämpfen auch gezaubert. Hier setzt David Goers vom SV Gingst zum Fallrückzieher an. 
Bei der Premiere des KDW-Futsal-Masters wurde neben harten Zweikämpfen auch gezaubert. Hier setzt David Goers vom SV Gingst zum Fallrückzieher an. © fotos (3): Christian Klitz
Anzeige

SG Velgast/Niepars gewinnt Premiere des Futsal-Turniers. Die Landesligisten müssen sich mit den hinteren Plätzen zufrieden geben.

Anzeige
Anzeige

Der Jubel bei den Spielern der Spielgemeinschaft aus vom SV Niepars und dem Velgaster SV brandete im entscheidenden Spiel schon vor dem Abpfiff auf. Das Team der beiden Kreisoberligisten setzte sich im entscheidenden Spiel um den Turniersieg beim ersten KDW-Futsal-Masters souverän mit 5:0 gegen den Landesligisten Blau-Weiß Baabe durch. „Wir sind ganz entspannt in das Turnier gegangen und wollten einfach von Spiel zu Spiel denken. Als wir dann gleich im ersten Spiel den VfL Bergen mit 2:0 geschlagen haben, haben wir gemerkt, dass heute noch mehr geht“, erklärt SG-Trainer Tom Schult, der mit seinen Jungs im gesamten Turnierverlauf nur gegen den TSV 1860 Stralsund eine Niederlage einstecken musste.

Späte Absage ändert den Modus

Vor dem Start des Turniers mussten die Organisatoren vom Kreisfußballverband Nordvorpommern-Rügen improvisieren. Der Tribseeser SV, immerhin der amtierende Kreismeister und damit als Spitzenteam gehandelt, hatte erst am Vorabend abgesagt und damit den Modus mit zwei Gruppen mit jeweils vier Mannschaften zu Nichte gemacht.

Im Modus Jeder-gegen-Jeden verlor das Turnier an Spannung, verlief aber trotzdem komplett reibungslos. „Das ist wirklich keine Art von den Tribseesern und das wollen wir nicht so auf uns sitzen lassen. Bei einer früheren Absage hätte noch eine Mannschaft einspringen können, die Lust hat“, ärgerte sich Lothar Pense. Ansonsten war der Organisator aber hoch zufrieden mit der ersten Auflage des Turniers, bei dem die Vereine von der Kreisebene auf die Landesteams trafen und dabei die Favoriten auf die hinteren Plätze verweisen konnte.

So landete der VfL Bergen nach einem schwachen Start auf Platz sechs. Als kleines Trostpflaster sicherte sich Tim Vergils mit fünf Toren immerhin die Torjägerkanone. Die Stralsunder begannen zuvor souverän, verspielten mit zwei deutlichen Niederlagen zum Abschluss aber Platz zwei und musste sich am Ende mit dem fünften Rang begnügen.

Etwas erfolgreicher verlief der Wettbewerb für den dritten Landesligisten im Bunde, den SV Blau-Weiß Baabe. Nur durch die Niederlage gegen Turniersieger Niepars/Velgast verpasste die Truppe von Robert Fröhlich denkbar knapp den Turniersieg – am Ende stand Platz drei zu Buche.

Bei der Premiere des KDW-Futsal-Masters wurde um jeden Ball gekämpft, aber auch hin und wieder gezaubert.

David Goers vom SV Gingst mit einer artistischen Einlage. Zur Galerie
David Goers vom SV Gingst mit einer artistischen Einlage. ©

Futsal eher unbeliebt beim Sieger

So jubelten die Außenseiter von der SG und das, obwohl Futsal eigentlich nicht das favorisierte Spiel der Kicker ist. „Wir mögen es einfacher und schneller. Wir sind halt Dorfkicker“, scherzt Schult und schiebt hinterher: „Das mit der SG machen wir schon viele Jahre und das klappt super. Wir haben unter den Vereinen einfach ein freundschaftliches Verhältnis, das ist auch bei den Ligaspielen so. Eine Spielgemeinschaft können wir uns auch nur in der Kombination vorstellen.“

Fortsetzung des Turniers garantiert

Obwohl es um viel Prestige ging, verliefen die Partien über weite Strecken fair. Nur hin und wieder sorgte eine übermotivierte Grätsche für Aufregung in der Halle. Der SV Kandelin, der sich mit dem letzten Platz begnügen musste, bekam dazu ein Sonderlob von Pense: „Mit ihrer Spielweise waren sie früh chancenlos, aber trotzdem haben sie durchgespielt und für gute Stimmung gesorgt. Das hat Respekt verdient.“ Das Format, dass die besten Teams aus dem Kreis auf die Fußballer aus der übergeordneten Landesebene treffen, hat sich in Penses Augen bewährt: „Die Kreisteams, die in diesem Winter schon Futsal gespielt haben, hatten einen Vorteil. Das sieht man ja auch an den Ergebnissen.“

Eigenes Turnier des TSV 1860 Stralsund

Mit viel positivem Feedback plant Pense mit seinem Organisationsteam schon in Richtung des kommenden Winters: „Es wird definitiv eine zweite Auflage geben. Vielleicht kann man dann sogar über eine größere Beteiligung nachdenken und auch über den Kreis hinaus gehen.“

Dann werden vielleicht auch mehr Zuschauer in die Halle gelockt, denn die fehlten bei einer ansonsten gelungenen Premiere des KDW-Futsal-Masters.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr zum Thema

Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt