16. Januar 2020 / 17:10 Uhr

Vorpommern-Rügen: Hallenmaster feiert Premiere in Niepars

Vorpommern-Rügen: Hallenmaster feiert Premiere in Niepars

Horst Schreiber/Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Dennis Rambow (links) vom Tribseeser SV tritt mit seinem Team als Kreismeister beim 1. KDW-Futsal-Masters an. 
Dennis Rambow (links) vom Tribseeser SV tritt mit seinem Team als Kreismeister beim 1. KDW-Futsal-Masters an. © foto: Christian KLitz
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Die Fußballteams auf Kreis- und Landesebene spielen einen neuen Titel im Futsal aus.

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Von Winterpause kann im Kreisfußballverband Nordvorpommern-Rügen kaum noch die Rede sein. Immer mehr Fußballteams nutzen die spielfreie Zeit auf dem Rasen dafür, sich in der Halle zu betätigen. Neben den Vereinsturnieren hat auch der Verband einen neuen Wettbewerb in den Winterkalender eingetragen. Erstmals werden in diesem Jahr nicht nur die Kreismeisterschaften im Futsal, sondern auch ein Master-Turnier gespielt.

Bei dem neuen Format treten am Sonnabend (10 Uhr) vier Mannschaften von der Landesebene gegen die drei besten Teams der Kreismeisterschaften und Gastgeber Niepars an. „Die Teams hatten sich freiwillig für die Meisterschaft gemeldet und wir wollten sie nicht verprellen. Deshalb haben wir geschaut, ob wir einen Wettkampf dafür finden“, begründet Lothar Pense vom Kreisfußballverband die Entstehung des Masters. Mit dem VfL Bergen, Blau-Weiß Baabe und dem TSV 1860 Stralsund stehen drei Landesligisten im Starterfeld, dazu kommt mit dem SV Kandelin eine Mannschaft aus der Landesklasse.

Neues Turnier statt magerer Teilnehmerzahlen

Die positive Entwicklung und Annahme des Hallenfußballs kommt dabei auf den ersten Blick etwas überraschend. Noch 2018 hatten sich nur fünf Teams für die Kreismeisterschaft angemeldet – an ein weiteres Turnier war kaum zu denken. Die Organisatoren hatten aufgrund des hohen Aufwands sogar darüber nachgedacht, die besten vier Mannschaften aus der Kreisoberliga und die Tabellenführer der beiden Kreisligen zu verpflichten, mitzuspielen. Von den Plänen können die Verantwortlichen inzwischen wohl Abstand nehmen, denn bereits bei den Kreismeisterschaften im Dezember gab es mit acht Anmeldungen scheinbar ein Umdenken bei den Vereinen.

Hohe Qualität in beiden Vorrundengruppen

Beim Masters mischen jetzt sogar einige Teams von der Landesebene mit und steigern damit das Niveau von der Kreismeisterschaft wohl noch einmal. Der VfL Bergen zeigte beim Rügenpokal und dem Turnier des TSV 1860 Stralsund, dass sie in der Halle eine Macht sind und die Stralsunder und Baaber können mit starken Einzelspielern jeden Gegner ausspielen.

Verstecken müssen sich die Vertreter der Kreisebene aber keinesfalls: Der Tribseeser SV reist als Kreismeister an, der TSV Sagard sicherte sich den Titel 2018 und zeigte schon häufiger, dass sie beim schnellen Spiel auf dem kleinen Futsal-Feld mithalten können. Die Kräfte bündeln werden bei dem Turnier die beiden Mannschaften vom Gastgeber SV Niepars und dem Velgaster SV. Die Kicker, die in der Kreisoberliga als Lokalrivalen gegeneinander antreten, bilden bei der Premiere des KDW-Futsal-Masters eine Spielgemeinschaft und so ist auch mit ihnen sicher zu rechnen.

So lief die Futsal-Kreismeisterschaft

Kommentar: Turnier mit Potenzial

Eigentlich braucht es kein weiteres Hallenturnier. Der Kalender in der Winter-„Pause“ ist voll genug. Das Hallenmaster des Kreises hat aber Potenzial, ist es doch die eigentliche Meisterschaft der Region. Denn unabhängig von der Ligazugehörigkeit der Teams in der Freiluftsaison dürfen – anders als bei der Futsalmeisterschaft des KFV –  alle Vereine aus Vorpommern-Rügen mitkicken. Umso wünschenswerter wäre es, wenn auch alle mitkicken wollen. Sportliche Spannung wäre garantiert, gibt es doch keinen alljährlichen Überflieger im Kreis wie etwa beim Rügenpokal. Die Rostocker Stadtmeisterschaft macht es vor: Der Cup erfreut sich wachsender Beliebtheit bei Vereinen und Zuschauern. Dieses Potenzial hat auch das KDW-Master.

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