18. Juli 2017 / 11:16 Uhr

Vorschau Saison 2017/18: Inter Türkspor Kiel

Vorschau Saison 2017/18: Inter Türkspor Kiel

Michael Felke
Kieler Nachrichten
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Inters Neuzugänge, hinten, v.l.: Trainer Özcan Atasoy, Gino Laubinger, Emre Akbulut, Nathaniel Olusayo Oyeniyi, Steve Sam, Philip Bruhn, Co-Trainer Steve Frank; vorne, v.l.: Alban Jasari, Arian Jasari, Furkan Sentürk, Erdogan Cumur, Jonas Schomaker. © Wottge
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Aufsteiger plant einstellig - Rückwärtsbewegung und Chancenverwertung bei Türkspor im Fokus

Meisterschaft und Kreispokalgewinn. Inter Türkspor Kiel feierte im Mai mit dem Double den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Doch mit dem Aufstieg in die Oberliga steht der Ostuferklub auch vor der größten Herausforderung. Neben den logistischen Erfordernissen, die das Reglement der höchsten Spielklasse des Landes bereithält, gilt es vor allem, die Mannschaft auf Landesformat zu trimmen. Der Klassenerhalt wäre sicher ein realistisches Ziel. Doch Inter tritt erfrischend selbstbewusst auf: „ Wir wollen uns schnell in der neuen Klasse etablieren und visieren einen einstelligen Tabellenplatz an“, formuliert Manager Berkant Özel die Vorstellungen der Führungsebene. In Anbetracht der vielen talentierten, aber auch routinierten Neuzugänge und dem Potential, das Türkspor ohnehin schon mitbringt, sicher keine überzogenen Vorstellungen. Der Angriff mit einem austrainierten Torjäger Marc Zeller und den wieselflinken Flankengebern Driton Gashi und Enea Dauti hat auch Dank der Kreativabteilung mit Shpend Meshekrani und Steffen Bruhn Durchschlagskraft.

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„Allerdings muss die Torausbeute besser werden. Wir haben zu viele hochkarätige Chancen liegen gelassen“, weiß Özel, der zukünftig mehr Abgeklärtheit vor dem Tor erwartet. Die Abwehrreihen in der Oberliga werden Inter sicher weniger Freiheiten erlauben, als noch in der Verbandsliga. Das Defensivverhalten der Kieler hingegen zeigte sich in der vergangenen Saison allzu oft sorglos. 36 Gegentore in 28 Spielen sind kein Aushängeschild. „Die gesamte Mannschaft muss besser nach hinten arbeiten. Die Verteidigung fängt bei Ballverlust bei den Stürmern an“, erklärt der Türkspor-Offizielle. Der Aufsteiger wird taktisch dazu lernen müssen. Hoffnungen ruhen dabei auf Steve Sam. Der 31jährige Neuzugang mit Oberligaerfahrung soll das Mittelfeld ordnen und die etablierten Kräfte Shpend Meshekrani und Steffen Bruhn unterstützen, die gerade in der Rückwärtsbewegung zu oft alleine gelassen wurden. Größte
Herausforderung wird wohl die Integration der elf Neuzugänge. Der Kader ist mit 29 Spielern relativ groß. Der Kampf um die Stammplätze und das Formen einer Stammformation wird dem Trainergespann mit Özcan Atasoy und Steve Frank viel Geschick abverlangen. Die jahrelange SH-Liga-Erfahrung von Harry Witt, der als sportlicher Leiter die Fäden im Hintergrund
zieht, dürfte sich als wertvoll erweisen. „Die Liga wird ausgeglichener und stärker werden als im Vorjahr. Es wird spannend. Am Ende führt am VfR Neumünster auf dem Weg zum Titel wohl kein Weg vorbei“, glaubt Berkant Özel, der auch Holstein II und Weiche II eine gute Rolle zutraut. Gegner, denen Inter nur allzu gern ein Bein stellen würde.

Abgänge: Yasin Akbaba (1. FC Schinkel), Marques Rodrigues (FC Kilia), Rashid Kandil (Concordia Schönkirchen), Florian Kramme (Heikendorfer SV).

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Kader:

Tor: Bernd Ewers, Hüsnü Özdemir, Justus Kaak (kommt von: TSV Kronshagen) – Abwehr: Coskun Yamak, Kevin Wendt, Gino Laubinger (TSV Klausdorf), Furkan Sentürk (Preetzer TSV), Jonas Schomaker (TSV Altenholz), Samed Erol, Nathaniel Olusayo Oyeniyi (FC Khobi/Georgien), Arian Jashari (TSV Altenholz), Emre Akbulut (Concordia), Veton Hodaj, Cihad Yagci, Yasin Yarisli – Mittelfeld: Tino Kern, Steffen Bruhn, Shpend Meshekrani, Kerem Atamtürker, Ali Kalma, Philip Bruhn (TSV Meldorf), Steve Sam (FC Nordkirchen), Nurol Ergen (1. FC Schinkel) – Angriff: Alban Jashari (Holstein II), Driton Gashi, Metehan Kula, Tom Wüllner, Erdogan Cumur (Strand 08), Enea Dauti, Marc Zeller. Trainer: Özcan Atasoy. Co-Trainer: Steve Frank. Manager: Berkant Özel. Betreuer: Serdar Yilmaz. Sportlicher Leiter: Harry Witt.