26. Januar 2022 / 18:45 Uhr

Vorwurf der quälerischen Tiermisshandlung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Beerbaum

Vorwurf der quälerischen Tiermisshandlung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Beerbaum

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Ludger Beerbaum gehörte jahrelang zur Weltspitze im Springreiten.
Ludger Beerbaum gehörte jahrelang zur Weltspitze im Springreiten. © IMAGO/CTK Photo
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Gegen Springreiter Ludger Beerbaum wird nun ermittelt. Wie die Staatsanwaltschaft Münster den "Westfälischen Nachrichten" und dem "WDR" bestätigte, wurde gegen den viermaligen Olympiasieger ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es geht um den Vorwurf der quälerischen Tiermisshandlung in Mittäterschaft.

Die Staatsanwaltschaft Münster hat nach den Vorwürfen wegen unerlaubter Trainingsmethoden gegen den Springreiter Ludger Beerbaum ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft den Westfälischen Nachrichten und dem WDR am Mittwoch. Ermittelt wird demnach wegen des Vorwurfs der quälerischen Tiermisshandlung in Mittäterschaft.

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In einem Beitrag bei RTL Extra war dem Weltklasse-Springreiter vorgeworfen worden, die verbotene Trainingsmethode des Barrens bei seinen Springpferden angewandt zu haben. Der viermalige Olympiasieger bestreitet das. In einer Stellungnahme hatte Beerbaum (58) sich gegen die Anschuldigungen gewehrt und geschrieben: "Der Beitrag von 'RTL extra' ist in vielen Punkten nachweislich falsch, verleumderisch und ehrverletzend."

Bereits im Mai 2021 hatte die Deutsche Reiterliche Vereinigung bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt wegen der möglichen Verletzung des Tierschutzgesetzes erstattet. Die Staatsanwaltschaft Münster hatte die Ermittlungen im vergangenen November eingestellt.

Sportlich ist Beerbaum nicht mehr so aktiv wie früher. Längst ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann im Pferdebusiness. Zuletzt hatte er als Veranstalter die EM der Springreiter in Riesenbeck organisiert. Und auch um die Ausrichtung der Dressur-EM 2023 hat er sich beworben.