29. September 2019 / 22:22 Uhr

Vorwürfe an BVB-Stars: Dortmund-Sportdirektor Michael Zorc spricht Klartext nach Bremen-Remis

Vorwürfe an BVB-Stars: Dortmund-Sportdirektor Michael Zorc spricht Klartext nach Bremen-Remis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat die Profis nach dem Remis bei Werder Bremen kritisiert.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat die Profis nach dem Remis bei Werder Bremen kritisiert. © imago images/Kirchner-Media/Moritz Müller
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Borussia Dortmund war als großer Meisterschafts-Kandidat in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Nach dem 6. Spieltag liegt die Mannschaft von Trainer Lucien Favre in der Bundesliga-Tabelle allerdings hinter den SC Freiburg. BVB-Sportdirektor Michael Zorc macht seinen Spielern nach dem 2:2 gegen Werder Bremen Vorwürfe.

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Drei Punkte Abstand auf Tabellenführer FC Bayern, die immer weiter im Hintergrund laufende Mentalitäts-Debatte - und jetzt auch noch von Überraschungs-Team SC Freiburg überholt: Bei Borussia Dortmund läuft der Saisonstart nicht nach Plan ab. Mit schwachen Leistungen wie beim 2:2 am Samstagabend gegen Werder Bremen rückt das vor der Saison laut ausgerufene Saisonziel, die Deutsche Meisterschaft, immer weiter in die Ferne. Jetzt hat sich der Sportdirektor des aktuellen Tabellen-Achten zu Wort gemeldet: Michael Zorc kritisierte sein BVB-Team scharf.

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BVB-Sportdirektor Zorc nach Remis gegen Bremen ratlos: "Keine Erklärung"

"Wir müssen liefern, und zwar Punkte", forderte der BVB-Verantwortliche in einem Interview mit der Westfälischen Allgemeinen Zeitung. Doch bei der bloßen Forderung blieb es bei Zorc nicht - er machte seinen Dortmundern auch Vorwürfe: "Wir haben derzeit zu viele Spieler, die aktuell nicht in Bestform sind", sagte Zorc - und stellte damit auch die Verfassung seines Teams in Frage.

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Die BVB-Leistung gegen Bremen ließ Zorc ratlos zurück: "Ich habe dafür noch keine Erklärung", so der 57-Jährige, der in der ersten Halbzeit noch eine "dominante Leistung" seiner Mannschaft gesehen hatte. Tatsächlich gingen die Dortmunder durch Treffer von Mario Götze (9. Minute) und Marco Reus (41.) nach einem frühen Gegentreffer durch Bremen-Stürmer Milot Rashica (7.) mit einer 2:1-Führung in die Halbzeit. Im zweiten Durchgang wirkte der BVB aber wie ausgewechselt und ließ noch ein Tor von Marco Friedl (55.) zum 2:2-Endstand zu. Zorc ärgert sich: "Warum wir dann in der zweiten Halbzeit so ein offenes Spiel zugelassen haben, verstehe ich nicht."

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Mini-Krise beim BVB: Rückendeckung für Trainer Lucien Favre

Generell lasse der BVB "zu viele Gegentore" zu: "Wir können nicht immer drei, vier Tore schießen, um zu gewinnen", mahnte der Dortmunder. "Wir treffen zu oft falsche Entscheidungen. Das ist der Grund, warum wir aktuell auf der Stelle treten." An Trainer Lucien Favre lässt Zorc trotz nur einem Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen keine Kritik zu und gab dem Schweizer Rückendeckung: "Klar, wir führen keine Trainerdiskussion", sagte er am Sonntag.

Schon am Samstag hatte BVB-Keeper Roman Bürki seine Mannschaft kritisiert: "Wir spielen nicht wie Männer", befand der Torwart. "Die Spiele sind teilweise echt schön anzusehen, aber der Killerinstinkt fehlt. Manchmal würde ich mir wünschen, dass der eine oder andere noch ein bisschen mehr Aggressivität reinwirft." Ob dabei die Zorc-Kritik hilft?

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