14. Oktober 2021 / 17:17 Uhr

Vranckx-Debüt rückt in Wolfsburg näher: "Jetzt ist die Chance groß, dass er reinkommt"

Vranckx-Debüt rückt in Wolfsburg näher: "Jetzt ist die Chance groß, dass er reinkommt"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bundesliga-Debüt rückt näher: Trainer Mark van Bommel stellt Aster Vranckx die ersten Einssätze in Aussicht.
Bundesliga-Debüt rückt näher: Trainer Mark van Bommel stellt Aster Vranckx die ersten Einssätze in Aussicht. © Boris Baschin
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Fürs Bundesliga-Spiel am Samstag bei Union Berlin fällt Yannick Gerhardt aus, für die Champions-League-Partie vier Tage später ist Josuha Guilavogui gesperrt. Mark van Bommel, Trainer des VfL Wolfsburg, schaut darum schon auf die Alternativen.

Xaver Schlager und Maximilian Arnold als Stamm-Besetzung, dahinter Josuha Guilavogui und Yannick Gerhardt als hochkarätige Alternativen, dazu Aster Vranckx als hoffnungsvolles Talent und Ridle Baku flexible Zusatzlösung - auf keiner Position schien der VfL Wolfsburg zu Saisonbeginn qualitativ und quantitativ so gut besetzt wie auf der Doppel-Sechs. Nun aber wird es ausgerechnet in der Schaltzentrale ein bisschen dünner. Denn Schlager fällt mit Kreuzbandriss für die gesamte Hinrunde aus, Gerhardt fehlt mit Mittelfußprellung mindestens beim Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Union Berlin, und Josuha Guilavogui ist am Mittwoch bei der Champions-League-Partie in Salzburg gesperrt.

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Kein Wunder, dass Trainer Mark van Bommel längst über weitere Alternativen nachdenkt, nachdem am Donnerstag klar war, dass es für Gerhardt nicht reicht. "Der Schlag ist zu stark gewesen, der Bluterguss muss erst raus aus dem Fuß, das dauert dort länger als beispielsweise im Oberschenkel", sagte der VfL-Trainer. Als Back-Up darf sich darum Vranckx Joker-Chancen ausrechnen. Nachteil für den Neuzugang, der gerade erst 19 geworden ist: Er hat noch keine einzige Bundesliga-Minute gespielt und war auch im Test gegen den HSV nicht dabei, weil er bei der U21 Belgiens auf der Bank saß. Im Sommer hatte ihn eine Wadenverletzung zurückgeworfen. Van Bommel: "Es ist schade, dass er die Vorbereitung verpasst hat - gerade als neuer, junger Spieler, der sich zeigen will. Er musste während der Saison zurückkommen, aber jetzt ist die Chance groß, dass er in den nächsten Spielen reinkommt."

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Und dann vielleicht auch dafür sorgt, dass Schlager, der beste Umschaltspieler im VfL-Kader, nicht mehr ganz so vermisst wird. Seit der Österreicher fehlt, haben die Wolfsburger nur noch eine Partie gewonnen (in Fürth), zuletzt gab es fünf Pflichtspiele ohne Sieg. "Wir können ja jetzt nicht warten, bis er wieder zurück ist", sagt van Bommel. Denn "es dauert noch einige Monate, bis Xaver wieder da ist." Und man dürfte nicht alles an seinem Fehlen festmachen: "Das ist nicht der Grund dafür, dass wir nur ein Spiel gewonnen haben."

Für die Position neben Dauerbrenner Arnold, der am Samstag mit seinem 259. Bundesliga-Einsatz für Wolfsburg mit VfL-Rekordspieler Diego Benaglio gleichzieht, bleibt Guilavogui am Samstag erste Wahl, Vranckx wäre die Alternative - aber nicht die einzige. "Mili Philipp kann das spielen, Felix Nmecha haben wir auch noch", zählt van Bommel auf, "Ridle Baku kann das eventuell auch, hat in Mainz schon Sechser gespielt," Der Vorteil sei, dass "unser Kader jung ist aber eben auch Qualität hat." Gerade Vranckx und Felix Nmecha seien ein Beispiel für "junge Kerle, die zwar nicht mehr 15 oder 16 sind, sich aber dennoch an Profi-Fußball und Profi-Leben gewöhnen müssen." Für einen Trainer sei es manchmal schwierig, die richtigen Moment für den ersten Einsatz zu erkennen, um zu sehen, wie sich die Talente unter dem Druck eines Pflichtspiels bewähren. "Aber wenn man es nicht probiert, dann weiß man es auch nicht..."