11. März 2020 / 17:17 Uhr

VT Union Groß Ilsede wirft sich mit Zittersieg an die Spitze

VT Union Groß Ilsede wirft sich mit Zittersieg an die Spitze

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Mirco Hauser (am Ball) und VT Union Groß Ilsede besiegten den Drittletzten aus Braunschweig mit 65:63 und verdrängten damit den MTV Seesen von Platz eins.
Mirco Hauser (am Ball) und VT Union Groß Ilsede besiegten den Drittletzten aus Braunschweig mit 65:63 und verdrängten damit den MTV Seesen von Platz eins. © Foto: Isabell Massel
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Basketball-Krimi mit Happy End: Bis kurz vor Schluss mussten die Groß Ilseder Basketballer gegen die SG Braunschweig III um den Sieg bangen, doch mit der letzten Aktion traf Matthias Fischer zum 65:63 – und dieser Treffer bescherte VT Union die Spitzenposition in der Bezirksklasse.

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Keine Punkte hingegen gab es für Bezirksoberligist TSV Edemissen. Zunächst verlor er bei Meister SG Braunschweig II bitter mit 51:52, und 45 Stunden später unterlag er in Wolfenbüttel mit 69:87.

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Bezirksoberliga

SG Braunschweig II – TSV Edemissen 52:51 (17:18, 33:26, 42:35). Obwohl die Edemissener ohne Auswechselspieler beim frisch gebackenen Meister antraten, „haben wir von Beginn an Paroli geboten“, erklärte Coach Rouven Wöhler. Nach dem ersten Viertel führte sein Team sogar mit 18:17, doch bis zur Pause drehte die SG die Partie. „Aber auch danach haben wir richtig super dagegen gehalten. Das ging so weit, dass es für die Braunschweiger technische Fouls gab, weil sie sich aufgeregt haben“, berichtete Wöhler.

Am Ende jedoch musste sich der TSV ganz knapp geschlagen geben, „weil den Jungs aufgrund der personellen Gegebenheiten ein bisschen die Puste ausging“, sagte er. Dennoch fiel sein Fazit positiv aus. „Wir hätten zwar gerne gewonnen, aber beim Meister so knapp zu verlieren, ist auch in Ordnung – es war eine grandiose Leistung meiner Mannschaft.“



*Edemissen: * Bytyqi (2), Pape (23), C. Stannek (5), K. Stannek (8), Wrede (13).

MTV/BG Wolfenbüttel III – TSV Edemissen 87:69 (27:22, 45:39, 73:55). „Wie gegen Braunschweig war auch in diesem Spiel mehr drin für uns“, resümierte TSV-Coach Rouven Wöhler. Dass sein Team jedoch erneut leer ausging, habe ausschließlich an den Referees gelegen, betonte er. „Normalerweise bin ich kein Fan davon, die Schuld für eine Niederlage bei den Schiris zu suchen, sondern ich schaue immer erst einmal auf uns und welche Fehler wir gemacht haben. Aber was diesmal gepfiffen worden ist, geht gar nicht – das war eine unterirdische Leistung“, schimpfte Wöhler. Letztlich sei es für seine Mannschaft dann nur noch darum gegangen, „das Spiel so schnell wie möglich zu Ende zu bringen“.

Doch selbst das gelang nicht, „weil die Schiris in den letzten fünf Minuten alles weggepfiffen und ständig diskutiert haben“. Entsprechend dauerte es auch fast 20 Minuten, „ehe alles vorbei war – das habe ich in den 19 Jahren, in denen ich Basketball spiele, noch nicht erlebt“, konstatierte Rouven Wöhler. Mit der Leistung seiner Mannschaft hingegen war er zufrieden. „Ich bin stolz darauf, was die Jungs innerhalb von zwei Tagen gezeigt haben.“ Erfreulich sei auch das Debüt von Marcel Bruland verlaufen. „Er hat sogar gleich seinen ersten Korb erzielt – und den haben wir wie eine Meisterschaft gefeiert.“

Edemissen: Pape (32/3 Dreier), Wrede (16/1), Kevin Stannek (8), Christopher Stannek (5), Daqi (5/1), Bruland (2), Bytyqi (1).

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Bezirksklasse

VT Union Groß Ilsede – SG Braunschweig III 65:63 (19:18, 35:40, 51:49). Schwerer als erwartet taten sich die Ilseder gegen den Drittletzten – bis zum Schluss blieb es spannend. „Die letzten Minuten waren eine reine Nervenschlacht“, erklärte Union-Spieler Matthias Busche. Und in dieser hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich, entschieden sie doch wenige Sekunden vor dem Abpfiff die Partie zu ihren Gunsten. „Allerdings war es ein teuer erkaufter Sieg“, erläuterte Busche und verwies darauf, dass sich mit Oliver Küpper und David Christmann zwei Leistungsträger verletzten. „Beide fallen nun erst einmal aus“, sagte Busche, dessen Team gut begann und sich in kurzer Zeit einen Vorsprung von elf Zählern erarbeitete.

Der schmolz jedoch schnell zusammen, weil die Ilseder zahlreiche Ballverluste produzierten – und diese nutzten die Braunschweiger, wandelten den Rückstand bis zur Pause in eine 40:35-Führung um. „Daraufhin haben wir auf Zonenverteidigung umgestellt“, berichtete Busche. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. „Denn damit kamen die Gäste nicht klar und fanden dagegen zunächst kein Mittel.“ Nun war es die SG, die im Spielaufbau immer wieder den Ball verlor und somit den Ilsedern viele erfolgreiche Konter ermöglichte, so dass sie mit einer Führung in den Schlussabschnitt gingen. „Es ist uns aber nicht gelungen, uns entscheidend abzusetzen“, sagte Busche.

Folglich blieb es eng, doch in den Schlusssekunden bewahrte Union die Ruhe: Mirco Hauser traf per Freiwurf, und Matthias Fischer machte per Korbleger den Sieg und damit auch die Tabellenführung perfekt. Dennoch war Busche nicht ganz zufrieden. „Nach dem Offensiv-Spektakel gegen Seesen war die Partie gegen die SG wieder eher Bezirksklassen-Alltag.“

Union: Fischer (19 Punkte), Küpper (16/2 Dreier), Harstick (12), Schlüter (11/3), Hauser (3), Christmann (2), Schellhase (2), Berwing.