10. Oktober 2019 / 07:41 Uhr

VV Grimma möchte gegen Stuttgart nachlegen

VV Grimma möchte gegen Stuttgart nachlegen

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Die VVG-Spielerinnen, hier beim Sieg gegen Planegg, steuern den nächsten Heimsieg an.
Die VVG-Spielerinnen, hier beim Sieg gegen Planegg, steuern den nächsten Heimsieg an. © Memofotografie.de
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2. Volleyball-Bundesliga: Die Grimmaer Volleyball-Damen können gegen Stuttgart II die Tabellenführung ausbauen

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Grimma. Bei so manch gestandener Spielerin des Volleyball Vereins (VV) Grimma könnte sich am kommenden Sonnabend beim Einlaufen in die Muldentalhalle das Erlebnis einer gefühlten Blitzalterung einstellen. Denn beim nächsten Gegner Allianz MTV Stuttgart II, den es für die Schützlinge von Coach Ronny Lederer ab 18 Uhr im vierten Saisonspiel zu schlagen gilt, handelt es sich um eine ausgesprochen junge Truppe.

„Hinter uns liegt ein Riesen-Umbau, nach Grimma werden wir mit einem knappen Dutzend minderjähriger Mädchen reisen, die punktuell von einigen wenigen erfahreneren Spielerinnen unterstützt werden“, berichtet der Stuttgarter Coach Johannes Koch, für dessen Team es der erste Auftritt in der Meisterschaft sein wird.

Stuttgarts Coach Koch: „Wir sind ein Ausbildungsteam"

Gleichwohl sieht Koch seine Schützlinge „gut vorbereitet“ in die Partie mit den Muldestädterinnen gehen. „Der Sieg in unserem Regionalpokal-Finale zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind“, so der Stuttgarter Coach. Dass Grimma nach der ersten Saisonniederlage prima in die Meisterschaft gefunden und sich an die Tabellenspitze gesetzt hat, habe man wohl registriert, auf die eigene Einstellung habe dies aber kaum Einfluss.

„Wir sind ein Ausbildungsteam und konzentrieren uns entsprechend voll und ganz auf uns selbst“, so Koch, dessen Mannschaft aber anders als das Talentstützpunkt-Team VCO Dresden aus der 2. Bundesliga absteigen kann. „Wie der VV Grimma haben sich auch viele andere Teams in der Südstaffel verstärkt, weshalb eine diesbezügliche Einschätzung zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison schwierig ist. Ich bin aber überzeugt, dass unsere talentierten und hungrigen Spielerinnen auch in der neuen Saison gut mithalten können.“

Auch in Grimma nimmt man den samstäglichen Gegner nicht auf die leichte Schulter. „Erfahrungsgemäß erwarte ich eine Stuttgarter Mannschaft mit flinken und topfitten Spielerinnen“, so Teammanager Frank Geißler. „Unser Team wird von Anfang an auf der Hut sein müssen.“ Sei dies der Fall, dann sei er hinsichtlich des Ausgangs der Partie sehr zuversichtlich. „Gemessen an unseren bisherigen Auftritten, die sich positiv auf das Selbstvertrauen ausgewirkt haben sollten, ist ein Sieg ein realistisches Ziel“, so Geißler, der dieses auch klar formuliert. „Nach Lage der Dinge könnte es eine spannende Saison werden, bislang habe ich zumindest keinen klaren Favoriten ausmachen können. Vor diesem Hintergrund sollten wir die Chance, uns an der Tabellenspitze festzusetzen und die Konkurrenz weiter unter Druck zu setzen, nicht leichtfertig vergeben“, so der Grimma-Teammanager, der davon ausgeht, dass die im Pokalspiel in Erfurt geschonte Außenangreiferin Steffi Kuhn ins Team zurückkehren wird.

Tabellenkonstellation ist (noch) uninteressant

Mit einem Drei-Punkte-Sieg könnten die Muldestädterinnen den Abstand auf den erst am Sonntag beim TV Holz geforderten Verfolger Neuwied zumindest kurzzeitig auf vier Punkte ausbauen. „Mit der Tabellenkonstellation beschäftige ich mich derzeit eher am Rande, ich glaube, dass es besser ist, nur auf uns zu schauen.“ In der vergangenen Saison funktionierte dies zumindest in den Partien gegen die Stuttgarterinnen ganz gut. Einem erspielten Tiebreak-Sieg im Hinspiel in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ließen die Muldestädterinnen im Rückspiel in eigener (Muldental-)Halle ein klares 3:0 folgen.

Apropos Sieg: Einen solchen wünschen sich auch die Fans des FC Grimma, der ebenfalls am Sonnabend im Landes-Pokal gegen den Chemnitzer FC antritt. Besucher dieses Spiels, die danach von Live-Sport noch nicht genug haben und auch noch bei den Grimmaer Volleyball-Damen vorbeischauen, erhalten beim Nachweis ihres Pokal-Tickets einen Nachlass auf den Eintrittspreis in Höhe von zwei Euro.

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