16. September 2019 / 07:37 Uhr

VV Grimma unterliegt starkem Aufsteiger aus Dingolfing

VV Grimma unterliegt starkem Aufsteiger aus Dingolfing

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Die Grimmaer Spielerin Emily Langguth versucht den Block der Gäste zu überlisten.
Die Grimmaer Spielerin Emily Langguth versucht den Block der Gäste zu überlisten. © Memofotografie.de
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Das Team von Trainer Ronny Lederer verlor nach 120 teils dramatischen Minuten gegen den TV Dingolfing knapp mit 2:3. 

Grimma. Das hatten sich die 260 Zuschauer in der Muldentalhalle zum Saisonauftakt sicher anders vorgestellt. Nicht der favorisierte Volleyballverein Grimma verließ nach dramatischen 120 Minuten das Parkett als Sieger, sondern der Aufsteiger und Zweitliganeuling TV Dingolfing jubelte ausgelassen. In einer jederzeit umkämpften und auf gutem Niveau stehenden Partie der 2. Bundesliga Süd behielt der Gast aus Bayern letztendlich mit 3:2 (17:25, 25:23, 25:22, 24:26 und 15:10) die Oberhand.

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Der VV Grimma begann in der Startaufstellung mit den zwei Neuverpflichtungen Steffi Kuhn sowie Elena Kömmling und einem Raketenstart. Zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:1 für den Gastgeber. Der Neuling aus Dingolfing schien am Anfang wohl etwas beeindruckt von der Kulisse und den engen Platzverhältnissen zwischen Spielfeld und Zuschauerrängen. Doch das änderte sich rasch, zumal das Team von Trainer Andreas Urmann gespickt mit Erstliga erfahrenen Spielerinnen die Reise an die Mulde angetreten hatte. Angeführt von Kapitän Natascha Niemczyk war der Gast beim 11:10 wieder auf Augenhöhe.

Grimma beginnt konzentriert und druckvoll

„Die Spielweise im ersten Satz war so, wie ich sie mir von meiner Mannschaft vorstelle“, zeigte sich Cheftrainer Ronny Lederer anfänglich sehr zufrieden. Der VV Grimma zeigte weiterhin ein konzentriertes Angriffsspiel mit viel Risiko im Aufschlag und zwang so den Gegner immer wieder zu eigenen Fehlern. Der Satzgewinn (25:17) war somit eine logische Folge und hochverdient.

Auch am Anfang des folgenden Abschnitts bestimmte der Gastgeber die Szenerie und schien beim Stand von 7:2 alles im Griff zu haben. „Leider haben wir dann unsere Linie verloren und sind unnötigerweise in Hektik verfallen“, versuchte Kapitän Julia Eckelmann die darauffolgenden Minuten zu erklären. Der Gast aus Dingolfing war jetzt am Drücker. Insbesondere die beiden Mittelblockerinnen Lena Großmann und Mira Heimrich drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Auch wenn die Sätze zwei und drei am Ende jeweils eng wurden, die entscheidenden Punkte auf der Anzeigetafel leuchteten für Dingolfing auf (25:23 und 25:22).

Der vierte Satz war nichts für schwache Nerven und zeigte einmal mehr die gesamten Facetten der mitreißenden und faszinierenden Sportart Volleyball. Ronny Lederer brachte auf Seiten des VVG Kristin Schröder auf Außenangriff und mit Natalie Meixner im Mittelblock eine weitere Debütantin. Bis zum 19:19 konnte sich keine der Mannschaften entscheidend absetzen, doch dann schien sich die Waage zugunsten der Gäste zu neigen. Beim Stand von 23:24 hatte der Gastgeber Matchball gegen sich und eine drohende 1:3-Pleite unmittelbar vor Augen. Nur wenige Augenblicke später stand die Halle Kopf, als der VVG diesen Matchball abwehren konnte und selbst in Person von Elena Kömmling einen Satzball verwertete. Mit dem Satzausgleich von 2:2 hatten die Muldestädterinnen wieder Hoffnung, das Match in die eigene Hand zu nehmen und für sich zu entscheiden.

Hohe Fehlerquote bringt den VV Grimma um dem Sieg

Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Im abschließenden Tiebreak waren die Gäste immer ein Stück (Punkt) voraus, gewannen glücklich, letztendlich nicht ganz unverdient in Grimma mit 3:2. Von einer Sensation zu sprechen wäre sicher übertrieben, eine Überraschung ist es allemal.


„Ab Mitte des zweiten Satzes stieg leider unsere Fehlerquote, und so konnten wir unser Spiel nicht mehr durchziehen. Auch die Abstimmung zwischen den Spielerinnen untereinander war nicht optimal. Die Annahme in wichtigen Phasen der Partie wackelte“, analysierte Ronny Lederer Ursachen für die durchaus vermeidbare Niederlage.

Grimma: Natalie Meixner, Stephanie Knospe, Steffi Kuhn, Elena Kömmling, Emily Langguth, Michelle Hofmann, Ulrike Schemel, Celina Schobl, Kristin Schröder, Julia Eckelmann, Lili Albrecht, Maria Eckelmann.

VVG