03. März 2022 / 18:32 Uhr

VW-Arena in Blau-Gelb, Friedenssymbol auf der Brust: VfL Wolfsburg setzt Zeichen für die Ukraine

VW-Arena in Blau-Gelb, Friedenssymbol auf der Brust: VfL Wolfsburg setzt Zeichen für die Ukraine

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Stark: Der VfL setzt ein Zeichen und unterstützt die Ukraine.
Stark: Der VfL setzt ein Zeichen und unterstützt die Ukraine. © Roland Hermstein
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Der VfL Wolfsburg setzt Zeichen für die Ukraine! Sowohl das Männer- als auch das Frauenteam wird am Wochenende mit dem Peace-Symbol auf der Brust auflaufen. Zudem wird der Verein das von Russland militärisch angegriffene Land finanziell unterstützen - und ruft zu Geld- sowie Sachspenden auf.

Der VfL Wolfsburg setzt ein starkes Zeichen und solidarisiert sich in Folge des militärischen Angriffs von Russland mit der Ukraine. Beim Heimspiel der Männer am Samstag (15.30 Uhr) gegen Union Berlin sowie bei der nächsten Partie des Frauen-Teams am Sonntag (13 Uhr) gegen den SC Freiburg möchte der Fußball-Bundesligist seinem Wunsch nach Frieden und Freiheit Ausdruck verleihen - dafür hat sich der Verein einiges überlegt.

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Schon am Mittwoch hatten sich die VfL-Frauen vor dem Anpfiff ihres DFB-Pokalspiels gegen den SC Sand solidarisch gezeigt und zusammen mit dem Gegner ein Banner mit der Aufschrift "#Stopwar" gezeigt. Jetzt legt der Klub nach. Ab Donnerstagabend wird die VW-Arena in den Landesfarben der Ukraine, Blau und Gelb, leuchten. Die Stadionshow orientiert sich thematisch am Friedensmotto und wird musikalisch angepasst. Zudem wird es vor dem Anpfiff eine Minute lang Applaus geben, "um den tapferen Menschen in der Ukraine ein Zeichen der Unterstützung zu senden, aber auch allen Menschen zu danken, die sich nicht nur in diesen Tagen für Frieden und Freiheit engagieren", heißt es in der Mitteilung des Klubs dazu.

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Doch damit nicht genug: Beide Teams werden ihre Partien mit dem Peace-Zeichen auf der Brust bestreiten - Volkswagen gibt den Platz seines Logos frei. Eine ähnliche Aktion hatte es vor drei Jahren gegeben, als der VfL mit dem Hashtag #Vielfalt auf regenbogenfarbenem Hintergrund auf dem Trikot aufgelaufen war. Zudem werden am Wochenende in beiden Stadien kostenlose Ansteckbuttons mit dem Peace-Zeichen verteilt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich das wohl bedeutendste und bekannteste Friedenssymbol der Welt beim Kauf eines VfL-Trikots im Wölfeshop oder im Fanshop in kleiner Form kostenlos aufs Jersey flocken zu lassen - das ist auch allen Fans nachträglich möglich, die bereits ein Trikot besitzen.

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Der VfL will jedoch nicht nur symbolische Gesten zeigen - der Verein hilft der Ukraine auch finanziell. Die Spielerinnen und Spieler beider Teams spenden aus ihren Reihen einen Geldbetrag, der von der Geschäftsführung der Wolfsburger verdoppelt wird. Das gesammelte Geld geht zu gleichen Teilen an zwei Spendenorganisationen: an das auch von VW unterstützte UN-Flüchtlingshilfswerk sowie an die Stiftung Round Table Deutschland, die Hilfskonvois in die Ukraine auch von Wolfsburg aus organisiert. "Im Wissen, dass wir nur einen kleinen Beitrag leisten können, wollen wir Unterstützung geben, wo es uns möglich ist", betont Manager Jörg Schmadtke. "Wir sehen darin auch unsere gesellschaftliche Verpflichtung und hoffen, dass sich möglichst viele Menschen aus unserer Region - ob Fußballfan oder nicht – den Spendensammlungen anschließen."

Gespendet werden kann an das UN-Flüchtlingshilfswerk mit dem Spendenkonto "Stiftung Round Table Deutschland" und dem Stichwort "Konvoi" (IBAN: DE20 5502 0500 0000 0019 54, BIC: BFSWDE33MNZ). Außerdem können alle Interessierten mit Sachspenden helfen und diese am Samstag von 11 bis 15.30 Uhr auf der Promenade des AOK-Stadions am Eingang W1-W2 abgeben. Besonders benötigt werden neben Kinder- und Damenbekleidung auch Spielsachen, Reise- und Kinderbetten, Decken, Schlafsäcke, Hygieneartikel (Zahnbürsten, Zahncreme, Duschgel, Shampoo, etc.), Windeln, Damen-Hygieneartikel (neu und ungeöffnet) sowie Handtücher. Diese Sachspenden werden aufgestockt mit Dingen aus VfL-Beständen ans Deutsche Rote Kreuz Wolfsburg übergeben.