18. Oktober 2021 / 19:54 Uhr

Wacker Dahlen holt Wermsdorf mit Remis vom Sockel

Wacker Dahlen holt Wermsdorf mit Remis vom Sockel

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
Benjamin Münch (am Ball) wird hier von einem Dahlener attackiert.
Benjamin Münch (am Ball) wird hier von einem Dahlener attackiert. © René Wegner
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Beim Duell zwischen dem FSV Blau-Weiß Wermsdorf und dem FSV Wacker Dahlen gab es vor 400 Zuschauern keinen Sieger und einen diskussionswürdigen Elfmeter. Ein baldiges Wiedersehen wird es im Pokal geben.

Dahlen. Thomas Patommel, der Trainer von Gastgeber FSV Wacker Dahlen, war am Sonntag nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Falko Duemke froh, im Heidestadion wenigstens einen Punkt eingefahren zu haben. „Wermsdorf hat eine sehr gute Truppe“, befand der Wacker-Coach. „Ich bin absolut zufrieden mit dem Ausgang.“

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Vor rund 400 Fans lieferten sich beide Teams ein starkes Spiel. Patommel: „Dabei war die erste Halbzeit von Sicherheit geprägt, auch wenn Wermsdorf die offensivere Mannschaft war.“ So ging es nach 45 Minuten ohne Tor in die Kabinen. Blau-Weiß-Pressechef André Kamm: „Wir waren dominant, hatten mehr Ballbesitz und haben effektiv gepresst. Aber die finalen Pässe waren noch zu ungenau. Dahlen hatte keine klare Möglichkeit in der ersten Halbzeit.“

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Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff machten es die Wermsdorfer besser. Nach einer Freistoßvorlage von Denny Beckedahl erzielte Justus Keller per Kopf die 1:0-Führung für das Team von Trainer Dierk Kupfer. Danach versuchte Wacker, ein offensiveres Spiel aufzuziehen, um den Ausgleich zu erzielen. Doch genau das Gegenteil passierte. Pascal Weidner brauchte nur noch zum 2:0 einzuschieben, nachdem Louis Hoffmann die Dahlener Defensive schwindelig gespielt hatte. Doch die Gäste versäumten es, das vorentscheidende dritte Tor zu erzielen. „Genug Möglichkeiten, um deutlich zu gewinnen, waren im Spielverlauf vorhanden. Unser Torhüter Robyn Staude war kaum gefordert“, befand Kamm.

Punkt redlich verdient

Der Wacker-Trainer reagierte. „Ich habe dann offensiv gewechselt und alles auf eine Karte gesetzt.“ Mit Erfolg, denn in der 70. Minute gelang den Hausherren der 1:2-Anschlusstreffer. Marcus Gensel war im Wermsdorfer Strafraum gefoult worden und trat selbst zum Elfmeter an. Kamm monierte: „Der Schiedsrichter übersah dabei ein vorangegangenes Dahlener Handspiel.“ Den nicht sehr platziert getretenen Ball wehrte Blau-Weiß-Keeper Staude zunächst ab, doch Gensel gelang im Nachschuss das Tor.

„Danach haben wir stärker gedrückt und Wermsdorf hat in der Abwehr Probleme bekommen“, so Patommel. Nach einem Freistoß an der Mittellinie gelangte der Ball zu Justin Dintiu. Der zog aus 30 Metern ab und sein Sonntagsschuss landete unhaltbar für Staude im linken Dreiangel. „Ein verdienter Ausgleich und nach den fünf Minuten Nachspielzeit hatten wir uns den Punkt redlich verdient“, erklärte der Wacker-Trainer.

Auf der Gegenseite sah das Ralph Horbas, der Mannschaftsbetreuer der Wermsdorfer, etwas anders: „Wir haben zwei Punkte liegengelassen.“ Die Dahlener feierten nach dem Abpfiff den Punkt wie einen Derbysieg. Die Hubertusburger verließen eher enttäuscht den Platz, was einiges über die unterschiedlichen Ansprüche aussagt. Bald schon sehen sich die beiden Teams wieder, sie treffen im Viertelfinale des Kreispokals aufeinander – dann allerdings in Wermsdorf. Das ergab die Auslosung am Montagnachmittag.


Paarungen im Pokal

Da der bisher punktgleiche Tabellenzweite SV Concordia Schenkenberg bereits am Sonnabend sein Heimspiel gegen den TSV Rackwitz souverän mit 4:0 gewonnen hatte, sind die Wermsdorfer nun mit zwei Zählern Rückstand Zweiter. Dahlen belegt mit zwölf Punkten derzeit Tabellenplatz fünf.

Am Montagnachmittag wurde das Viertelfinale im Kreispokal (TZ-Bärenpokal) ausgelost. Es kommt zu folgenden Paarungen: BW WermsdorfWacker Dahlen, Concordia SchenkenbergFSV Oschatz, SpG Glesien/Zwochau (Alte Herren)SpG Süptitz II/Schildau II, SV SüptitzTSV Schildau.