29. Januar 2020 / 17:40 Uhr

Wahnsinn! Wolfsburgs Raschke im Kader der A-Nationalmannschaft

Wahnsinn! Wolfsburgs Raschke im Kader der A-Nationalmannschaft

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ehrung: Grizzlys-Geschäftsführer Rainer Schumacher (l.) und Manager Charly Fliegauf gratulieren Fine Raschke.
Hat allen Grund zum Strahlen: Young-Grizzlys-Talent Fine Raschke (M.) ist schneller als erhofft beim deutschen A-Nationalteam dabei. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Eishockey-Deutschland hat eine neue Nationalspielerin – und sie kommt aus Wolfsburg! Keinen Monat nach dem Triumph bei der U18-B-WM wird Fine Raschke von den Young Grizzlys Wolfsburg mit dem A-Nationalteam zum Sechs-Nationen-Turnier nach Schweden reisen. Ein toller Erfolg für die Verteidigerin und die Wolfsburger Jugendarbeit – doch der kam völlig überraschend.

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Eigentlich war geplant, dass Raschke, die bei der WM als Kapitänin aufgelaufen war und als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet wurde, mit dem Perspektivteam der Nationalmannschaft vom 7. bis 9. Februar nach Südkorea fliegen sollte, um dort am Legacy Cup teilzunehmen. Die A-Nationalmannschaft war und ist ohnehin Raschkes Ziel – nun ist sie schneller dort angekommen als sie gedacht hätte. 

„Für mich war klar, dass ich nach Südkorea fliege“, so Raschke. Dann aber kam eine E-Mail vom DEB – die Wolfsburgerin wurde von Bundestrainer Christian Künast, der bei der U18-WM als Video-Coach des deutschen Teams dabei war, für das Turnier in Schweden vom 4. bis 9. Februar nachnominiert. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet – ich war vorher ja nicht mal auf Abruf nominiert“, erzählt Raschke, die sich über die Nachricht natürlich riesig freute.

Genau wie die Organisation der Young Grizzlys. „Bei der WM hat Fine eine tolle Leistung gezeigt, und die wird vom DEB auch honoriert“, freut sich Geschäftsführer Rainer Schumacher. „Das macht uns stolz, wir wünschen Fine natürlich viel Glück mit dem Team! Auch ihre Eltern sind unheimlich stolz.“ Für Schumacher ist Raschkes Nominierung ein klares Zeichen: „Es macht sich bemerkbar, dass unsere Jugendarbeit Früchte trägt.“ Für ihre tolle WM-Leistung wurde Raschke jüngst beim DEL-Spiel der Grizzlys gegen die Fischtown Pinguins geehrt.

Die Wolfsburgerin feiert mit der deutschen U18 den Aufstieg

B-Weltmeisterin: Die Wolfsburgerin Fine Raschke feiert mit der deutschen U18 den Aufstieg. Zur Galerie
B-Weltmeisterin: Die Wolfsburgerin Fine Raschke feiert mit der deutschen U18 den Aufstieg. © privat
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Raschke steht nun ein aufregender Trip bevor: Mit ihren 17 Jahren ist sie die jüngste Spielerin im Team, bis auf eine Ausnahme „sind alle deutlich älter als ich“, weiß die Wolfsburgerin. „Teilweise haben sie schon vor zehn Jahren zusammen mit meiner Schwester gespielt.“

Fenja Raschke spielt mittlerweile in Mannheims Frauen-Bundesliga-Team, wo auch Fine schon einige Einsätze verbuchen konnte. Etwas Erfahrung, wie Frauen-Eishockey außerhalb des Jugendbereichs aussieht, hat sie also schon. Trotzdem: „Ich weiß noch nicht, was mich in Schweden erwartet. Das Spiel wird wohl nicht härter, aber ein bisschen schneller sein“, vermutet die Wolfsburgerin, die sich reinhängen will: „Ich hoffe, ich kann mithalten und mich ein bisschen zeigen. Denn ich will schon alles geben“, verspricht das Young-Grizzlys-Aushängeschild.

Ab Mittwoch hat sie dazu die Gelegenheit. Im schwedischen Eksjö trifft Deutschland auf Finnland (Mi., 18 Uhr) und die Schweiz (Do., 18 Uhr), ein weiteres Spiel um Platz fünf (12 Uhr), Bronze (15 Uhr) oder Gold (19 Uhr) folgt am Samstag. In Gruppe B sind Russland, Tschechien und Schweden dabei. Am Dienstag macht sich das Team auf die Reise, „ich bin schon echt aufgeregt“, gesteht Raschke. Und das trotz 60 Spielen im Nationaldress im Jugendbereich. Klar, dass die A-Nationalmannschaft eine andere Hausnummer ist – für Raschke und das gesamte Wolfsburger Eishockey.