20. Juni 2019 / 22:59 Uhr

Waldschmidt und Co. schießen Serbien ab: Deutschland-U21 auf Halbfinal-Kurs - "Einfach geil"

Waldschmidt und Co. schießen Serbien ab: Deutschland-U21 auf Halbfinal-Kurs - "Einfach geil"

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Luca Waldschmidt (l) und Marco Richter (r) schossen Serbien quasi im Alleingang ab.
Luca Waldschmidt (l) und Marco Richter (r) schossen Serbien quasi im Alleingang ab. © imago images / ULMER Pressebildagentur
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Zweites Spiel, zweiter überzeugender Sieg: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Italien und San Marino auch keine Probleme mit Serbien um Superstar Luka Jovic gehabt. Beim deutlichen 6:1-Sieg überzeugen Dreifach-Torschütze Luca Waldschmidt und Entdeckung Marco Richter.

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Eröffnet ist die U21-EM in Italien und San Marino nun schon seit fünf Tagen, und auch der anfangs etwas zähe 3:1-Auftaktsieg gegen Dänemark war genau richtig zum Reinkommen ins Turnier. Wie viel Potenzial aber tatsächlich in dieser deutschen Mannschaft steckt, durfte man laut Trainer Stefan Kuntz („Nach dem ersten Spiel brauchen die Teams nicht mehr so lange, bis sie richtig loslegen können“) erst am Donnerstagabend erwarten zu erfahren. Und beim 6:1-Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien belegte die DFB-Auswahl eindrucksvoll, dass mit ihr bei dieser Europameisterschaft zu rechnen ist. Das Halbfinale winkt.

Waldschmidt: "Wenn´s einmal läuft, dann macht es allen Spaß“

„Dass wir mit einem so überragenden Sieg jetzt hier stehen, ist einfach geil“, sagte Torschütze Richter. „Den Titel 'Man of the Match' gebe ich heute gerne an Luca ab.“ Teamkollege und Dreifachtorschütze Luca Waldschmidt lobte die ganze Mannschaft. „Wir haben mit dem ganzen Team eine gute Leistung gezeigt. Wenn's einmal läuft, dann macht es allen Spaß. Klar, bin ich glücklich.“ Doch Richter legte den Fokus nach Spielende gleich auf das letzte Gruppenspiel gegen Österreich. „Das war nur ein weiterer Schritt, denn Österreich will noch mal etwas reißen.“

Deutschland in Noten: So war die U21-Nationalmannschaft gegen Serbien in Form

Der SPORTBUZZER hat die Leistung der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Serbien bewertet. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER hat die Leistung der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Serbien bewertet. ©
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Deutschland entschied Spiel gegen Serbien schon in der ersten Halbzeit

Bereits nach der ersten Halbzeit war das Spiel im Stadio Nereo Rocco in Triest nach Toren von Marco Richter (16.) und Luca Waldschmidt (30., 37.) entschieden – es hätte auch durchaus höher stehen können. Am Ende trafen noch Mahmoud Dahoud (69.), nochmal Waldschmidt (80.) und in der Nachspielzeit Arne Maier zum zweiten Sieg im zweiten Spiel, wodurch die deutsche Mannschaft auf Kurs Gruppensieg und Qualifikation für das olympische Fußballturnier in Tokio 2020 steuert. Der Serbe Andrija Zivkovic betrieb zwischendurch per Elfmeter-Tor (85.) Ergebnis-Kosmetik. Weil die ebenfalls mit einem Sieg gestarteten Österreicher ihr zweites EM-Spiel mit 1:3 gegen Dänemark verloren, reicht der Kuntz-Elf im direkten Aufeinandertreffen am Sonntag (21 Uhr, ZDF) ein Unentschieden für Platz eins in Gruppe B.

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Gegen die Serben hatte der Abwehrchef auch bei seiner Sonderaufgabe, Luka Jovic kaltzustellen, ganz klar das Sagen. Möglich, dass der vermeintliche Ausnahmespieler ins Frieren geriet. Der einzige Arbeitsnachweis des ehemaligen Frankfurters, der erst kürzlich für 60 Millionen Euro zu Real Madrid transferiert worden ist, war ein Torschuss, bei dem sich aber Keeper Alexander Nübel ganz lang machte (53.). Nach 69 Minuten wurde er ausgewechselt. Allgemein war bei den Serben von einer etwaigen Balkan-Mentalität und der „positiven Form der Hartgesottenheit“ (Kuntz) an diesem Donnerstagabend rein gar nichts zu sehen.

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Mit Florian Neuhaus in die Startelf (für Arne Maier) legte die deutsche Mannschaft – wie vom Trainer angekündigt – dagegen früh „richtig los“. Wieder war es Richter, der die Deutschen mit einem feinen Chip in Führung brachte (16.). Nach einem Neuhaus-Ballgewinn legte er darauf mustergültig für Waldschmidt quer – 2:0 (30.) Anschließend schloss der Freiburger noch ein Solo eiskalt ab (37.). Im zweiten Durchgang trafen Mahmoud Dahoud nach einem platziertem Schuss (69,) und erneut Waldschmidt (80.). Andrija Zivkovic verkürzte per Elfmeter zunächst zum 1:5 aus serbischer Sicht, dann sorgte Arne Maier für den Endstand in der Nachspielzeit.

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