20. November 2019 / 13:14 Uhr

"Wales. Golf. Madrid": Real-Star Gareth Bale provoziert nach EM-Quali mit Wales

"Wales. Golf. Madrid": Real-Star Gareth Bale provoziert nach EM-Quali mit Wales

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mit dieser Fahne provozierten Gareth Bale und seine walisischen Teamkollegen Spaniens Rekordmeister Real Madrid.
Mit dieser Fahne provozierten Gareth Bale und seine walisischen Teamkollegen Spaniens Rekordmeister Real Madrid. © imago images/PA Images/Montage
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Bei Real Madrid hatte Gareth Bale in letzter Zeit nicht viel zu lachen - mit der walisischen Nationalmannschaft dafür umso mehr. Der Superstar, der 2013 für die damalige Rekordablöse von Tottenham Hotspur zu den "Königlichen" gewechselt war, provozierte nach der geschafften EM-Qualifikation mit Wales mit einer Fahne und verhöhnte seinen Arbeitgeber.

Klar, Grund zum Jubeln hatte Gareth Bale nach dem 2:0-Erfolg "seiner" walisischen Nationalmannschaft über Ungarn reichlich. Schließlich hatte sich Wales durch den Sieg zum Abschluss der EM-Qualifikation noch auf den zweiten Platz Gruppe E hinter Kroatien geschoben und so direkt das Ticket für die Endrunde im kommenden Jahr gelöst. Für mehr Aufsehen als diese Tatsache sorgte jedoch der Jubel der Waliser nach dem Abpfiff.

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Das Team - mit Real Madrids Superstar Bale in der ersten Reihe - hatte sich von einem Fan eine walisische Flagge besorgt, auf der der Schriftzug "Wales. Golf. Madrid - In that order" (zu deutsch: "Wales. Golf. Madrid - In dieser Reihenfolge") prangte. Lachend und singend hielten die Spieler die Flagge in die Kamera und feierten mit Bale, ihrem Kapitän, der bei seinem Klub in Madrid derzeit nicht besonders gut gelitten ist.

Wales-Fans dichten Hymne aus Mijatovic-Zitat

Denn der Spruch auf der Flagge ist eine klare Provokation Richtung der "Königlichen". Er bezieht sich auf ein Zitat des früheren Real-Stürmers und -Sportdirektors Pedrag Mijatovic, der über Bale kürzlich geäußert hatte: "Das erste, an das er denkt, ist Wales. Dann Golf und danach erst Real Madrid." Walisische Fans hatten diese Sätze aufgegriffen und in ein Lied umgewandelt.

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Der Song gefällt Bale offenbar. "Ich habe ihn auch schon gehört, besonders als ich auf der Bank gesessen habe. Die Jungs haben darüber gelacht, es hat Spaß gemacht“, hatte der 30-Jährige, der 2013 für die damalige Rekordablöse von kolportierten 101 Millionen Euro von den Tottenham Hotspur in die spanische Hauptstadt gewechselt war, gesagt. Auch aus seinem gespaltenen Verhältnis zu seinem Arbeitgeber macht Bale keinen Hehl. "Bei der Nationalmannschaft kann ich meine Sprache sprechen und fühle mich deutlich wohler“, sagte er vor dem entscheidenden Spiel gegen Ungarn.

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Auch intern ist der Waliser bei Real offenbar umstritten, was auch mit seiner Vorliebe fürs Golfspielen zu tun haben soll. Torwart Thibaut Courtois hatte im Interview mit der belgischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws verraten, dass Bale mannschaftsintern nur "der Golfer" genannt werde. Zuletzt war der Waliser für Real seit dem 5. Oktober (4:2 gegen den FC Granada) nicht mehr zum Einsatz gekommen - offizielle Begründung: Wadenprobleme. Im Sommer hatte es immer wieder Gerüchte um einen bevorstehenden Abschied Bales aus Madrid gegeben.