06. Dezember 2020 / 17:57 Uhr

Wamangituka provoziert Werder-Profis vor Tor zum 2:0 - Selke schimpft: "Respektlos"

Wamangituka provoziert Werder-Profis vor Tor zum 2:0 - Selke schimpft: "Respektlos"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Silas Wamangituka und Davie Selke gerieten nach dem Treffer des VfB-Angreifers aneinander.
Silas Wamangituka und Davie Selke gerieten nach dem Treffer des VfB-Angreifers aneinander. © imago images/Sportfoto Rudel/Montage
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Mit dieser Aktion hat sich Silas Wamangituka bei Werder Bremen keine Freunde gemacht: Der Stuttgart-Stürmer provozierte die Gastgeber vor dem Treffer zum 2:0, indem er sich vor dem leeren Tor lange Zeit ließ, um den Ball einzuschieben. Werder-Profi Davie Selke schimpfte nach dem Spiel. Trainer Pellegrino Matarazzo nahm seinen Spieler in Schutz.

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Diese Szene erhitzt die Gemüter: Silas Wamangituka hat die Emotionen bei Werder Bremen und vor allem Davie Selke mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 2:1-Sieg des VfB Stuttgart in Bremen zum Überkochen gebracht. Der 21 Jahre alte Stuttgart-Stürmer wartete in der Schlussphase des Spiels vor dem leeren Werder-Tor lange, bis er den Ball schließlich einschob. Die Bremer Spieler fühlten sich von dem Doppel-Torschützen provoziert - vor allem Davie Selke. Der Werder-Profi stürmte nach dem Tor sofort wütend auf Wamangituka zu und stellte ihn zur Rede.

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Auch im Interview nach dem Spiel war Selke noch angefressen: "Dass es respektlos war, da braucht man nicht herumreden. Der Junge macht ein super Spiel. Dann soll er den Ball einfach reinhauen und nicht so rumlaufen", schimpfte der ehemalige U21-Nationalspieler über die Aktion.

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Gelbe Karte für Wamangituka und Selke

Was war passiert? Werder-Verteidiger Toprak ließ den Ball nach einem missglückten langen Pass der Stuttgarter nur halbherzig abtropfen, Keeper Pavlenka kam anschließend zu spät aus dem Tor - Wamangituka nutzte die Misskommunikation zwischen Torwart und Abwehrspieler aus und spritzte dazwischen. Anschließend rannte der Kongolese allein auf das leere Tor zu und wartete noch aufreizend provokant vor der Torlinie. Der Stuttgart-Stürmer schoss den Ball schließlich erst dann aus knapp einem Meter über die Linie, als ihn Pavlenka fast eingeholt hatte. Selke rannte nach dem erzielten Treffer auf Wamangituka zu und wies den Stuttgarter zurecht. Der Torschütze sah für die unsportliche Szene ebenso die Gelbe Karte von Schiedsrichter Frank Willenborg wie auch Selke für seine Standpauke.

Die Aktion hätte sich Wamangituka sparen können. Auch so stand er im Mittelpunkt des ersten VfB-Sieges in Bremen seit 14 Jahren. Der Stürmer war der überragende Spieler und erzielte auch den Führungstreffer per Foulelfmeter (31.) für den Aufsteiger, der in der Tabelle deutlich näher an den Europacup-Plätzen liegt als an den Abstiegsrängen. Das Bremer Anschlusstor von Davie Selke kam zu spät (90.+3).


Stuttgart-Trainer Matarazzo nimmt Spieler in Schutz

VfB-Coach Pellegrino Matarazzo nahm seinen Angreifer in Schutz. "Wenn man Silas kennt, weiß man, dass er ein schüchterner Junge und nicht arrogant ist", sagte der Coach und fügte hinzu: "Das Erste, was ich empfunden habe, war, dass er auf Zeit spielt, wie wenn man zur Eckfahne geht. Er hat mir auch gesagt: 'Es war reines Zeitspiel.'" Er habe aber auch Verständnis für die Bremer Reaktionen. Werder-Coach Florian Kohfeldt wollte die Szene "nicht überdramatisieren": "Wir alle sind uns einig, dass das nicht glücklich war", so der SVW-Coach. "Alles gut, alles vergessen."