04. April 2019 / 16:51 Uhr

Wandern nach Herzenslust: Das Räderwerk läuft für den 35. Sachsen-Dreier

Wandern nach Herzenslust: Das Räderwerk läuft für den 35. Sachsen-Dreier

Manuela Engelmann
Leipziger Volkszeitung
Letzter Check vor dem scharfen Start am Sonnabend: In Klosterbuch begutachten Alexander Suhr (l.) und Ingo Honolka (r.) vom städtischen Bauhof mit Michael Thürer von der Stadt und Organisationsleiter Axel Weise (vorn Mitte) die Gegebenheiten am Verpflegungspunkt.
Letzter Check vor dem scharfen Start am Sonnabend: In Klosterbuch begutachten Alexander Suhr (l.) und Ingo Honolka (r.) vom städtischen Bauhof mit Michael Thürer von der Stadt und Organisationsleiter Axel Weise (vorn Mitte) die Gegebenheiten am Verpflegungspunkt. © Sven Bartsch
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Ab in die Wanderschuhe und los geht’s: Am Samstag wird spaziert, gelaufen, gewandert. Die Abteilung Bergsteigen und Wandern des ESV Lok Döbeln lädt gemeinsam mit der Stadt Döbeln zum 35. Mal zum Sachsen-Dreier an die Startlinie. Die Döbelner Frühlingswanderung führt diesmal in Richtung Leisnig und Klosterbuch.

Döbeln. Sonnige 17 Grad sagt der Wetterbericht für den Sonnabend voraus. Bestes Wanderwetter also für den 35. Sachsen-Dreier, der ein bisschen eine Wende in der Geschichte der Döbelner Frühlingswanderung sein wird. Ein Teil der langjährigen Mitstreiter wird das Organisationsteam verlassen, neue Köpfe und Schultern sollen und wollen die Tradition aufrecht halten und die jährlich mit tausenden Teilnehmern frequentierte Veranstaltung in die Zukunft führen. Die Wanderer werden von all dem wenig mitbekommen. Am Konzept soll sich nichts ändern, denn das ist erfolgreich, so wie es ist.

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Sechs Strecken stehen zur Auswahl

Herrlich sonnig ist es, als sich Organisationsleiter Axel Weise mit Michael Thürer von der Stadt und den beiden Bauhof-Mitarbeitern Ingo Honolka und Alexander Suhr auf den Weg macht, um den klassischen Strecken-Check zu absolvieren. Wo klemmt es? Was muss bedacht werden? Die kleine Gruppe fährt alle Verpflegungspunkte an, um abzuklären, dass die örtlichen Gegebenheiten stimmen und was am Veranstaltungstag bedacht werden muss.

Sechs verschieden lange Strecken können die Wanderer beim 35. Sachsen-Dreier unter die Füße nehmen. Wer mitwandern will, muss sich nicht vorher anmelden. Es reicht, am Samstagmorgen ins Döbelner Lok-Stadion zu kommen und sich dort zwischen 6.30 Uhr und 11 Uhr eine Startkarte zu kaufen. Wer lieber von Leisnig aus loswandern möchte, kann das zwischen 7.30 Uhr 11 Uhr auch tun. Halbstündlich fahren dazu Sonderbusse zum Markt der Bergstadt, wo Elfrun Weigt und Sandra Neike von der Stadtverwaltung Leisnig die Startunterlagen ausgeben.


Download Streckenübersicht zum Döbelner Sachsen-Dreier

Allein das Ziel ist für alle das selbe: Im Großbauchlitzer Lok-Stadion bekommt jeder, der bis 18.30 Uhr eintrudelt und sich auch mit seiner unterwegs abgestempelten Streckenkarte zurückmeldet, eine Urkunde. Die wird auch in diesem Jahr wieder per Hand beschrieben – das Team im Zielbereich muss dementsprechend groß sein. Schließlich hat sich die Teilnehmerzahl zuletzt bei um die 3 500 Wanderer eingepegelt.

Akribische Planung

Mit dieser Zahl rechnen die Organisatoren auch in diesem Jahr. Die fünf Verpflegungsstellen auf den Strecken sind dafür akribisch beplant – und zwar von Günter Schär, der die Organisationsleitung jetzt nach vielen Jahren an Axel Weise abgegeben hat. Wann ist mit dem ersten Wanderer zu rechnen? Wann mit dem letzten? Wieviele Wanderer werden es vermutlich sein? Das beispielsweise ist wichtig dafür, um die Mengen an Tee, Äpfeln, Brot und Fett zu planen, die an die einzelnen Verpflegungspunkte gebracht werden. In Masten, in Westewitz, in der Leisniger Jahnstraße, in Gorschmitz und Klosterbuch sorgen insgesamt knapp 30 Helfer dafür, dass die Wanderer ihre kostenfreie Verpflegung bekommen. Die meisten Wanderer werden vermutlich wieder den Verpflegungspunkt in Klosterbuch passieren, hier führen die 38 und 47 Kilometer ab Döbeln sowie die 19 und 26 Kilometer ab Leisnig vorbei. Nicht nur 38 Kilo Brot und fast 15 Kilo Fett werden am Tagesanfang hier als Erstausstattung der Verpflegungsstelle deponiert. Auch 1600 Trinkbecher für den Tee, von dem im Technitzer Pflegeheim wieder 800 Liter gekocht werden. Neu ist in diesem Jahr, dass es ausschließlich Pappbecher gibt – womit das Sachsen-Dreier-Team auf die Umweltsituation reagiert.

Insgesamt sind an diesem Tag 67 Leute im Einsatz, die dafür sorgen, dass auch aus diesem Sachsen-Dreier eine runde Sache wird. Darunter auch neue Gesichter, die nicht nur an den Verpflegungspunkten, sondern auch beim Markieren der Strecke helfen. Damit die Wanderer morgen immer wissen, wo es lang geht, werden alle Strecken mit den kleinen roten Sachsen-Dreier-Markierungen ausgezeichnet.

Herausforderung Straßensperrung

Ein wenig schwer haben es in diesem Jahr Ingo Honolka und Alexander Suhr. Die beiden Männer vom Döbelner Stadtbauhof steuern die Versorgungsfahrzeuge, mit denen die Ressourcen an den Verpflegungspunkten aufgefüllt werden. „Wir haben eine Straßensperrung in Westewitz zum Scheergrund und am ehemaligen Konsum ist die Straße komplett dicht“, sagt Axel Weise. Das macht es den beiden Fahrern sehr schwer, die zeitlichen Herausforderungen bei ihrem Job an diesem Tag zu meistern. Engpässe bei der Verpflegung sollen unbedingt vermieden werden. Das gehört das Organisationsteam des Sachsen-Dreiers dazu. Der soll auch in diesem Jahr für alle Wanderer zum rundum positiven Erlebnis werden. Das Räderwerk im Hintergrund jedenfalls ist gut geschmiert.