07. Mai 2021 / 18:02 Uhr

Warten auf Besserung: Laufszene in Nordsachsen muss die Füße stillhalten

Warten auf Besserung: Laufszene in Nordsachsen muss die Füße stillhalten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bad Dübener Heidelauf Ezel-Cup
Die Organisatoren des Ezel-Cups hoffen, dass nicht noch mehr Lauf-Veranstaltungen dieses Jahr gestrichen werden müssen. © Steffen Brost
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Aktuell tut sich in Nordsachsen in Sachen Laufen noch nicht viel. Wettkämpfe fallen erneut aus und so schrumpft die Ezel-Cup-Serie auf zehn Veranstaltungen. Die Läufer aus Bad Düben machen seit über einem Jahr vor, wie es gehen kann.

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Nordsachsen. Aktuell läuft in Nordsachsens Laufszene nicht viel. Training statt Wettkampf heißt die Devise. Denn auch 2021 fallen zahlreiche Volksläufe und Wettkampfserien coronabedingt ins Wasser. Wie man trotz der Pandemie einigermaßen durch die Saison kommt, beweisen seit März 2020 die Läufer und Walker des Bad Dübener Turnvereins Blau-Gelb 90. Jede Woche wird zweimal gemeinsam trainiert, Stundenläufe finden mit Hygienekonzept und Abstand statt.

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Ezel-Cup kleiner als gewohnt

„Eigentlich sind wir ein Modellprojekt. Wir haben das von Anfang an durchgezogen und sind gut damit gefahren. Zwar haben wir keine riesigen Starterfelder bei unseren Stundenläufen begrüßt, aber sie haben wenigstens im kleinen Kreis stattgefunden. Zumal die Ansteckungsgefahr unter freiem Himmel sehr gering ist“, sagte Laufgruppenchef Ullrich Bresch.

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Dennoch hoffen die Blau-Gelben auf baldige Lockerungen auch bei den Läufen im ganzen Land. Denn die Bad Dübener haben schon Startnummern für den Sachsentrail im Juni, den Darß-Marathon im September sowie für den Rennsteiglauf im Oktober in der Tasche. „Der Darß-Lauf wurde bereits vom April in den September verschoben. So wie im vergangenen Jahr. Der Lauf war auf 1000 Starter begrenzt, es wurde in mehreren Wellen gestartet und alles klappte hervorragend. Beim Sachsentrail im Erzgebirge warten wir noch auf die Entscheidung, ob er startet“, so Bresch.



Auch der Ezel-Cup in Nordsachsen wird in diesem Jahr anders ausfallen als bei Läufern und Walkern gewohnt. Wie Cup-Organisator Helmut Fehre aus Sprotta erklärte, wird immer noch mit zehn Läufen geplant. „Viele Veranstalter tun sich aktuell sehr schwer mit einer Zusage. Solche Traditionsläufe wie der Eilenburger Mazdalauf oder der Stauseelauf in Süptitz mussten schon abgesagt werden. Aber noch stehen zehn Rennen im Plan. Inwieweit diese stattfinden, müssen wir abwarten“, sagte Fehre.

Hoffen auf Durchführung

Dennoch soll die in Nordsachsen beliebte Laufserie in diesem Jahr, wenn auch mit weniger Läufen, irgendwie über die Bühne gehen. Fehre setzt dabei vor allem auf das zweite Halbjahr und rechnet mit Durchführbarkeit in Taucha, Schildau, Pressel, Bad Düben und Torgau. „Und wenn wir nur fünf Läufe werten: Der Cup wird dann eben mit weniger Veranstaltungen stattfinden“, meinte Fehre.

Ein Lauf könnte am 21. August seinen Höhepunkt und gleichzeitig seinen Abschluss finden. Zum 30. und letzten Mal soll an diesem Tag der Eilenburger Zwei-Tage-Marathon mit Start und Ziel in Pressel starten. „Wir hatten das vorher lange diskutiert. Eigentlich war der letzte Lauf schon im vergangenen Jahr geplant. Wegen Corona müssen wir das in diesem Jahr machen. Sollte er wieder ausfallen, müssen wir überlegen, ob wir 2022 noch einmal Anlauf nehmen“, so Fehre.