22. Januar 2021 / 14:39 Uhr

Warten auf den Startschuss bei Ali Gündogdu

Warten auf den Startschuss bei Ali Gündogdu

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Ali_Gündogdu
Ali Gündogdu konnte bisher noch kein Spiel für den FSV Optik bestreiten. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Der 19-jährige Offensivspieler, der bei Hertha BSC ausgebildet wurde, brennt auf seinen ersten Einsatz für den FSV Optik Rathenow.

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Während auf den meisten Fußballplätzen der Region der Ball aktuell weiterhin ruht, dürfen die Regionalliga-Kicker des FSV Optik Rathenow zumindest auf den Trainingsplatz, um sich auf einen möglichen Re-Start der vierthöchsten deutschen Spielklasse vorzubereiten. Derzeit befinden sich die Rathenower aber in einer einwöchigen Trainingspause, bittet Ingo Kahlisch erst am Mittwoch wieder auf den Trainingsplatz. Ansonsten mit dabei ist auch Ali Gündogdu. Der 19-Jährige war im Oktober zu den Rathenowern gestoßen, konnte aufgrund der Unterbrechung des Spielbetriebs in der Regionalliga Anfang November aber noch kein Spiel für die Optiker bestreiten.

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„Das ist natürlich sehr schade, ich hätte natürlich gerne noch ein paar Spiele gemacht. Wer weiß schon genau, wann wir wieder loslegen dürfen“, so der 1,75 Meter große offensive Mittelfeldspieler, der auch auf den Außenbahnen eingesetzt werden kann. Bevor er im Herbst zum FSV Optik gestoßen war, hatte der junge Mann eine schwierige Zeit hinter sich. „Ich hatte mir das Außenband gerissen und immer wieder Probleme mit dem Sprunggelenk. Sechs oder sieben Monate war ich insgesamt draußen“, erzählt Gündogdu, der sich deshalb im vergangenen Sommer auch nicht bei verschiedenen Vereinen im Training zeigen konnte.

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Doch mittlerweile hat er die Verletzung überwunden und bei seinem Probetraining in Rathenow Optik-Trainer Ingo Kahlisch überzeugen können. „Ich konnte mich anbieten, spiele meist mutig nach vorne. Das hat dem Trainer gefallen“, schätzt Gündogdu ein. Anfangs hatte er aber konditionelle Probleme, wie auch Ingo Kahlisch betonte. Diese hat der 19-Jährige aber Stück für Stück aufgearbeitet. „Klar, wenn man so lange raus ist, ist es schwer, wieder reinzukommen. Ich musste mich erst wieder dran gewöhnen, zumal wir eine hohe Qualität im Training haben. Die lange Zeit ohne Spiele hat schon geholfen, ich bin jetzt gut drin“, schätzt der Youngster ein.

Arbeiten muss er noch an seiner Zweikampfführung. „Dort muss ich robuster werden. Aber der Trainer hat mich auch schon gelobt, dass es in den letzten Wochen besser geworden ist“, freut sich der Spieler, der künftig die Nummer 15 tragen wird, über seine Fortschritte.


Täglicher Kontakt zu Omar Rekik

Ausgebildet wurde der dribbelstarke Mann in der Jugend von Hertha BSC und bestritt für die Hauptstädter immerhin auch 39 Spiele in der Junioren-Bundesliga. Dort hatte er unter anderem auch mit Omar Rekik zusammen gekickt, der in der Winterpause nach England zum FC Arsenal gewechselt ist. Der Kontakt zwischen beiden Spielern ist immer noch bestens. „Wir sind schon gute Freunde, reden eigentlich jeden Tag miteinander“, so Ali Gündogdu.

Mit seinem Rathenower Team hat er sich klare Ziele gesetzt. Der Klassenerhalt soll es bitteschön sein. „Wir haben eine gute Mannschaft, mit tollen Einzelspielern. Es sind viele junge Spieler dabei, die mich super aufgenommen haben. Es macht riesigen Spaß. Ich bin aber auch überzeugt davon, dass wir in der Liga bleiben können“, schätzt Ali Gündogdu ein.

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Für sich selbst wünscht er sich eine verletzungsfreie Zeit. „Ich muss erst einmal in die Mannschaft kommen und möchte dabei helfen, Optik in der Regionalliga zu halten“, erzählt der wuselige Offensivmann, der sich aktuell voll auf den Fußball konzentriert. „Meinen mittleren Schulabschluss auf der Realschule habe ich gemacht, hätte auch Fach-Abitur machen können. Aktuell zählt für mich aber nur das Training und möglichst wieder richtig fit zu werden.“