05. Februar 2019 / 19:57 Uhr

Warum der VfL Wolfsburg für RB Leipzig zum Stolperstein werden kann

Warum der VfL Wolfsburg für RB Leipzig zum Stolperstein werden kann

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
WOLFSBURG, GERMANY - NOVEMBER 24: (L-R) Stefan Ilsanker of RB Leipzig and Daniel Ginczek of VfL Wolfsburg battle for the ball during the Bundesliga match between VfL Wolfsburg and RB Leipzig at Volkswagen Arena on November 24, 2018 in Wolfsburg, Germany. (Photo by Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images)
Im Bundesligaspiel im November siegte der VfL Wolfsburg gegen RB Leipzig 1:0. © 2018 Getty Images
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RB Leipzig erwartet am Mittwoch im Achtelfinale des DFB-Pokals den VfL Wolfsburg. Im Stillen haben Manager Jörg Schmadtke und Trainer Bruno Labbadia die Wölfe aus der Krise der vergangenen Jahre herausgeführt.

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Leipzig. Der VfL Wolfsburg hat sich gefangen. Nachdem der Klub in den vergangenen beiden Spielzeiten erst in der Relegation den Bundesligaverbleib sicherstellen konnte, ist aktuell eher von der Europa League als von Abstiegsängsten die Rede. Auch im DFB-Pokal-Achtelfinale, wo die „Wölfe“ am Mittwochabend (18.30Uhr/Sky) auf RB Leipzig treffen, soll der Aufwärtstrend bestätigt werden.

Dabei deutete bei Wolfsburg in dieser Saison bereits wieder Vieles auf einen harten Kampf um den Klassenerhalt hin. Nach zwei Siegen zum Auftakt gegen Leverkusen und Schalke konnte der VfL aus neun Spielen nur eines gewinnen, stürzte von Tabellenplatz zwei auf den zwölften Rang ab. Trainer Bruno Labbadia, dessen Stuhl schon zu wackeln begann, sollte es jedoch schaffen, sein Team wieder in die Spur zu bringen. Das ist auch seinem Gegenüber Ralf Rangnick nicht entgangen: „Wolfsburg macht das gut. Bruno Labbadia hat viel bewirkt in die richtige Richtung. Sie sind gegen den Ball sehr gut, eine der besten Mannschaften zur Zeit. Das wird für uns schon schwer, da die richtigen Lösungen zu finden.“

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Daniel Frahn gehörte stets zu den beliebtesten Akteuren im Kader von RB Leipzig. ©
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Der Wendepunkt war für den VfL Wolfsburg in dieser Saison ein 1:0-Heimerfolg gegen RB Leipzig am 12. Spieltag. Mittlerweile hat sich Wolfsburg trotz zweier Niederlagen zum Auftakt der Rückrunde auf Platz sechs vorgearbeitet.

Siege gegen Hannover und Elversberg

Im Pokal warfen die Niedersachsen zunächst den SV Elversberg und später im Derby Hannover 96 raus. Dass der Formanstieg der Wölfe dabei in den vergangenen Monaten weitgehend geräuschlos von statten ging, ist in erster Linie Jörg Schmadtkes Verdienst. Wie zuvor bei Hannover 96 und dem FC Köln gelang dem Manager auch bei Wolfsburg der Wandel vom Abstiegskandidaten zum Aspiranten für das internationale Geschäft.

Dabei profitiert der 54-Jährige einmal mehr von seinem guten Auge für günstige aber passende Transfers. Vor allem der aktuell verletzte Daniel Ginczek, der vor der Saison für zehn Millionen Euro vom VfB Stuttgart kam und Wout Weghorst, den Schmadtke vom AZ Alkmar weglotste, spielen eine starke Saison. Es gab Zeiten, da setzte man in Wolfsburg auf große Namen, koste es was wolle. Nicht selten blieb der Erfolg aus. Konflikte mit den Geldgebern von VW waren bei akuter Abstiegsnot an der Tagesordnung. Mit seiner neuen Strategie hat Schmadtke auch in diesem Bereich für Ruhe gesorgt.

Keine großen Namen mehr

Gleichwohl ist der Star-Faktor beim VfL derzeit niedrig wie lange nicht. In den Liga-Statistiken sticht kaum ein Spieler heraus. Genau das macht Labbadias Mannschaft jedoch ebenso unberechenbar wie gefährlich. Bei der knappen Niederlage in der Liga bekam dies auch RB Leipzig zu spüren. Die Roten Bullen lieferten – vom Verletzungspech gebeutelt – eine ihrer schwächsten Saisonleistungen und wurden von gnadenlos effektiven Wolfsburgern bestraft.

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Der Erfolg der Wölfte basiert unter Labbadia auf defensiver Stabilität und einem sicheren Spielaufbau mit viel Ballbesitz. Schön anzusehen und spektakulär ist das selten. Mit 29 Toren haben die Niedersachsen zudem von den ersten zehn Teams der Liga die wenigsten Treffer erzielt. Nach chaotischen Jahren scheint Fans wie Verein die „Art und Weise“ jedoch wie beim 0:1-Auswärtssieg am Wochenende gegen Hertha BSC völlig egal zu sein. Auch für die Roten Bullen dürfte es am Mittwoch eine Gratwanderung zwischen Gedulds- und Offensivspiel werden.

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