03. Dezember 2019 / 16:55 Uhr

"Do haut’s da den Beidl auf d’ Seitn": Warum Ex-VfL-Trainer Ismaël in Linz Kultstatus hat

"Do haut’s da den Beidl auf d’ Seitn": Warum Ex-VfL-Trainer Ismaël in Linz Kultstatus hat

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Valerien Ismael Trainer Linz Montage
Es läuft für ihn beim Linzer ASK: Ex-VfL-Trainer Valérien Ismaël hat mit dem LASK Historisches geschafft - und haute jetzt diesen Spruch raus... © Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
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Er war Cheftrainer beim VfL Wolfsburg, als der Fußball-Bundesligist am Boden lag, aber auch Valérien Ismaël gelang es nicht, den damals gegen den Abstieg kämpfenden VfL wieder aufzurichten. Viel besser läuft es für den Ex-Wolfsburger nun beim Linzer ASK - auf und neben dem Platz...

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Valérien Ismaël – beim VfL war er lange als Trainer tätig, zunächst bei der U23 der Wolfsburger (von Sommer 2013 bis Sommer 2014 und von Sommer 2015 bis Oktober 2016) und dann für eine kurze Zeit Cheftrainer des Bundesliga-Teams (von Oktober 2016 bis Februar 2017). In diesem Sommer war er dann Nachfolger von VfL-Cheftrainer Oliver Glasner beim Linzer ASK geworden – und da läuft es für den ehemaligen Top-Abwehrspieler wie geschnitten Brot.

In der österreichischen Bundesliga hat er mit dem LASK nur zwei Punkte Rückstand auf Krösus RB Salzburg, in der Europa League schaffte der Glasner-Nachfolger mit dem Einzug in die K.o.-Runde der EL gar Historisches – und sorgte hinterher auch mit seinem Outfit dafür, dass das österreichische Boulevard-Blatt Kronen-Zeitung über ihn titelte: „Jetzt ist Ismaël Kult“. Weil der Ex-VfLer nach dem Erreichen der Zwischenrunde in Trondheim mit einem bemerkenswerten Pulli vor die TV-Kameras trat – auf dessen Brust die ein wenig deftige Aufschrift prangte: „Do haut’s da den Beidl auf d’ Seitn!“ Gemeint ist mit dieser österreichischen Redensart, die den Mundart-Ausdruck fürs männliche Geschlechtsteil enthält: Dieser LASK-Erfolg haut alle um.

Darum wechselten die Trainer des VfL Wolfsburg

1997/98: Aufstiegstrainer <b>Willi Reimann</b> wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte <b>Wolfgang Wolf</b>, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. Zur Galerie
1997/98: Aufstiegstrainer Willi Reimann wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte Wolfgang Wolf, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. ©
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Geboren wurde die Idee mit dem markanten Spruch auf dem Pulli bereits im Sommer. Damals hatte der Franzose davon erstmals gehört, als er mit seinem Co-Trainer Andi Wieland über deutsche und österreichische Sprüche geflachst hatte. Ismaël: „Ich fand den so lustig, hab’ geübt und gesagt, dass ich den Spruch einmal rauslasse, wenn es passt! Der Andi hat mir das nicht geglaubt, bis ich den Satz dann nach unserem unglaublichen 4:1-Sieg gegen Eindhoven gebracht habe!“ Womit für das LASK-Marketingabteilung auch die Idee zu diesem Pullover geboren war.

Zehn Punkte hat der LASK in der Europa League geholt. Ismaël: „Ohne zu übertreiben: Wir sind wir souverän durch die Gruppenphase marschiert!“ In der die Linzer mit ihren bescheidenen finanziellen Mitteln sich gegen Teams wie den holländischen Top-Klub PSV Eindhoven durchgesetzt hatten. Am letzten Gruppen-Spieltag (12. Dezember) kann der LASK auch noch Sporting Lissabon in der Tabelle überholen. Ismaël: „Es ist einfach unfassbar. Die Spieler lernen, was es bedeut eine Top-Mannschaft zu sein – alle drei Tage immer wieder Leistung abzurufen, am Limit zu sein, nicht nachzulassen.“ Gleichwohl sei klar, dass „man nicht immer Champagner-Fußball“ spielen könne. Wie am Wochenende. Da verlor der Glasner-Nachfolger in der Liga gegen Rapid Wien – mit dem Ex-VfLer Didi Kühbauer als Trainer – mit 0:4.

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