13. August 2019 / 11:34 Uhr

Warum Jeremejeff gute Gründe hat, zu Dynamo Dresden zu wechseln

Warum Jeremejeff gute Gründe hat, zu Dynamo Dresden zu wechseln

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Jeremejeff wechselte 2018 von Malmö FF zu BK Häcken. Nun soll der Schritt nach Deutschland folgen.
Jeremejeff wechselte 2018 von Malmö FF zu BK Häcken. Nun soll der Schritt nach Deutschland folgen. © imago images / Bildbyran
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Der schwedische Angreifer fühlte sich beim schwedischen Pokalsieger zuletzt nicht immer ganz wohl.

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Dresden. Gespannt warten die Fans von Dynamo Dresden, ob der Verein das Sturmproblem am Dienstag mit der Verpflichtung des schwedischen Nationalspielers Alexander Jeremejeff lösen kann. Noch sind offenbar nicht alle Formalitäten erledigt, denn beim Training am Morgen tauchte der 25 Jahre alte Angreifer vom schwedischen Tabellenfünften BK Häcken noch nicht im Großen Garten auf. Allerdings soll der 1,92 Meter große Hoffnungsträger seit Montag in der Stadt sein, um seinen Umzug von Göteborg nach Dresden voranzutreiben. Das berichtete die Zeitung “Göteborgs-Posten”.

Höheres Gehalt

Schwedische Medien gehen fest davon aus, dass Jeremejeff am Sonntag beim 1:1 gegen Rekordmeister Malmö FF sein letztes Spiel für die Schwarz-Gelben aus Hisingen, einem Ortsteil der westschwedischen Hafenstadt Göteborg, absolviert hat. Der dreifache Nationalspieler soll eine Ausstiegsklausel in seinem eigentlich noch bis 2021 laufenden Vertrag beim Bollsklubben Häcken haben, die über 10 Millionen Kronen betragen soll. Offenbar ist Dynamo, das durch den Einzug in die nächste Pokalrunde (3:0 gegen Dassendorf) gerade wieder eine größere Einnahme verbuchte, bereit, die Summe (etwa eine Million Euro) zu bezahlen und damit das Geld aus dem Verkauf von Haris Duljevic nach Nimes zu reinvestieren.

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Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©
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Jeremejeff, der sein letztes Tor am 4. August in der Allsvenskan beim 4:1-Sieg gegen den IK Sirius aus Uppsala schoss, hat durchaus gute Gründe, Häcken zu verlassen. Seit einer Weile interessieren sich neben Dynamo auch Vereine aus Polen und Russland für ihn, der Gedanke an einen Auslandstransfer beschäftigt ihn schon länger. Mit 25 Jahren ist er auch in einem Alter, in dem der Schritt raus aus Schweden nicht mehr allzu lange aufgeschoben werden sollte. Ein Grund neben der neuen Erfahrung und dem höheren Gehalt außerhalb Skandinaviens - Malmö FF ließ ihn 2018 nur ungern, aber für viel Geld wieder in Richtung Göteborg ziehen - ist auch, dass Häcken jüngst in der Europa League Qualifikation den Einzug in die dritte Runde verpasste. Der schwedische Pokalsieger scheiterte in der zweiten Runde am AZ Alkmaar. Das Hinspiel gegen die Niederländer endete 0:0, aber das Rückspiel daheim im Bravida-Stadion ging klar mit 0:3 verloren.

Niedrige Zuschauerzahlen

Pikant dabei war, dass Jeremejeff beide Male nicht mitspielen durfte. Der Leistungsträger war nicht für die Spiele gemeldet worden. Der BK Häcken hatte die Registrierung schlichtweg verschlafen. “Ich bin traurig und enttäuscht”, sagte Jeremejeff im Juli, als der Lapsus Stunden vor dem Hinspiel auffiel, aber trotz aller Bemühungen des BKH nicht mehr korrigiert werden konnte.

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Lust auf Spiele in Deutschland dürfte der Mittelstürmer (acht Saisontore in der Allsvenskan) auch wegen des völlig anderen Fluidums haben, denn das heimische Bravida-Stadion fasst nur 7000 Besucher. Selbst beim Pokalfinale am 30. Mai 2019 gegen Eskilstuna (3:0 für Häcken) war es nicht ausverkauft. Nur 4958 Fans kamen, um dem zweiten Pokalsieg der Schwarz-Gelben in den letzten Jahren beizuwohnen. Auch in der Europa-League-Quali gegen Alkmaar fanden nur 3845 Anhänger den Weg in die kleine Arena auf der Insel Hisingen. Unterschreibt Jeremejeff bei Dynamo, erwarten ihn am Sonntag in Dresden gleich mal 30 000 Fans gegen Heidenheim. Solche Zuschauerzahlen erreichen in seiner Heimat selbst die großen Clubs aus Stockholm nur in Ausnahmefällen.

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