21. Februar 2020 / 21:08 Uhr

Nach behäbigem Start: Waspo 98 bezwingt Dynamo Tiflis in der Champions League

Nach behäbigem Start: Waspo 98 bezwingt Dynamo Tiflis in der Champions League

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Waspos 17-jähriger Jan Rotermund (li.) erzielt seinen ersten Champions-League-Treffer.
Waspos 17-jähriger Jan Rotermund (li.) erzielt seinen ersten Champions-League-Treffer. © Florian Petrow
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Erst ist es Krampf, dann Qualität und am Ende steht ein verdienter Erfolg in der Königsklasse: Leicht haben sich die Wasserballmänner von Waspo 98 gegen Schlusslicht Tiflis zwar nicht getan. Beim 18:14 holt Hannover dennoch den zweiten Sieg in der Champions League und sammelt vor allem eines: Erfahrung.

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Sie jubeln, sie schreien, sie fluchen: die gut 30 georgischen Fans auf dem Oberrang des Stadionsbades sorgen für ordentlich Alarm in der schwülwarmen Luft. Sie bringen Emotionen in ein Duell, in dem eigentlich der Druck raus ist. Die Endrunde der besten Acht ist weder für den Vorletzten aus Hannover noch für Dynamo Tiflis, punktloser Letzter der Gruppe B, wirklich noch erreichbar.

Doch während die Gäste aus Georgien die Nummer vor rund 300 Zuschauern vom Start weg ernst nehmen, verweigert die Star-Truppe von Waspo in Viertel eins die passende Einstellung. Behäbig, schläfrig, überhaupt nicht präsent. Ante Corusic und Olympiasieger Petar Muslim halten den Fehlstart beim 2:4 mit ihren Treffern in Grenzen. Trainer Karsten Seehafer fasst sich immer wieder ungläubig an die Stirn. Der Auftritt seiner Jungs: alles andere als königlich.

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Waspos 
Fynn Schütze (oben) sucht seine Mitspieler. Zur Galerie
Waspos Fynn Schütze (oben) sucht seine Mitspieler. ©

Russe Nagaev setzt Akzente

Mit der Zeit setzt sich jedoch mehr und mehr die Waspo-Qualität durch. Vor allem der gewaltige Russe Ivan Nagaev verteidigt massiv und setzt mit seiner linken Klebe im Angriff beeindruckende Akzente. Seine Physis: schlicht beeindruckend. Ein russischer Bär mit Weltformat.

An seiner Schulter zusammen mit dem technisch versierten Muslim richten sich die Nachwuchsjungs im Waspo-Kader auf. Fynn Schütze bekommt viel Spielzeit, nutzt seine Möglichkeiten, trifft drei Mal. Dazu kommt Jan Rothermund – der 17-Jährige trägt die Nummer vier des verletzten Kapitäns Julian Real – sammelt wertvolle Champions-Erfahrung. Und mit diesem erfolgreichen Mix bekommt Hannover die Nummer auch mehr und mehr in den Griff. 7:7 zur Pause, 13:10 vor dem Schlussviertel und schließlich 18:14 zur Sirene. Mit einem spektakulären Heber setzt Nagaev aus rund neun Metern den Schlusspunkt.

„Der Start war schwierig, die Vorbereitung ging lange, aber am Ende war das ein Sieg, der uns allen gut tut“, sagt Tobias Preuß, der sein erstes Spiel seit November bestritt. Sieht auch Seehafer so: „Wir haben ein Team, das immer mehr zusammen findet. Der Sieg war verdient.“

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