20. November 2019 / 22:15 Uhr

"Hatten mehr verdient": Waspo 98 verliert auch fünftes Spiel der Champions League

"Hatten mehr verdient": Waspo 98 verliert auch fünftes Spiel der Champions League

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Petar Muslim (unten) und Waspo 98 ziehen in Kroatien den Kürzeren.
Petar Muslim (unten) und Waspo 98 ziehen in Kroatien den Kürzeren. © imago images / Camera 4
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Waspo 98 Hannover bleibt in der Champions League punktlos. Am fünften Spieltag unterlag das Team von Karsten Seehafer bei Mladost Zagreb mit 13:15. „Wir waren auf Augenhöhe, kein Vorwurf an das Team“, resümierte der Trainer.

Das Schlussviertel hat den Wasserballern von Waspo 98 ein guten Auftritt verwässert. Am fünften Spieltag der Champions League verlor Hannover bei Mladost Zagreb mit 13:15 (3:4, 3:3, 4:3, 3:5). „Sehr unglücklich, wir hatten mehr verdient. In wichtigen Szenen pfeifen die Schiedsrichter seltsam“, sagte Waspo-Chef Bernd Seidensticker.

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Waspo begann ordentlich und lag nach einem sehenswerten Solo von Darko Brguljan mit 2:1 vorn. Schwächen im Überzahlspiel bescherten Mladost jedoch eine 4:3-Führung nach dem ersten Abschnitt.

Brguljan und Radu im Clinch

Dann geriet Matija Brguljan, der jüngere Bruder des Waspo-Stars, mit Zagrebs Cosmin Radu aneinander. Von beiden schauten nur die Köpfe aus dem Wasser, die Szene war unübersichtlich. Hannovers Coach Karsten Seehafer monierte, Radu habe geschlagen. „Wenn er rausfliegt, hat Zagreb ein echtes Problem“, sagte Seidensticker.

Die Gäste ihrerseits hatten arge Schwierigkeiten mit dem Distanzschützen Milos Cuk (6 Tore), der bis zur Halbzeit fünfmal erfolgreich war.

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Nach dem Wechsel glich der zunächst glücklose Petar Muslim zum 8:8 aus, zuvor war ihm die Kappe vom Kopf gerissen worden. In der Folge verpasste Hannover ein wenig kopflos die Führung bei zwei stark ausgespielten Kontern, dabei traf Darko Brguljan einmal den Innenpfosten.

Es bleibt spannend

Zwei Glanzparaden vom guten Moritz Schenkel (acht Paraden) sorgten auf der anderen Seite dafür, dass es spannend blieb. Kapitän Aleksandar Radovic glich zehn Sekunden vor der letzten Viertelpause zum 10:10 aus.


Ausgerechnet in den finalen Abschnitt startete Waspo schwach, kassierte drei Treffer am Stück – zwei davon unglücklich nach abgeprallten Bällen. Der Gast kam nur noch auf 12:13 heran. Beim letzten Angriff wurde Stürmerfoul gegen Muslim gepfiffen, der lachte den Schiedsrichter daraufhin aus. „Wir waren auf Augenhöhe, kein Vorwurf an das Team“, fasste Seehafer zusammen.