02. März 2021 / 18:52 Uhr

Waspo jubelt: Schenkel bei Champions-League-Sieg in Weltklasseform

Waspo jubelt: Schenkel bei Champions-League-Sieg in Weltklasseform

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Klarer Sieg mit Waspo: Torwart Moritz Schenkel zeigt in Budapest eine Weltklasseleistung.  
Klarer Sieg mit Waspo: Torwart Moritz Schenkel zeigt in Budapest eine Weltklasseleistung.   © Stefan Trümper
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In Budapest war es für die Wasserballer von Waspo 98 eine ganz eindeutige Nummer: Im Duell mit Dynamo Tiflis setzten sich die Hannoveraner mit 10:3 durch. Überragender Akteur war Torwart Moritz Schenkel.

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In der Corona-Blase von Budapest hat Nationaltorwart Moritz Schenkel dem Gegner fast allein die Luft abgelassen. Waspos Keeper kassierte den ersten Gegentreffer erst anderthalb Minuten vor dem Ende, es sah schon längst nach einer peinlichen Nullnummer für den georgischen Meister aus. Waspo 98 schlug Dynamo Tiflis zum Auftakt des zweiten Abschnitts der Champions League in Pool B mit 10:3 (2:0, 2:0, 3:0, 3:3). „Das war vielleicht sogar unsere beste Leistung in dieser Klasse, wir sind wieder da“, sagte Trainer Karsten Seehafer.

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Seit September war es erst das vierte Spiel für Waspo, es hatte drei Niederlagen in der Champions League gesetzt. „Wir haben viel gesprochen und einiges anders gemacht, dies ist das Ergebnis“, so Seehafer. Er applaudierte seiner Mannschaft schon Ende des zweiten Abschnitts ganz gelassen, es war eine Schlüsselszene der Partie: Schenkel hatte in Unterzahl den Ball noch mit den Fingern an die Querlatte gelenkt, den folgenden Konter verwandelte Ivan Nagaev zum 4:0.

Bilder vom Wasserball-Spiel in der Champions League zwischen Waspo 98 Hannover und Dynamo Tilfis

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Bilder vom Wasserball-Spiel in der Champions League zwischen Waspo 98 Hannover und Dynamo Tilfis ©

Für Seehafer ist der Sieg ein erster, kleiner Schritt

Nach dem Seitenwechsel schlug Kapitän Aleksandar Radovic doppelt zum 6:0 zu, in Überzahl und per Strafwurf. Da drehte sich bei Dynamo schon längst alles um die Frage, wie und ob denn wohl Schenkel zu überwinden sei. Besiegt und entnervt waren die Georgier da längst.

Schenkel genoss die Partie sichtlich, er lächelte unentwegt, ballte hin und wieder die Faust, klatschte mit den Kollegen ab. Nach einer besonders kniffligen Situation, als zwei Waspo-Spieler Strafzeiten verbüßten, gab es gar einen freundschaftlichen Kopfstoß des genesenen Darko Brguljan. Dank Schenkel kam der Meister trockenen Fußes durch, egal, wie hoch die Wellen schlugen.

Auf 9:0 baute Hannover den Vorsprung aus und hätte höher führen können. Kurz vor Schluss gelang es Revaz Imnaishvili doch noch, Waspos überragenden Schlussmann zu bezwingen. Sehr lange Zeit ließ er sich bei diesem Wurf und wurde nicht attackiert. Schenkel brachte es insgesamt auf 18 Paraden, zudem fing er einen Pass ab.

„Das Ergebnis ist ein Schock für uns, wir hatten genug klare Chancen“, sagte Tiflis-Coach Dejan Stanojevic. „Für uns ist das ein erster, kleiner Schritt. Der Sieg tut uns sehr gut, aber diese Woche wird noch sehr lang“, stellte Seehafer fest.

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Waspos Tore: Aleksandar Radovic 3, Darko Brguljan 2, Jorn Winkelhorst 2, Marko Macan, Ante Corusic, Ivan Nagaev.

Am Mittwoch um 16.30 Uhr trifft Waspo im zweiten von vier Spielen auf AN Brescia. Es gibt einen kostenlosen Stream­ auf lenchampionsleague.eurovisionsports.tv.