27. März 2019 / 20:58 Uhr

Waspo 98 erkämpft sich den zweiten Sieg in der Königsklasse gegen Jadran Split

Waspo 98 erkämpft sich den zweiten Sieg in der Königsklasse gegen Jadran Split

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
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Sie haben sich schwer getan, die Wasserballer von Meister Waspo 98 Hannover. Aber es hat knapp gereicht zum Erfolg in der Champions League gegen die Kroaten aus Split. Beim 9:8 überzeugt vor allem die Abwehr.

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Einen Schönheitspreis gibt es für diesen Sieg nicht. Muss es auch nicht. Die Wasserballer von Waspo 98 setzen mit dem 9:8-Sieg gegen Split jedoch ein Zeichen, auch in der Königsklasse bestehen zu können.

Zu Beginn sieht das alles richtig ordentlich aus. Erst Holland-Center Jorn Winkelhorst, dann Routinier Darko Brguljan in Überzahl bringen Waspo 2:0 in Führung. Split will den Erfolg durch die Mitte erzwingen, Kapitän Jokic und Julian Real halten dicht. Ein Gewaltwurf von Aleksander Radovic zum 3:1 beschließt das erste Viertel mit dem Eindruck, dass Waspo gegen Split auch international endlich ein Zeichen setzen könnte.

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Es schleichen sich Fehler ein

Mit der Zeit aber schleichen sich mehr und mehr Fehler ein. Die Gäste, angefeuert von ihren Landsleuten von Croatia Hannover, setzen im Angriff vor allem auf ihre beiden Linkshänder Zovic und Viskovic, in der Defensive auf Härte. Das bringt zwar Überzahlsituationen für Waspo. Wirklich viel fällt den Jungs von Trainer Karsten Seehafer nicht ein. Bitter. Viel lässt der deutsche Meister liegen, zumeist durch überhastete Abschlüsse oder zum Teil wilde technische Fehler. Für Europa ist das so zu wenig.

Bilder vom Wasserball-Spiel der Champions League zwischen Waspo 98 Hannover und dem VK Jadran Split

Die Waspo-98-Defensive in Erwartung eines Abschlusses. Zur Galerie
Die Waspo-98-Defensive in Erwartung eines Abschlusses. ©
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Während Waspo an den Überzahlsituationen zu verzweifeln scheint, dreht Split die Partie dank der beiden Linkshänder. Absetzen kann sich keiner. Und so bleibt es eine enge Kiste vor rund 250 Zuschauern im Stadionbad. Mit einem 6:5-Vorsprung geht’s ins Schlussviertel, das Duell – es wird zur Nervenschlacht. Und die bekommt Waspo besser in den Griff. Julian Real trifft zum 8:7, Radovic erhöht auf 9:7. Die Vorentscheidung, auch wenn sich der Waspo-Star wegen Meckerns die Rote Karte abholt. Am Ende steht der zweite Sieg für Waspo in der Champions League. Ein Brustlöser? „In jedem Fall ein wichtiger Sieg“, sagt Waspos Tobias Preuß. „Nicht gut, sicher. Aber durch die kämpferische Leistung ist die Mannschaft wieder zusammengewachsen.“

Trainer Seehafer: Jetzt kommen die entscheidenden Begegnungen

So sieht das auch Trainer Seehafer. „Ich spiele lieber schlechte Überzahl, gewinne dann aber am Ende das Spiel“, sagt er, sichtlich mitgenommen. Während der Partie ist er ruhig geblieben. Hier und da eine Ansage, mehr nicht. „Es hätte nichts gebracht“, sagt er und freut sich über die Leistungssteigerung gegenüber den letzten Begegnungen. „Jetzt kommen die entscheidenden Spiele, und denen müssen wir uns stellen.“ Der Erfolg gegen Jadran Split dient für Waspo als brauchbarer Auftakt.

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